Dienstag, 22. Dezember 2009

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Ich komme grad aus dem Kino (na ja, fast) und bin immernoch total geflasht. Ich habe mit meinem Schatz und seinem Bruder Avatar - Aufbruch nach Pandora gesehen.
Der Trailer sah schon vielversprechend aus, und dann eben die Möglichkeit ihn in 3D zu sehen...
Ja, das so viel zu meiner Motivation.



Bevor ich zu meinem Fazit komme, noch kurz die Handlung (Achtung, Wiki-Text mit Spoilern! ^^):
Das Jahr 2154: Die Rohstoffe der Erde sind erschöpft und die Menschen haben begonnen, in den Weiten des Alls nach Alternativen zu suchen. Federführend ist der RDA-Konzern, ein Raumfahrt-Konsortium, das nach wertvollen Ressourcen sucht und auf Pandora fündig wird. Doch der Abbau erweist sich als schwierig, weil sich auf Pandora nicht nur ein dichter Dschungel mit vielen unbekannten Lebewesen befindet, sondern auch weil er die Heimat einer intelligenten, humanoiden Spezies namens Na'vi ist, die dort im Einklang mit der Natur lebt.

Der Ex-Marine Jake Sully, der seit einer Verletzung bei einem Kampfeinsatz von der Hüfte abwärts gelähmt ist, wird nach Pandora geholt, um am Projekt AVTR (sprich: Avatar) teilzunehmen, und soll den Avatar – eine Kreuzung aus menschlichen und Genen der Na'vi – seines verstorbenen Zwillingsbruders übernehmen. Durch eine Verbindung des eigenen Geistes mit dem Avatar ist es möglich, die Umgebung frei zu erkunden und die Na'vi zu unterwandern. Für Jake bedeutet das AVTR-Programm nicht nur die Möglichkeit, wieder für die Regierung zu arbeiten, sondern vor allem, sich wieder frei bewegen zu können.

Auf einer Expedition in seinem Avatar wird Jake von der Gruppe getrennt und ist auf sich allein gestellt. Im dichten Dschungel wird er von Raubtieren angegriffen, doch wird er von Neytiri gerettet und beschützt. Sie führt Jake zu ihrem Stamm, den Omaticaya, die in einem über 200 Meter hohen Baum leben, und macht ihn mit ihrer Kultur vertraut. Durch seine wachsende Identifikation mit den Na'vi und die Liebe zu Neytiri verärgert er aber die RDA, die Jake von seinem Avatar trennen und ihm mitteilen will, dass sich unter dem Baum der Omaticaya die größte Ansammlung an Unobtanium, einem wertvollen Mineral, befindet. Jake soll die Botschaft den Omaticaya übermitteln und sie dazu bringen, den Baum zu verlassen – ohne Erfolg.

Die RDA bringt alle militärischen Truppen in Position, um die Omaticaya zu vertreiben, und zerstören dabei den Baum. Während sich die Truppen der RDA zurückziehen, schicken die Omaticaya Botschaften zu den anderen Stämmen der Na'vi um sie als Verbündete im Krieg gegen die RDA zu gewinnen. Bei einem erneuten Angriff der Menschen schlagen die Na'vi mit vereinten Kräften zu und auch Jake kämpft nun im Avatar auf der Seite der Na'vi. Doch der technologischen Überlegenheit der RDA sind die Dschungelbewohner zunächst nicht gewachsen.

Erst als die Na'vi besiegt sind, greifen plötzlich die Tiere des Dschungels von Pandora selbst in den Kampf ein und überrennen die Truppen der RDA mit zahlenmäßiger Überlegenheit. Nachdem das Militär besiegt ist, werden die auf dem RDA-Stützpunkt verbliebenen Mitarbeiter gezwungen, den Planeten zu verlassen. Nur den Menschen, die sich bereits auf die Seite der Na'vi geschlagen hatten, ist es erlaubt, auf Pandora zu bleiben. Jake wird schließlich bei einer Zeremonie der Omaticaya dauerhaft in den Körper seines Avatars transferiert.


