Donnerstag, 30. April 2015

Schon fast eine Erfolgsstory!

Zwar kann man meinen Bericht vom Dienstag nicht wirklich als Fail einstufen, aber so richtig erfolgreich war ich ja nun auch nicht. Bevor ich also weiter an dieser Front kämpfe, soll es ein bisschen positiver zugehen - außerdem lag Projekt Watson auch schon ziemlich lange herum, ohne das etwas damit passiert ist. ;)


Zur Erinnerung: Der erste Watson sah von außen schon recht nett aus - passte aber vorn und hinten nicht. Wie auch bei der Dachkragen-Jacke reichte das Größenspektrum des Kaufschnittes einfach nicht aus. (Mhm. Zeichnet sich hier etwa ein Muster ab? ^^)
Nun habe ich mich also auch hier an einer Änderung versucht - die ich aber nicht so detailliert zeigen kann, ihr versteht schon. ;)

Der Watson wird bei RUMS verlinkt. ^^

Das ist also Watson Nr. 2!
Ihr erkennt Gemeinsamkeiten, nehme ich an. Nachdem mir der flutschige Lycra als Oberstoff erstaunlich gut gefallen hat, habe ich die letzten Reste hervorgekramt und damit zumindest die inneren Cups und das Mittelstück des Unterbrustbandes gestaltet.
Im Übrigen besteht auch dieser Watson aus Charmeuse, Miederstoff und verschiedenen Wäschegummis.


Von Außen ist mir auch dieses Mal sogar die feine Spitze zwischen den Cups gelungen, und obwohl ich einige Materialmängel zu verkraften hatte, habe ich besser als beim ersten Mal darauf geachtet, wie das Muster platziert ist.

Außerdem haben sich die Materialien wieder ganz ordentlich unter der Nähmaschine benommen - abgesehen von diesen flimsigen kleinen Ringen, durch die die Träger gesteckt werden. Da habe ich erstmal einen kaputtgenäht. ^^°


Wie schon beim ersten Versuch sieht aber das Innenleben nicht besonders hübsch aus. Vor allem die Befestigung der Träger an den Cups und dieses störrische Dreieck dazwischen gefällt mir überhaupt nicht. 
Ich werde mal sehen, ob ich mir ein bisschen was abschauen kann bei der Verarbeitung von Bügel-BHs. Wobei - wenn ich richtig darüber nachdenke, werden da diese Stellen doch eigentlich nur durch Gummis oder Bügeltunnelband versteckt. ^^°


Abgesehen von diesen Schönheitsfehlern kann ich aber verkünden: Er passt (weitgehend)!
Nicht ganz 100%, aber soweit, dass er tragbar wäre. Ja, wäre! Denn eins macht mir einen ganz gewaltigen Strich durch die Rechnung: Das Trägerband. Das ist einfach viel viel viel zu locker, keine Ahnung was ich da falsches gekauft habe. Sicherlich wäre das noch verkraftbar, wenn das Unterbrustband ein bisschen fester sitzen würde, so aber muss ich da definitiv noch ein wenig dran feilen.


Hier seht ihr mal die originalen Schnitteile (ausgedruckt) im Vergleich zur ersten Änderung (liniertes Papier). Das hat nur noch in Grundzügen was miteinander zu tun, ne? ^^

Nachdem Watson Nr. 2 fertig wurde, habe ich an der Cupform noch etwas verändert, um die Brust noch etwas mehr in Form zu bringen. Außerdem habe ich das Unterbrustband nach oben hin etwas verjüngt - das passte irgendwie auch noch nicht so recht zu meinem Körper.

Beide Watsons nebeneinander.
Nun habe ich also einen ziemlich bequemen BH-Schnitt, zumindest in der Theorie. Leider sind mir dabei auch einige Grundzutaten ausgegangen, sodass ich mich nicht gleich an Watson Nr. 3 setzen kann - dabei interessiert mich doch so, ob aus diesem "bequem-BH" vielleicht doch etwas alltagstaugliches werden könnte! 

Auf meiner neu eingerichteten Unterwäsche-Pinwand habe ich schon fleißig Ideen gehortet. Ganz akut bräuchte ich auch einen BH mit im Rücken überkreuzten Trägern. Oder zumindest dekorativen Trägern, diese Variante finde ich zum Beispiel extrem hübsch! 
Und passende Strumpfhalter wären auch grandios...

