Dienstag, 17. März 2015

Leipziger Buchmesse auch für DIY-Fans?

Einige von euch haben schon danach gefragt, ob es einen Bericht zur Leipziger Buchmesse von mir geben wird - und da kann ich nur ganz euphorisch "Natürlich!" rufen! ^^ Wann berichten Blogger nicht von irgendwas? *g*


Bevor ich mich aber noch mal im allgemeinen und besonderen Schwadronieren ergehe, verweise ich zunächst auf meinen ausführlichen Bericht im Deep Ground Magazin. Dort widme ich mich den völlig überhöhten Futterpreisen (3,80€ für nen Milchkaffee. Ich fasse es immer noch nicht), den überfüllten Hallen (251.000 Besucher!) und meinem fehlenden Zeitmanagement (ich lerne es vermutlich nie). 

Allgemeine Impressionen. Noch mehr findet ihr im Deep Ground-Artikel!

 Hier für euch habe ich einen Schwerpunkt gesetzt - und mich mal in Sachen DIY-Verlag auf der LBM umgesehen. Zusammen mit Silvi und Jen habe ich mir die Finger wund geblättert, um neue Trends aufzuspüren (das Knooking im letzten Jahr habe ich ja beispielsweise verpasst. ^^°).

Suchen, Finden, Stöbern - lustigerweise hab ich ausgerechnet "Westeros" in der Hand. ^^
Zunächst sei angemerkt: Wenn ihr auf der LBM gezielt nach Handarbeitsbüchern sucht, müsst ihr euch durch alle Hallen wühlen. Denn auch wenn sich die Situation durch die neue, eigene Halle für die Manga-Comic-Convention etwas entspannt hat, ist die Ordnung auf der Buchmesse irgendwie nicht besser geworden. Ständig springt man von einem zum nächsten Verlag, dann muss man doch wieder die Halle wechseln ... Die Massen umgehen funktioniert also nicht. 
Zumal die DIY-Bücher, wenn es denn mal welche gab, auch immer ziemlich gut belagert wurden. Man sieht halt: DIY ist trendy!

oben: Christophorus Verlag, unten: Topp Kreativ

Die flächen- und angebotsmäßig größten DIY-Aussteller waren der Christophorus Verlag und Topp Kreativ (die natürlich trotzdem nicht mit den "ganz großen" mithalten können).
Den Christophorus Verlag kannte ich zugegeben nicht mal vom Namen, allerdings hatte ich natürlich schon mal eine "Molly Makes" in der Hand (auch wenn ich noch nie eine gekauft habe). Das Angebot war sehr vielfältig, so richtig im Gedächtnis geblieben ist mir aber nur "Farbenspiele. Patchworkmotive in freier Schneidetechnik". Beim ersten Durchblättern fühlte ich mich etwas an "Quilten mit Pep" erinnert.
Informativ war außerdem das kleine Gespräch am Stand, wo uns Makerist ein bisschen nähergebracht wurde - inkl. Gutscheinen über 10€ für das Portal, an dem man Materialen und Anleitungsvideos shoppen kann. Wird demnächst getestet! ^^

Topp Kreativ war mir schon eher ein Begriff. Die zeigen sich im Umgang mit dem Internet und neuen Techniken ziemlich fleißig: Es gibt ein online-Magazin, einen Kreativzirkel und ganz neu die "Mach Was!-App".
Von den kleinen Kreativheftchen hatte ich auch schon ziemlich viele in der Hand (und besessen habe ich sicherlich auch schon einige!). Außerdem beeindrucken mich die "Standard-Werke" jedes Mal, wenn ich sie in der Hand halte. Hier könnte ich mir vorstellen, mal auf das Häkeln-Standardwerk zurückzugreifen, aber ansonsten ist mir im Buchangebot sonst nichts außergewöhnliches aufgefallen.
Ach doch, eins ist doch nennenswert. "Süße Liebe" lohnt allein wegen der wunderschönen Bilder!

Wer noch gut in diese Reihe gepasst hätte, ist der GU-Verlag. Die waren aber anscheinend gar nicht auf der Buchmesse vertreten.

v.l.n.r.: Bassermann Inspiration, Dorling Kindersley Verlag, Stiebner Verlag und Coppenrath.

Ebenfalls mit kreativen Büchern vertreten waren Bassermann Inspiration, der Dorling Kindersley Verlag, der Stiebner Verlag und Coppenrath. Den Stiebner Verlag mal ausgenommen (den regelmäßige Blogleser eh schon kennen), handelt es sich bei den anderen dreien um echte "Gemischtwarenläden", die zwischendurch immer mal wieder nette DIY-Bücher haben, aber zumindest hier auf der Messe nicht aus der Masse heraus stachen.
Optisch bezaubernd war allerdings "Elfenstrick" - nur leider ist das wohl aus bekannten nichts für mich. Auch nach dem Blättern fest auf meiner Wunschliste ist allerdings "Tangle-Muster für Quilter und Stoffkünstler".

