Montag, 14. Mai 2012

noch 100 Tage - Gedanken zum Staatsexamen

Bei einem Blick auf die Sidebar hier in diesem Blog werden zweierlei Sachen deutlich:
Einmal habe ich es endlich geschafft, alle meine Kurzskripten zu allen prüfungsrelevanten Rechtsgebieten fertig zu stellen, yay!
Andererseits sind es nur noch 100 Tage bis zum Tag X, dem Tag der ersten Prüfung.
Gestern habe ich schon meinen Zulassungsantrag gezeigt, den ich irgendwann diese Woche abschicken werde (nachdem ich noch einige beglaubigte Kopien von Uni-Unterlagen anfertigen muss), heute mal so eine kleine Bestandsaufnahme von meiner Vorbereitung bisher und den zukünftigen Plänen.

Diesem denkwürdigen Tag wollte ich zumindest einen Eintrag widmen, auch wenn ich hier sonst nicht so viel von der Uni teile (ist glaube ich auch eher langweilig. ^^).
Eins muss ich als aller erstes feststellen: so viel wie in den letzten Monaten habe ich noch nie gelernt (und zwar sowohl aktiv vom Zeitaufwand her, als auch passiv von dem was mir die Profs beigebracht haben, als auch vom Kontinuitätsgesichtspunkt!).
Die Entscheidung ins Uni-Rep zu gehen habe ich bisher auch nicht bereut. Auch wenn ich bei einigen Dozenten wirklich Bedenken hatte, ob sie den Stoff gut vermitteln können (was nämlich teilweise vorher in anderen Vorlesungen sehr zweifelhaft war), haben sich fast alle sehr positiv gezeigt. Ist halt doch was anderes, ob man kleine Erstis vor sich hat oder Examenskanditaten, schätze ich.
Den Klausurenkurs hätte ich zu Anfang wohl noch etwas ernster nehmen können, allerdings fand ich für mich am Anfang wirklich wichtig, die Grundlagen noch mal zu wiederholen (oder - ehrlich gesagt teilweise - überhaupt erstmal zu lernen), daher kann ich mich jetzt mit einer soldien Basis auf weitere Klausuren stürzen.
Das wird jetzt wohl auch das Hauptaugenmerk werden, Fälle lösen. Ich habe einige Bücher hier, und falls mir die Sachverhalte dann ausgehen sollten, gibt es ja immer noch Fälle in den Ausbildungszeitschriften. *g* (Wobei ich nicht denke, dass das passieren wird).

Daneben beginnt nun der unangenehmste Teil der Vorbereitungen: So langsam Definitionen und Schemata in den Schädel hauen. Vieles ist ziemlich automatisch schon drin durch stetes Wiederholen... Aber einiges eben auch nicht.
Daneben werden Karteikarten gelesen (fertige, von Aplmann-Schmidt, die sehr sehr ausführlich sind, oder vielleicht auch Niederle, die nicht so ausführlich, aber dafür nach Frage-Antwort gestaltet sind), sowie Aufsätze und Urteile. Und natürlich ganz wichtig: Nachrichten schauen. *g*
Soweit steht also der Plan.

Und in der meisten Zeit denke ich auch, dass ich das schon irgendwie schaffe. Und dann kommt aber wieder der Zweifel. Wars genug? Werde ich in der Prüfung ein Black-Out haben? Oder verschlafen?
Aber gegen diese langsam aufwallenden Nervositätsanfälle hilft derzeit noch mein "es ist nur der Freischuss"-Mantra. *g*

Außerdem relativiert sich die Situation derzeit schon wieder. Hatte ich erst nur Angst, ob ich die schriftlichen Prüfungen bestehe, hat sich nach kurzer Zeit schon eine "oh mein gott wie soll ich nur einen Tag mündliche Prüfung durchstehen"-Angst eingestellt.
Und nachdem ich letzte Woche bei einer Veranstaltung zum Schwerpunktbereich war (der zweite Teil des Staatsexamen, diesmal nicht staatlich sondern universitär geprüft), relativiert es sich wieder. Nun hab ich Angst, meine Schwerpunktsbereichsarbeit (vergleichbar mit einer BA, schätze ich mal) nicht in 6 Wochen zu schaffen. Zumal man an Tag 1 auch erst sein Thema erfährt, man kann also nix vorbereiten ... und muss danach gute 4-5 Monate auf Ergebnis und mündlichen Prüfungstermin warten ... Argh. Es nimmt kein Ende.
Und danach: Referendariat. Oh man. Alles ist relativ, echt. *g*

Das wichtigste, was ich in dieser Zeit gelernt habe:
Auf sich hören, Pausen machen, wenn einem danach ist, nicht von anderen verrückt machen lassen. Und auch ein bischen diszipliniert sein. ^^
So klappts hoffentlich auch mit dem Staatsexamen. *g*

Weil ich mich an meine eigenen Vorsätze halten muss, werde ich mich jetzt noch mal einem Fällchen widmen. Und mich dann irgendwann zu einer Tasse Kaffee und Reißverschlussshopping in die Stadt aufmachen. ;)

Kommentare:

  1. Ich kenn das ja mit den Panikschüben. Aber wie du schon sagtest - wenn du deinen Weg gehst und diesen auch weiterhin straff durchziehst, dann wird das sicherlich werden.
    Ein quäntchen Glück ist ja auch dabei (was wird im Examen dann schließlich gefragt?) und bei den Mündlichen ist die halbe Miete schon gewonnen, wenn man eine gewisse Souveränität ausstrahlt - und da mach ich mir bei dir gar keine Sorgen!

    Und das Mantra ist auch noch da und tröstet, genau ^^

    Und jetzt schauen wir mal und krempeln die Ärmel hoch zum Definitionen pauken! :) die letzten 100 Tage rockst du das auch noch *tschakka :)

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