Ich bin definitiv ziemlich infiziert mit dem Unterwäsche-Näh-Virus... Aber erstmal soll es an der Jackenfront weitergehen. Versprochen. ;)

Dienstag, 28. April 2015

Das Grauen in kleinen Falten

Einen wunderschönen guten Abend! 
Na, seid ihr heute auch alle schön nass geworden? ^^
Ich schon, Regen sei dank. Jetzt wärme ich mich an einer schönen heißen Tasse Aprikose-Pfirsich-Tee und am Klackern meiner Tastatur. Nachdem ich letzte Woche ein bisschen erzählt habe, wie nach Sarah Veblen Schnittanpassung mit Probeteil funktionieren kann, gibt es heute die passenden Einblicke dazu!  

Von vorn...

Der Ausgangspunkt ist das Schnittmuster, genau so wie es von Burda kommt. Ich hatte bei der Größenauswahl den Hinweis ignoriert, nach dem Brustumfang zu gehen, weil es diese Größe sowieso nicht gibt und habe einfach die größte Größe, also eine 42, zugeschnitten.

Auch wenn man theoretisch schon vor dem ersten Probeteil Änderungen vornehmen könnte (Veblen verfährt nicht so, ich habe es aber durchaus schon so in anderen Blogs gesehen), wollte ich erstmal gucken, wie sich der Schnitt so verhält. 

Wichtig bei Probeteilen von Oberbekleidung: Erstmal klein anfangen. Also ohne Ärmel, ohne Kragen, ohne Rockteil (oder in diesem Fall ohne den angesetzten Rest der Jacke).

... von hinten ...

Auch am Rücken habe ich alles so gelassen wie es ist. 
Allerdings habe ich schon im Schnitt eine HBL (horizontale Bezugslinie) markiert, das ist der Streifen, der über der Taille zusätzlich eingezeichnet ist. Wichtig sind außerdem die rückwärtige Mitte (hier die Naht) und die vordere Mitte.

... und von der Seite.
Tja, und da stand ich nun. 
Ihr musstet nicht mit ansehen, wie ich mich in diesem Probeteil gefühlt habe (ihr habt nur vielleicht das Gejammere über den Schnitt gelesen? ^^) - und auf den ersten Blick sieht es auch gar nicht sooo schrecklich aus, oder?

Nun, weil die Fotos vielleicht nicht so aussagekräftig sind - und ich selbst im Erkennen von Fehlern noch üben muss - habe ich euch die Bilder mal ein bisschen markiert! ;)


Am schlimmsten sieht es eindeutig von der Seite aus. Schon beim ersten Anprobieren hatte ich das Gefühl, dass der Schnitt zu eng und zu weit zu gleich ist. 
Zu weit ist es beispielsweise im Nacken gewesen (1). Auch an an der oberen Schulterpartie war es irgendwie viel zu locker (2 + 8). Auch an der rückwärtigen Teilungsnaht gab es irgendwie zu viel Stoff bzw. fiese Falten, die da nicht hingehörten (6). Zudem saß die Schulternaht falsch (3).
Vorn war es dann natürlich viel zu eng. um die Brust herum gab es sehr starke Zugfalten (4), und - was sich hier zugegeben nur erahnen lässt - die HBL zog sich nach oben, also gerade heraus aus der Horizontalen (7). An der vorderen Teilungsnaht oben, zum Armausschnitt hin, war allerdings wieder viel loser Stoff.

Um es übersichtlicher zu machen, habe ich die Probleme jeweils nur an einer Seite eingezeichnet, allerdings bestanden sie immer auf beiden Seiten.