Tja, damit ist mein Fazit wohl ein bisschen langweilig, aber auch beruhigend: Ich habe noch keinen neuen DIY-Trend verpasst. Abgesehen von den vielen Bloggern, die zu Autoren werden und theoretisch frischen Wind in die etwas staubige Buchszene bringen, blitzen hier und da schon einige Buchperlen hervor. Der überwiegende Teil der Verlage tendiert aber für meinen Geschmack immer noch zu sehr zu "savety first".

Hier darf es gern noch ein bisschen mutiger werden. Wir brauchen nur eine begrenzte Anzahl von Standardwerken, wie wäre es stattdessen endlich mal mit einer deutschen Ausgabe eines Cathedral Window Buches? Aus der Papierecke weiß ich außerdem, das der Markt im Scrapbook-Buch bereich auch noch ziemlich leer ist.


Als fleißiges Dreigespann haben wir natürlich ganz fleißig nach neuen Büchern Ausschau gehalten und Fotografiert, was uns vor die Linse kam. Ein bisschen Sahne oben drauf gab es aber auch: Beim Blogntalk von Randomhouse gab es zum Beispiel Sekt und Macarons
Damit fühlte sich zumindest dieser Teil meiner to do-Liste ziemlich erfüllt an. Andere Dinge habe ich auch dieses Jahr nicht wirklich geschafft... Aber es muss ja noch was fürs nächste Jahr bleiben, nicht wahr?
Was sich auf jeden Fall nicht ändern soll: Meine großartige Begleitung. Nächstes Jahr treffe ich dann vielleicht auch einige von euch für ein Selfie? ;)


Kommentare:

  1. Elfenstrick hab ich zuhause :D Das hat mich so richtig gefangen und "kauf mich, kauf mich!" gesäuselt. Nachgestrickt hab ich aber noch nichts.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. An dieser Stelle fand ich es direkt auch mal wieder schade, eine Stricknulpe zu sein. ^^
      Vor allem gibt es ja noch viel mehr solcher tollen Strickbücher - "Märchenhaft stricken" fällt mir da zum Beispiel ein. <3

      Löschen
  2. Schöner Bericht, ich werde gleich mal zu Deep Ground rüber gucken und Makerist interessiert mich auch, da warte ich mal deinen Erfahrungsbericht ab ;)

    Liebe Grüße, Jessica

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ui, das freut mich! :D
      Makerist ärgerte mich grad schon ein bisschen. *nerv* Mal gucken, ob sich das noch irgendwie klären lässt...

      Löschen
  3. Ich war noch nie auf der Leipziger Buchmesse, obwohl ich so viel lese! Aber ich denke, ich wäre mit den Menschenmassen überfordert und könnte gar nicht alles mitnehmen, was ich wollte...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielleicht schaffst du es ja mal, an einem FR (oder DO?) hinzufahren?
      Da ist es sehr viel entspannter (wenn auch immer noch voll). Würde ich nicht in der Nähe wohnen, würde ich vermutlich aber eher nicht hinfahren und mir lieber einen gemütlichen Tag in der Bibliothek oder im Buchladen machen... ;)
      Is auch wichtig!

      Löschen
  4. Ich fand es auch richtig, richtig schön mit euch die Buchmesse unsicher zu machen. Hiermit melde ich schon mal eine Wiederholung im nächsten Jahr an! :)
    Ich bin tatsächlich auch gefühlt immer noch nicht wieder zuhause angekommen und habe auch noch so viele Sachen offen auf meiner Liste, die ich dann erstmal abarbeiten muss (Emails an verlage schreiben, Programme sichten, Fotos bearbeiten und dann natürlich auch meine berichte tippen...) - puh, ich brauch sicher noch ein bisschen zeit, bis ich all die eindrücke verdaut habe ^^

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na dann schreiben wir 2016 direkt mal auf die Agenda! *g*
      Ich bin gespannt, was du noch von der LBM zeigst!

      Löschen
  5. Ich möchte nächstes Jahr auch eine Wiederholung, bitte! :D

    Ich werde auch alle meine Fotos erst nächste Woche sichten können. Es sind ja zu den LBM-Fotos auch noch Dresden-Fotos gekommen.

    Schöne Eindrücke hast du eingefangen. Und ich mochte auch deinen Bericht bei Deepground. :)

    AntwortenLöschen
  6. Wie schön! Vielen Dank für den ausführlichen Bericht :)
    Die Menschenmassen würden mich auch eher abschrecken, aber irgendwann will ich trotzdem auf die Leipziger Buchmesse. Vielleicht schon nächstes Jahr? :D
    Liebe Grüße,
    lotta

    AntwortenLöschen