Dienstag, 22. November 2011

scheinfrei und doch nicht glücklich

Denn es kommt immer drauf an, auf welchem Stapel du liegst...

Ich habe heute meine Hausarbeit wieder bekommen und die gute Nachricht ist, sie ist bestanden und damit bin ich scheinfrei.
(das heißt zum Examen zugelassen).

Dumm ist nur (nein, dumm trift es nicht... ) das meine Arbeit auf dem falschen Stapel lag.
Es ist so, die Hausarbeiten werden bei uns meist von verschiedenen Leuten kontrolliert, das heißt es kommt eigentlich immer zu verschiedenen Bewertungen, je nachdem bei welchem Korrektor man erwischt hat.
Ich hatte jetzt mit einer Kommilitonin das Pech beim strengen Korrektor zu landen. Ein anderer Professor (der nicht mal richtig Verwaltungsrechtler ist!) hat unsere Arbeiten bewertet, mit dem Ergebnis, dass wir beide miese 5 Pkt. bekommen haben. (alle Arbeiten die von diesem Herrn T. bewertet wurden sind ziemlich schlecht ausgefallen!)
Nun hatte eine andere Kommilitonin das Glück auf dem anderen Stapel zu landen... Und was soll ich sagen.
Sie hat ihre Hausarbeit innerhalb von 10 Tagen gekritzelt, dabei alle Ideen von mir bekommen (da ich quasi die Lösung für die beiden entwickelt habe... allein sind sie nicht drauf gekommen), hat da dann nicht mal alles erledigt UND noch zusätzlich Fehler eingebaut (die von ihrem Korrektor teilweise mit "grober Fehler" und "schwerwiegender Fehler" kommentiert wurden was normalerweise übersetzt "durchgefallen" heißt) und sie hat 13 Punkte. DREIZEHN.
Ich gehöre zu den besten in meinem Jahrgang und im öffentlichen Recht war ich sogar unter den 4 besten... ich sauge mir alles irgendwoher... Und meine Bewertung kritisiert mir 2 oder 3 winzige Punkte... Und im Ergebnis sind das 8 Notenpunkte Unterschied!?!?!

Ach, das ist einfach SO UNFAIR!!
Ich kann nix dagegen tun, nicht mal die Arbeit nochmal schreiben, denn ich hab sie ja bestanden!!
Die sind doch alle bekloppt...

Ich kann mich nicht mal richtig freuen.
So ein Dreck.
Fiese Uni ist fies.

---

Nachtrag 24.11.:
Vielleicht hatten einige von euch das Gefühl, dass ich mit diesem Text die beiden Kommilitoninnen irgendwie angehen wollte. Das war nicht gemeint. Ich freue mich, für sie als Freundinnen, dass sie bestanden haben und dabei auch gute Noten rausspringen. Außerdem ist es natürlich nicht ihre Schuld, wie ich bewertet wurde. 
Es geht mir aber einfach darum, dass die Bewertungen so extrem unterschiedlich ausgefallen sind und zwischen den beiden Korrektoren solche riesen Unterschiede bestehen, sowohl in der Korrektur als auch der Notengebung. Das empfinde ich als unfair ist und es erschwert, die eigene Leistung korrekt zu beurteilen. 


Mehr wollte ich damit nicht sagen...

Kommentare:

  1. Ö____Ö Gibt es bei euch da keinen Zweitkorrektor? Bei uns im Master müssen solche Arbeiten immer nochmal von jemand anderem durchgelesen werden, um sowas zu vermeiden.

    Tut mir auf jeden Fall ganz doll Leid, Schnucki ;_; Manchmal ist das Leben einfach blöd. Musst du noch mehr Klausuren schreiben, oder wars das erstmal?

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  2. Ohje, das kenne ich. Bei meiner ersten Hausarbeit in der Schule hatten ich den strengenb Lehrer. Wir mussten wirklich dafür ackern, dass unsere Hausarbeit auch etwas wird. Ein andere kurs hat ohne große Mphe komplett 15 Punkte bekommen. Sie mussten nicht mal ein literaturverzeichnis machen.. aber ärger dich nicht zu sher, hilft eh nicht viel. Glückwunsch trotzdem zu deiner bestandenen Prüfung :)

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  3. @Muffin
    Richtig gute Arbeiten (so wie die 13 Pkt Arbeit) und durchgefallene werden vom Prof nochmal durchgesehen (na ja, ob sich da viel ändert wage ich zu bezweifeln...) aber da ich ja bestanden habe, schaut da niemand mehr drüber...
    Ich mein, die Note geht direkt nirgends ein, es kratzt nur an meinem Ego... (und es steht in der "Akte" die die Prüfer zum Examen von mir bekommen und sieht da dann scheiße aus...)

    Theoretisch muss ich jetzt erstmal keine mehr schreiben (nur noch die Examensarbeiten ^^°) aber ich überlege schon ob ich mich in den Klasuren nicht vielleicht noch mal verbessern soll. DIE darf ich nämlich nochmal schreiben!