Hat mir der Film gefallen?
Ja, und zwar aus diversen Gründen.
Erstens: Die Optik zusammen mit der Musik und dem 3D-Erlebnis. Wobei das 3D-Sehen ziemlich gewöhnungsbedürftig und anstrengend ist. Manchmal dachte ich aber wirklich, da fliegt grad ein Stückchen Asche/Laub/sonstwas vor meinem Gesicht rum. ^^ Oder das tolle Leuchten, das irgendwie alle Pflanzen und Tiere hatten.
Ach ja, ein bischen gewöhnungsbedürftig war auch die Sprache der Na'vi, die nur teilweise mit Untertiteln versehen war. ^^

Dann zweitens: Die Story. Ich hatte irgendwie das Gefühl, das da irgendwie alles sehr durchdacht war. zB das die Lebewesen auf einem Planeten mit niedrigerer Gravitation alle etwas größer und schlanker sind. Oder das man nicht plötzlich auf jedem anderen Planeten atmen kann. Es gab zwar auch ein paar Ungereimtheiten... aber die sind eigentlich halb so schlimm. (was mir gravierend aufgefallen sind, sind eigentlich nur die schwebenden Berge. Aber das dort zB die von menschen gemachten Maschinen dort nicht funktionieren, passt ja dann wieder. ^^) Schade, dass der Film nicht auf einer Buchvorlage basiert. Das Buch hätte ich gern gelesen!

Und als drittes und wohl letztes: das Gefühl, das dieser Film bei mir hinterlassen hat.
Er hat mich sehr tief berührt. Einfach aus dem Grund, das zwar der Ort und die Zeit andere waren... aber die Menschen waren, wie sie immer sind und sein werden. Rücksichtslos, kurzsichtig, brutal, desinteriessiert. Egal... worum es den Menschen geht, Ressourcen, Platz oder auch einfach die Meinung, das der eigene Weg der beste sei, sie wollen es mit aller macht durchzusetzen.
Und das nicht mal gegenüber anderen Spezies, das geht ja sogar zwischenmenschlich weiter!
Und das... hat dieser Film so deutlich für mich rüber gebracht... Ich konnte hinter den trauernden blauen Gesichtern die Indianer entdecken, die Sklaven und all die anderen Menschen, (und natürlich auch Tiere!), die von anderen Menschen ausgebeutet werden.

Natürlich hat der Film auch positive Seiten es Menschseiens gezeigt, zB die Fähigkeit zu Liebe und der Einsicht und des Kampfgeistes. Aber diese Brutalität! Und auch dieses autoritäre Denken! Da kann ich nur mit dem Kopfschütteln und mich fremdschämen. (wobei fremd relativ ist ^^)

Irgendwie hat der Film bei mir das Gefühl hinterlassen, dass es wohl genauso möglich wäre.
Zumindest wenn man die Geschichte und die Gegenwart betrachtet.
Dieses Gefühl liegt mir immer noch schwer im Magen.
(Einer der Sätze, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind: "Sieh in die Erinnerungen, die du bekommen hast. Auf unserem Planeten gibt es kein Grün mehr, keine Pflanzen, keine Tiere. Wir haben unsere Mutter umgebracht!" - als Jake (der Mensch) zu diesem Baum des Lebens betet)

Aber alles in allem kann ich sagen: Ich habe selten einen Film gesehen, der soviele Emotionen bei mir ausgelöst hat. (sogar so sehr, dass ich gar nicht bemerkt habe, das der Film fast 3 Stunden lang war. ^^)

Falls ihr noch eine Meinung haben wollt, einmal hier klicken bitte.
Dem kann ich mich gut anschließen!
Besonders dem hier: "Die Na'vi erweisen sich als die besseren Menschen - weil sie im Einklang miteinander und mit allem um sie herum leben, weil sie nicht vergessen, dass Sterben traurig ist, wenn sie sich selbst verteidigen."

Kommentare:

  1. Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, eben weil ich mir n Film noch nicht angeschaut habe - nach Weihanchten, und dann 3D!! *___*

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  2. omgomg, ich hab ihn gestern auch spontan mit tobi angesehen und ich kann das alles nur zu 100% unterschreiben! der film hat mir auch richtig gut gefallen (ich hab die nacht sogar davon geträumt @.@) und ich glaub, ich werd ihn nochmal ansehen. aber nicht in 3d, das fand ich persönlich nicht so prickelnd. irgendwie haperte es da noch ein bisschen an der umsetzung und mir haben irgendwie die spezifischen effekte gefehlt (immerhin hab ich hier fast 5€ mehr gezahlt :/). das war schade, aber sonst war der film toll.

    btw - alice trailer in 3d ♥♥♥ der sah hingegen seeeeehr gut aus.

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  3. Ach Iv, das ist ein echt schöner Bericht. Ich wollt's mir eh noch mit Ingo anschauen, ich werd aber wohl auf 3D verzichetn, das is echt anstrengend ;)

    freu mich voll auf den film :)

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  4. ich wollte mir den Film gar nicht angucken, weil ich irgendwie aus dem Trailer nicht ganz schlau geworden bin und es nicht soooo besonders beeindruckend fand ... aber vllt geh ich ihn mir ja doch noch anschauen *hmmm

    *auf kino-liste notier
    verdammt, die wird imme rlänger V.V

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