Die Weite im Nacken lässt sich auch von Hinten ein bisschen erahnen (1), auch die verzogene Schulternaht lässt sich erkennen.
Neu ist hingegen, dass das Armloch nicht passt: Nicht nur, dass an dieser Stelle zu viel Stoff ist (8), auch die Schulter ist an dieser Stelle viel zu breit ausgeformt, sodass das Armloch zu weit außen sitzen würde.
So zwar nicht unbedingt zu erkennen ist, dass der Schnitt an der Taille für eine Jacke einfach viel zu eng saß (10). Ein bisschen Bewegungsfreiheit ist doch schon von Vorteil, schätze ich. ;)


Von vorn schließlich erkennt man gut noch mal, dass an der vorderen Teilungsnaht zum Armloch hin zu viel Stoff ist (5). Auch die Zugfalten um die Brust (4) sind ziemlich gut erkennbar. 
Ziemlich getrickst habe ich ehrlich gesagt bei der vorderen Mitte (11): Eigentlich hätten diese Markierungen so gar nicht übereinander gepasst, dafür musste ich mich echt ziemlich in den Schnitt reinpressen... ^^ Aber auch so wird hier klar: Da fehlt ganz viel Weite! 
Da ist es fast nebensächlich, das die Schultern auch noch insgesamt viel zu weit außen saßen (12).

Tja. Und nun saß ich da und dachte kurz daran, das ganze Ding einfach in die Ecke zu werfen. Vor lauter Zwicken, Zwacken und Schlackern wusste ich nicht so recht, wo ich überhaupt anfangen sollte ...

Wie gut, das ihr jetzt schon wisst, das ich das nicht getan habe. *g*
Allerdings müssen die Änderungen noch ein bisschen Warten, ich will die Fotos auch noch ein bisschen aufbereiten - damit ihr im Strichelchen-Chaos überhaupt noch durchseht. Und wenn ihr noch mal einen Rückblick riskieren wollt:
Jetzt verlinke ich diesen Post noch beim CreaDienstag und hoffe, das da jemand weniger Fältchen gefunden hat als ich. ^^


Sonntag, 26. April 2015

7 Sachen

Es gibt wieder 7 Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe - viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr bei Grinsestern!


 1. Gebäck nach Hause tragen.
(Argh. Warum dreht er denn dieses Bild wieder so doof??)
 2. Nadeln in Bomull stecken.
 3. Kuven und Geraden zeichnen.
 4. Ein Selfi schießen.
 5. Die Kreidemaus scheuchen.
 6. Stoff zerschneiden, den ich Freitag erst gekauft habe.
7. Kaffeepause einlegen.
(und dann Schritt 2. - 5. wiederholen)

Ich weiß ja nicht, wies heute bei euch war, aber das durchwachsene Wetter bot hier den perfekten Rahmen für ein bisschen indoor-DIY-Action! Nachdem ich am Samstag alles ganz gründlich aufgeräumt habe, konnte ich so auch direkt die Gelegenheit nutzen alles wieder ein bisschen chaotischer zu machen. ^^  
Unter die Nadel kam mir ein altbekanntes Projekt (wuhu! Dachkragenjacke!) als auch etwas neues. Da habe ich direkt noch mal meine neuen Schnittanpassungskenntnisse angewandt, allerdings ist mir dann aufgefallen: Für Herrenmode ist das natürlich noch mal was anderes... aber gut. Ich bin im Moment noch recht optimistisch. ;)
So. Jetzt gehe ich noch ein bisschen Blogs stöbern und wünsche euch einen guten Start in die neue (kurze!) Woche! :D

Donnerstag, 23. April 2015

Das Gegenteil von einfach?

Nachdem ihr nun in Sachen Festivitäten im Hause Goldkind wieder auf dem neusten Stand seit, lasse ich meine älteren Kamellen mal weiter alt sein und widme mich erst mal wieder dem Thema Dachkragen-Jacke

Beim letzten Zwischenbericht (aaah, von Anfang April? Ehrlich?) habe ich gejammert, dass beim Probeteil der Jacke echt noch gar nichts passt. Klar war also, das es dem ersten Probeteil noch weitere folgen müssen. Da ich nicht blind drauf los ändern wollte, habe ich mir zwei große Helfer ins Boot geholt, einmal eine liebe und änderungserfahrene Freundin und dazu:

Sarah Veblen - Der große Fotoguide für die Perfekte Passform


Das im Stiebner-Verlag erschienene Buch stand schon länger auf meiner Must-Have-Liste. Mehrfach hatte ich es im Buchladen in der Hand, auch besagte Freundin hat mir die Lektüre ans Herz gelegt. Über 200 Seiten und mehr als 650 Abbildungen sollen den Weg zu maßgeschneiderter Kleidung ermöglichen. Für Blusen, Röcken, Blazer, Tuniken und Hosen verspricht das Buch patente Hilfestellungen. 