    @living.lovely
    Danke schön.
    Ich versuche auch es von der guten Seite zu sehen...
    Doof ist halt nur, dass man nicht weiß, wer einen korrigiert und das macht mir gehörige Angst vor dem Examen... >.<

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  4. Das ist einfach große, fiese, miese, unfaire Scheiße!!!
    Ihr seid Jura-Studenten - ihr studiert das Rechtswesen - ihr sollt mal entscheiden, ob und wieso was rechtens ist und was nicht - und werdet SO scheiße unfair behandelt!!! Das ist doch absoluter Blödsinn -.-

    Wenn es nicht wahrscheinlich so sinnfrei wäre, würde ich echt sagen, widersprich da!! Aber darüber hatten wir ja schon gesprochen -.- doofer mist!

    *umarm

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  5. Ich weiß, dass man bei uns gegen die Note Einspruch erheben kann. Es gibt einen Prüfungsausschuss, der sich mit sowas befasst und gegebenenfalls eine Zweitkorrektur anordnet ...

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  6. @Carolin
    Ja, tatsächlich können wir das auch, das heißt Remonstrieren. Ich habe das auch überlegt, aber es ist einfach so, gegen die Kontrolle eines Professoren ist es schon ziemlich schwer bis unmöglich. Und da ich auch noch bestanden habe sind meine Chancen gleich null.

    :(

    @Palan
    Danke noch mal! *drück*

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  7. ;_; ach Mensch wie blöd ist das denn :(

    Das klingt echt schon heftig unterschiedlich, was die Benotung betrifft, erst Recht wenn die andere Arbeit so hingeschludert wurde :/

    Wenns bei dir wirklich nicht irgendwo fies reinzählt und du vielleicht durch Klausuren dich verbessern kannst, würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich eher diesen Weg gehen, als zu versuchen die Arbeit zu remonstrieren :(

    Ich weiß es klingt doof und wirklich echt ungerecht, aber du hast halt auch keine Ahnung, wen du als Prüfer im Examen hast und wenn einen ein Dozent erst mal auf dem Kieker hat und manche können mit Kritik nicht umgehen, dann kanns schon schwierig werden :(

    Wenn es allerdings bei euch an der Tagesordnung ist auch mal eine Arbeit zu remonstrieren und die Dozenten deshalb dann nicht gleich durchdrehen, wäre es natürlich eine Möglichkeit, erst Recht wenn deine Noten sonst so gut sind, das müsste ja eigentlich schon auffallen:(

    *knuddel*

    Die Plättchen sind übrigens angekommen, vielen Dank ^^

    Liebe Grüße und Kopf hoch
    Cypri

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  8. @Cypri
    Neee. Ich denke das grad dieser Dozent das ziemlich persönlich nimmt...
    Daher werd ich versuchen das irgendwie noch auszubügeln. Ist ja nur für mich.
    *seufs*

    Na ja, dann viel Spaß beim Basteln! :D

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  9. Anne (Paragräfin)23. November 2011 um 10:36

    Wie ärgerlich! Jura kann sooo ungerecht sein. Wir hatten in großen BGB-Übung mal einen ähnlichen Fall. Eine Kommilitonin hat alles von uns abgeschrieben. Sie hatte 13 Punkte und eine gute Freundin von mir hatte 6, obwohl es inhaltlich das gleiche war.
    Remonstrieren bringt erfahrungsgemäß meist eher wenig, vor allem wenn es nicht ums Bestehen oder Nichtbestehen geht.
    Versuch, es einfach abzuhaken. Da kräht nach dem Examen kein Hahn mehr nach, auch wenn es jetzt ärgerlich ist.

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  10. Vielleicht weißt du das ja, Anne:
    Ich hab jetzt Angst, dass sich die Note indirekt doch wieder auf meine Examensnote auswirkt, weil die ja spätestens bei der mündlichen Prüfung (vom Schwerpunkt mal ganz zu schweigen) in dieser "Prüfungsakte" drin ist und die Prüfer das dann sehen können.
    Stimmt das?

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  11. Anne (Paragräfin)23. November 2011 um 20:37

    Der Vorsitzende in meiner mündlichen Prüfung hatte die Noten vorliegen, aber er ist im Vorgespräch nur auf den Schwerpunkt und die Examensnoten eingegangen. Wenn du bisher überdurchschnittlich gut im Studium warst und sich das in den restlichen Noten widerspiegelt, wird jeder noch so gemeine Prüfer die 5 Punkte als das erkennen, was sie sind: eine schlampige Korrektur oder maximal ein Ausrutscher. Eher kann es dir passieren, dass die Noten in der mündlichen Prüfung sich an dn schriftlichen orientieren, was auch gemein ist. Aber ich bin mir fast sicher, dass die 5 Punkte in der großen HA keinen negativen Einfluss haben.

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