Mittwoch, 23. April 2014

Für Rhabarber-Skeptiker: Rhabarber-Crumble

Spargel, Pilze, Rhabarber - viele Dinge haben sich mir geschmacklich erst nach über 20 Jahren Verweigerung erschlossen (und im mäkeln bin ich echt klasse *g*). Rhabarber ist erst seit dem letzten Jahr gelegentlich Gast auf meinem Speiseplan, selbst habe ich ihn darüber hinaus noch nie zubereitet! 
Nun ja, zumindest bis gestern. Nach unserem Osterbesuch hatten mir meine Großeltern erste Gartenfrüchte eingepackt, darunter nun auch ein paar-rosa grüne Stengel. Kompott hatte mich bisher nicht so überzeugt, es war mir einfach zu sauer... Ein paar Grübeleien und etwas Surfen im Netz später hatte ich die erste Idee: Rhabarber-Crumble! 
In meiner Vorstellung passen die süßen Knusperkrümel einfach ideal zu dem säuerlichen Obst (ist das eigentlich Obst? Sieht eher aus wie Salat... Ah ja, Wikipedia sagt zu dieser Frage: Rhabarber gilt wegen seiner Zubereitung gemeinhin als Obst, obwohl er eigentlich zu den Gemüsen zählt. Also habe ich Gemüse-Crumble gemacht! ^^°). Lange Rede, kurzer Sinn: Die Umsetzung hat sowohl mich als auch mein Versuchskaninchen Christina überzeugt, also erhaltet ihr jetzt hier das Rezept! ;)

Rezept für 2 Portionen
Zutaten:
- 3 Stangen geschälter Rhabarber, in kleine Scheiben geschnitten
- 6 tiefgekühlte Erdbeeren
- 70g Mehl
- 70g Zucker
- 50g Butter

Zubereitung:
1. Den Rhabarber und die Erdbeeren in eine kleine Auflaufform schmeißen.
2. Mehl, Zucker und Butter zu Streuseln verkneten.
3. Streusel über das Obst streuseln.
4. Den Crumble bei 175°C für ca. 30min in den Ofen stellen (oder bis er goldbraun ist)
5. Genießen! Gern auch mit Sahne oder Vanilleeis! Yumm!

Wichtig ist, das der Rhabarber gut durchgegart wird, wie ich ebenfalls grad bei Wikipedia gelernt habe ist, das man dieses Gemüse nicht roh essen sollte (wie gut, das ich die Idee, ihn im Smoothie zu verwenden, wieder verworfen habe!).

Kommentare:

  1. Rhabarber for the win! Ich liebe das Zeug abgöttisch - bei mir Zuhause warten noch zwei Stangen darauf zu Kompott verarbeitet zu werden.
    Dazu ein Tipp: Rhabarber am Tag zuvor kleinschneiden und mit Zucker gemischt über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag sind die Stücke nicht mehr so sauer und schon recht weich - damit ideal, um sie im Kuchen zu verwenden oder in Kompott umzuwandeln. :)

    Aber ja: roh essen ist eine schlechte Idee. In dem Zeug ist - soweit ich weiß - Blausäure drin wie in grünen Bohnen.

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    1. Deine "kleine Vorliebe" habe ich ja schon bemerkt - ein Grund mehr dem ganzen noch eine Chance zu geben! :D
      Danke auch für den Verarbeitungstipp, das werde ich mir merken!

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  2. Also ich hab den als Kind immer roh gegessen, und ich lebe noch. Vermutlich machts die Menge. Ne Stange war gerne mal weg früher.
    Aber das Rezept sieht sooo lecker aus, das probiere ich sicher mal aus :)

    Beste Grüße,

    Kivi
    von
    http://kivi.dreamwidth.org/

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    1. Ist Rhabarber roh nicht sehr sauer? ^^
      Ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut, zu probieren, dabei bin ich da sonst nicht zimperlich. ^^

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  3. Rhabarber ist grosses Tennis. Ich bin auch ein riesen Fan und habe es zu meiner Aufgabe gemacht, Leute mit Rhabarber Kuchen und Muffins von ihren Kindheitstraumata zu heilen. Lol.

    Dein Crumble sieht definitv nach einer weiteren Waffe in meinem Arsenal gegen des Rhabarbers schlechten Ruf.

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    1. Dieses Kindheitstrauma scheint so ein jüngeres Ding zu sein... Vielleicht missioniere ich jetzt zukünftig auch ein bischen. *g*

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  4. Boah! Den in Krempel reinzupacken ist ein super geniale Idee!!! Das werde ich dann vllt. auch mal machen *myamschleck ^^

    eine Freundin von mir hat früher immer den rohen Rhababer in Zucker getunkt und ihn dann abgeknabbert. Aber für mich war das nix, ich bin auch der Überzeugung, dass das Zeug gekocht/gegart gehört ^^;

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    1. Ich glaube mit dem Krempel könntest du auch Sebastian überzeugen, grad wenn die Erdbeeren mit ihrer Farbe den Rhabarber etwas verstecken. *g*

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