Die Autorin, Sarah Veblen, ist selbst Änderungsschneiderin und auf innovative Schnittkonstruktion und die Entwicklung hochwertiger Kleidung spezialisiert. Außerdem unterrichtet sie, hat veröffentlicht und reist als Gastdozentin den den USA umher.
Klingt vielversprechend, oder?


Das Cover zeigt schon die wesentlichen Schwerpunkte des Buches: Das Anpassen eines Papier-Schnittmusters und die Arbeit am Probeteil zur Beseitigung von Passformproblemen.
Schon hier zeigt sich eine Stärke des Buches - die zahlreichen Abbildungen. Zwar hätte für meinen Geschmack in manchen Fällen ein anderer Bildausschnittnoch mehr zum Verständnis beigetragen, im Ergebnis sind die vorhandenen Abbildungen aber sehr lehrreich. Schon beim Durchblättern habe ich viele Passformprobleme entdeckt, die ich selbst schon an meinen Klamotten - genäht oder gekauft - beobachten konnte! Ein toller Lehreffekt!

Sympatisch finde ich außerdem, das die Passformprobleme an echten Menschen gezeigt werden und nicht an super schmalen Idealfrauen. Meine Befürchtung, das ich von Passformproblemen an anderen Körperformen nicht viel lernen könnte, hat sich dabei übrigens nicht bewahrheitet!
Es zeigt sich ganz schnell, dass die Lösungen auf ähnlichen Schemata beruhen - außerdem will man als Nähtante ja vielleicht auch mal für andere Nähen. ;)

Ebenfalls nicht abschrecken lassen sollte man sich von der Auswahl der gezeigten Schnitte (von denen übrigens keine im Buch enthalten sind!): Zwar wirkt hier vieles auf den ersten Blick langweilig bis bieder, aber von der soliden Basis lassen sich dann - allerdings ohne die Hilfestellung der Autorin - eigene Ideen verwirklichen. Leere Leinwand für eigene Ideen quasi!


Wie genau muss man sich die Schnittänderung nun vorstellen?
Ausgangspunkt ist immer ein Kaufschnitt. Wie gesagt, verwendet die erfahrene Änderungsschneiderin immer mehr oder weniger schmucklose Grundschnitte.

Vorbereitung ist das A. und O.

Bevor sich die Autorin jedoch dem eigentlichen Anpassen widmet, stellt sie einen ausführlichen Grundlagenteil voran. Hier erklärt sie die Grundlage für gut sitzende Kleidung: die individuelle Körperform und die Schulung des Auges dafür. Zudem gibt es ein paar Hinweise zur Schnittmusterauswahl.

Leider fehlten mir hier Kriterien, nach denen ich mit einer großen Oberweite einen Schnitt auswählen müsste. Das ist natürlich ein besonderes Problem, aber hier habe ich dann (wie ich schon mal kurz erklärt habe) improvisiert.

Das Anpassen eines Papierschnittes

Bevor es an den Stoff geht, erklärt Veblen, wie Schnittänderungen an einem Probeteil in einen Papierschnitt zu übernehmen sind - es findet also keine "Vorabkorrektur" eines Schnittes statt! Unter den Punkten
  1. "Schnittmustererstellung und Anpassung" 
  2. "Rahmenkonzept für die Anpassung" 
  3. "Grundlagen der Schnittmusteränderung
wird das Vorgehen genau erläutert. Im Vergleich zu anderen Anpassungsbüchern liegt hier eine echte Stärke - dieser Teil kommt ansonsten manchmal ein wenig zu kurz.
Zugegeben, das ist nach der Änderung des Probeteils eigentlich der zweite Schritt, aber hier lässt sich schon viel wertvolles mitnehmen.

