Freitag, 25. Juli 2014

Der Trend geht zum Zweitschreibtisch

Vor fast vier Wochen habe ich meine Masterarbeit abgegeben. Ergebnisse habe ich natürlich noch keine, aber von einigen Lesern habe ich bereits etwas mehr Feedback bekommen. So wurde schon mal ein weiterer Rechtschreibfehler gefunden (doppelte Prädikate... meine Achillesferse. Oder besser: Eine von vielen ^^) aber es wurde auch mein Schreibstil gelobt. Das freut mich besonders, den ich finde, viele juristische Texte zeugen nicht grad von sprachlichem Können.

Nichtsdestotrotz nimmt dieses Thema bei mir derzeit recht wenig Raum ein. Einmal muss ich ja sowieso warten (ob ich mich nun verrückt mache oder nicht!). Andererseits ist da ja nun die Dissertation. Ein befremdliches Gefühl, das ich jetzt tatsächlich eine Doktorarbeit schreiben soll? ^^ 
Die Schreiberfahrung zeigt, dass ich zu Hause gern vom Arbeiten abgelenkt werde. Der Lesesaal unseres Juridicums ist aber auch nicht optimal, immerhin handelt es sich quasi um ein Großraumbüro mit 280 Mitarbeitern. ^^ Aber auch dafür gibt es eine Lösung!


Dieses künstlerisch wertvolle Handyfoto zeigt meinen jungfräulich zugekramten Schreibtisch in unserem Doktorandenkabinett. Für zwölf Personen ausgelegt, ist es durch die Bibliothekt zu erreichen. Die Glastür, die den Raum vom großen Lesesaal trennt, ist mit der Aufschrift "Doktorandenkabinett - Zutritt nur für Doktoranden nach Genehmigung" verziert.
Neben dem wunderbar großen Arbeitsplatz gehört noch ein Bürokontainer und ein recht unbequemer Stuhl zur Grundausstattung. Bei meinen Kollegen habe ich an den Trennwänden schon Klebezettelchen u.ä. gesehen, man verwächst vermutlich im Laufe der Zeit mit seinem Platz. Im Moment, fühle ich mich eher noch wie ein Gast. ^^


Der Ausblick von meinem Platz ist recht unspektakulär - die anderen Arbeitsplätze, Holzrollos, um ein bisschen Privatssphäre zum großen Lesesaal zu haben sowie ein kleines Fenster, das sich nicht öffnen lässt - aber mehr brauche ich auch gar nicht.

Zu diesem Arbeitsplatz werde ich mich jetzt auch wieder begeben, auch wenn ich bei dem Wetter lieber zu Hause gemütlich Tee trinken und Lesen (natürlich Fachaufsätze ^^) würde. Aber es kommt immer anders als man denkt: Als ich gestern statt der veranschlagten 15 Klausuren gut das Doppelte mitnahm, gabs zwei kleine Nebenjobangebote als Bonus! Daher werde ich im neuen Semester wenige Stunden in der Woche am Lehrstuhl meines Doktorvaters arbeiten. Mehr Arbeit - aber die wird sicherlich toll!
Hoffentlich darf ich dann meinen Schreibtisch behalten. ^^

Kommentare:

  1. Ach wie cool, da kannst du sicherlich viel entspannter arbeiten. Musst du für das Privileg, dort arbeiten zu dürfen, etwas bezahlen oder wird dir das als Doktorantin einfach mitgegeben?

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    1. Bezahlen muss ich dafür Gott sei Dank nichts - nur Glück muss man haben. So wie ich, ich musste nicht auf die Warteliste, da grad ein Platz frei wurde.
      Ach ja, einen Platz bekommt auch nur, wer nicht an einem Lehrstuhl angestellt ist (weil es da entsprechende Arbeitsräume gibt).

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  2. Yay, der Ausblick ist vllt. nicht super special, aber ich glaube so als Arbeitsatmosphäre doch schon ganz chic :) Schön, dass du den Tisch bekommen hast.
    Und wuhu zu den Jobs! Das musst du mir dann auch noch mal berichten ^^

    Hach. Frau Doktorandin. Gott, ich kenne jemanden der promoviert. Supi ^^

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    1. Wer braucht Ausblick, wenn er Einblick hat, nicht wahr. XD
      (ich denke mir auch manchmal "woa. du kennst wen der promoviert! Ach fuck. Das bist ja du selbst"... XD)

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  3. Ui, jetzt bin ich erst Recht gespannt, wie das bei mir so wird. Ich habe ja mittlerweile glücklicherweise auch eine Stelle gefunden, fange im Oktober an und die Dozentin/Betreuerin (Heißt das dann Doktormutter?! O.o =P) meinte beim Bewerbungsgespräch auch ich werde mir dann ein Büro mit den anderen Doktoranden teilen. So richtig kann ich mir das mit dem eigenen Schreibtisch außerhalb der eigenen vier Wände auch noch nicht vorstellen, aber das geht mir mit der Promotion an sich wohl auch so. (Neulich als ich kurz nach der Zusagen ein paar Freunde meines Freundes kennen gelernt habe meinte einer auch gleich beim meinem Dazustoßen etwas wie "Boah, Leute, unser IQ hat sich gerade mindestens verdreifacht!" xP)

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    1. Herzlichen Glückwunsch zur Zusage! *jubel*
      Glaube mir, so ein Büro wirst du ganz schnell zu schätzen wissen! Ich möchte meines nicht missen! :D

      Ich würd übrigens der Einfachheit halber Doktormutter sagen. ^^
      (Wie gut, das ich einen Doktorvater habe... da stellt sich diese Frage nicht ^^)

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