Das Probeteil oder Nesselmodell

Schließlich geht es dann endlich ans Nähen! Nach der Einführung "Grundlagen der Anpassung eines Nesselmodells" fordert die Autorin uns dann auf: "Entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten"! In den Schritten
  1.  "Der Arbeitsprozess beim Anpassen eines Kleidungsstücks" (aufgeteilt nach Kleidungsstücken, wobei 1x Änderungen an einem  Rock und 5x an Oberbekleidung vorgestellt werden)
  2. "Passformlösungen für verschiedene Figurtypen mit den jeweiligen Änderungen am Schnittmuster" (aufgeteilt nach Körperregionen, aber mit starkem Fokus auf Anpassung an verschiedene Oberkörperformen)
  3. "Das Anpassen von Hosen" (dafür bleiben rund 20 Seiten ... hier wird also kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.)
Eine erstaunliche Bandbreite an individuellen Problemzönchen stellt Veblen dabei in diesen Punkten vor. Allerdings merkt man hier, dass ihr Augenmerk besonders auf Oberbekleidung liegt.

"Der nächste Schritt" ?

Mit diesem ganzen Haufen Infos, die man erstmal verdauen muss,  lässt es Veblen aber nicht auf sich beruhen. Um den technischen Rundumschlag zu beenden, widmet sie sich unter den Punkten
  1. Korrektur von Schnittmusterelementen, die von Passformänderungen betroffen sind (Krägen, Futter)
  2. Werden Sie kreativ (bsp. Äquivalente für Schnittmuster)
 noch einigen Sonderproblemen. Das diese besonders wichtig sind, habe ich nach dem ersten Probeteil der Dachkragen-Jacke schon bemerkt: Nachdem wir fast alles geändert haben, hätte der tolle Kragen natürlich nicht mehr daran gepasst.
Leider darf man an dieser Stelle nicht viel erwarten, dafür reichten die verbleibenden 10 Seiten einfach nicht aus.



Wow, das war jetzt fast genauso viel Input wie in dem Buch, stimmts? Ich stelle euch abschließend noch ein paar Vorzüge und Nachteile zusammen:

Yeah!
- Grundlagen bei Papierschnittänderung im Detail erklärt
- Schwerpunkt Anpassung von Oberteilen ausführlich und gut verständlich beschrieben
- viele Bezüge sorgen für einen großen Lerneffekt
- aussagekräftige Fotos unterstützt durch Schritt-für-Schritt-Anleitungen
- bietet Lösungen für (fast) jedes Passformproblem am Oberkörper
Na ja...
- kein klassisches Nachschlagewerk (sollte zumindest einmal grob durchgearbeitet werden)
- Im Bereich Hosen, Krägen oder Ärmel eher skizzenhaft
- Ringbindung durch festen Einband überflüssig
- Layout nicht immer optimal
- Übersetzung wirkt manchmal holprig (Beispiel? "Jeder Mensch ist einzig")
Ich kann euch jetzt schon verraten, das ich ohne das Buch die Dachkragen-Jacke wohl nach dem ersten Probeteil in die Tonne getreten hätte. Die Anpassungen, die ich euch nächste Woche zeigen werde, sind alle toll von Veblen erklärt worden. Vermutlich wäre die Anpassung aber auch nicht so gut verlaufen, wenn ich meine liebe Freundin nicht dabei gehabt hätte, allein ist das Anpassen nach dem Fotoguide zwar möglich, aber anstrengend!

Wenn ihr also nach fertigen Schnitten näht und damit zwangsläufig auch mit Passformproblemen konfrontiert seid, solltet ihr hier - unabhängig von eurer Näherfahrung - zuschlagen. Die Voraussetzungen für die erfolgreiche Anpassung zeigt euch Sarah Veblen, ihr müsst nur ein bisschen Geduld mitbringen. ;)



So. Jetzt stelle ich das Büchlein natürlich noch in mein offenes Bücherregal. Übrigens sehr passend, das heute ja auch der Welttag des Buches ist! Haltet die Augen offen, auf vielen Blogs gibt es heute tolle Bücher zu gewinnen. Mit Begeisterung habe ich heute meine Stimme schon in den Lostopf von Lotta geschmissen, die ein Kreativbuch verlost. Vielleicht habt ihr ja auch Glück? :D

Und schließlich möchte ich mich noch beim Stiebner-Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken! Und nun: 

Fröhliches Lesen!


Dienstag, 21. April 2015

"Er gehört zu ihr!"

Erstmal ein ganz dickes Danke an euch alle für die vielen Genesungswünsche! Sie haben top funktioniert, ergo war ich heute schon wieder in der Uni fleißig. Dabei kann ich euch noch was witziges erzählen: Einmal habe ich kurz hier im Blog über die strafrechtliche Relevanz beschuhter Füße erzählt (hier wars!) - und anscheinend hat jemand bei yahoo nach "gefährliche körperverletzung mit beschuhtem fuss" gesucht und ist so auf meinem Blog gelandet. Ulkig!

So. Nun aber zum eigentlichen Anliegen dieses Beitrags! Das ich am Wochenende kaum kreativ war, ist eigentlich gar nicht schlimm. Hier hat sich nämlich doch einiges angesammelt, über das ich euch gern berichten möchte! 

Zunächst fangen wir mal damit an, was mich in der letzten Woche gut beschäftigt hat:

Die Goldene Hochzeit meiner Großeltern! 


Gefeiert haben wir am Freitag, genau an ihrem Hochzeitstag. Allerdings stieg die Fete nicht dort, wo die zwei vor 50 Jahren heirateten und auf ihr Glück angestoßen haben, das war nämlich in einer Privatwohnung. Stattdessen haben wir uns in einem kleinen Lokal verwöhnen lassen.


Sekt, ganz viel Kuchen (die Reste konntet ihr ja am Sonntag sehen ^^) und später ein warmes und kaltes Buffet sorgten dafür, das wir gut verköstigt wurden. Kleine Reden und gereimte Einlagen sowie ein kleines Fotoshooting mit dem Goldpaar sorgen für die Unterhaltung.
Zudem hatte ich eine Hochzeitszeitung vorbereitet. Zwar ein bisschen auf den letzten Drücker (und Word wollte mich in den Wahnsinn treiben!), aber insgesamt doch ganz erfolgreich. Das lag nicht unwesentlich an der Zuarbeit, die das Goldpaar selbst geleistet hat. So tolle Texte haben sie geschrieben, da wurde mir beim Lesen ganz warm ums Herz!

Für Unterhaltung sorgte schließlich auch noch die kleine Heimband, die sich um meinen Schatz (an der Cajon) und mich (an der Gitarre) gebildet hatte. Ich habe den Text Marianne Rosenbergs Hit "Er gehört zu mir" umgedichtet in "Er gehört zu ihr" und gemeinsam haben wir das Ergebnis zum Besten gegeben. Ich habe mich auch nur ein oder zwei Mal verspielt. XD

Verlinkt beim CreaDienstag!

Als Pokal, Glückwunschkarte und Fotoaccessoire habe ich außerdem diese goldene 50 gebastelt. Einen kleinen Einblick gab es ja bei den vorletzten 7 Sachen schon. ^^
Die Rohlinge dafür habe ich im Idee gekauft, alles andere versteckte sich noch in meinem Fundus.


Beim Anmalen habe ich mich ein bisschen doof angestelt, ich hatte nämlich unterschätzt, wie sehr die Acrylfarbe an meiner Unterlage kleben würde ... daher ist mir das erste Ziffernblatt auch zerrissen. ^^ Allerdings hatte ich noch genau eine Reserve, sodass das Drama doch noch gut ausging.

Es war übrigens erstaunlich schwer, meine Erfahrungen aus dem Gestalten mit Papier in zwei Dimensionen auf so ein freistehendes Projekt zu übertragen. Besonders anspruchsvoll fand ich die Gratwanderung zwischen "zu leer" und "over the top". 
Erleichtert wurde die Gestaltung durch die vielen ebenfalls goldenen Elemente, die für Deko sorgen, ohne zu dick aufzutragen. Um nicht nur auf einer Seite aus dem Vollen zu schöpfen, hat es sich zudem bewährt, mit Umwicklungen zu arbeiten. Einmal habe ich dafür Bänder verwendet, außerdem gabs natürlich Washitapes. ^^
So hat sich dann nach und nach das "Gesamtkunstwerk" ergeben. ;)

Ein Foto mit dem Goldpaar und der 50 gibt es übriens nicht, da meine Oma von meinem Opa einen ganz wundervollen weißen Brautstrauß bekommen hat, mit schneeweißen französischen Tulpen. Aber macht ja auch nix. Hauptsache, die beiden hatten einen schönen Tag! <3>

Übrigens scheine ich meinen Job ganz gut gemacht zu haben - ich habe nämlich gestern am Telefon schon den Auftrag bekommen, auch noch die Dankeskarten zu gestalten. Wird halt nicht langweilig hier. ;)

Sonntag, 19. April 2015

7 langweilige Sachen

Gleich vorweg: Es tut mir leid! ^^ Erst der kleine Urlaub über Ostern, dann der Internetausfall und schließlich der Endspurt für die goldene Hochzeit haben mir die Zeit geklaut. Dann ist auch noch mein Schatz krank geworden, und die Erkältung hat mich pünktlich vorm Wochenende auch erreicht... Da blieb für das digitale Leben einfach keine Zeit mehr über. 
Und weil ich zwar schon auf dem Weg der Besserung bin, aber immernoch schniefe und huste und überhaupt, gibt es heute 7 ziemlich langweilige Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe - viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr bei Grinsestern!

 1. Frühstück verputzen.
Sogar mit Smoothie! (auch wenn der ein bisschen dünne geworden ist. ^^)
 2. Teetasse halten. 
Und in die Sofadecke einmummeln.
 3. Zwischendurch Wäsche aufhängen.
Bringt nicht nur ein bisschen frische Luft sondern auch den Beweis,
das unsere Alltagswäsche doch nicht so bunt ist, wie befürchtet. ^^
 4. Seiten umblättern.
(Ich bin sogar fertig geworden, wuhu!)
 5. Kuchen mampfen.
Reste mal wieder, diesmal von der Goldenen Hochzeit.
Man, war das lecker!
 6. Zurück aufs Sofa und Knöpfchen drücken, die 1.
(Agents of SHIELD im Übrigen. Das hättet ihr sicher nicht erraten. ^^)
 7. Knöpfchen drücken, die 2.
(Bilder aussuchen, Bearbeiten und Collagen bauen)

Ich sag ja, nicht besonders aufregend. Das ist sogar mir fast ein bisschen zu viel Stubenhockerei, aber zu mehr war ich heute nicht in der Lage... Jetzt werde ich mich noch durch ein paar Bilder klicken und vielleicht ein bisschen was für die kommende Woche vorbereiten. 
Ansonsten wird hier heute nur noch Tee getrunken und weiter kuriert. 
Hoffentlich startet ihr besser in die neue Woche - zumindest ohne Erkältung!

Mittwoch, 15. April 2015

MMM, der 13.

Ich schwöre, ich habe gestern etwas bloggen wollen. Allerdings hätte ich wohl nach meiner kleinen "Radtour" mit 30 Hausarbeiten auf dem Rücken nicht erst die Füße hochlegen sollen, denn als ich mich abends wieder in der Stimmung zum Bloggen fühlte, war das Internet verschwunden! 

Tatsächlich kehrte es erst vor wenigen Minuten zurück - woran es lag, kann ich euch allerdings auch nicht verraten. Nur soviel, das ich scheinbar schon ziemlich online "abhängig" bin, ohne Mails, Facebook und Blog geht hier echt kaum was. ;) 

Nun freue ich mich aber erstmal darüber, das ich das Internet wieder habe (das erste Katzenvideo hab ich mir schon angesehen) und folge dem Aufruf des MMM-Team, sich in seinen selbstgenähten Kreationen zu präsentierten - dabei muss das Kleidungsstück nicht neu, aber handgemacht sein.


Das heutige Wetter war schon ziemlich perfekt für meine Dreieckshose. Leider habe ich davon nur ein bisschen süße Frühlingsluft auf dem Balkon schnuppern können, ich saß nämlich eigentlich nur am Schreibtisch um besagte Hausarbeiten zu beackern. 
Nur zum Rumschlunzen kann ich aber wenigstens auch meine neusten Kuschelsocken tragen ...


Mit Häschen! *___*
Okay, die sind nur selbstgekauft, aber schon ziemlich cool, finde ich. Und man sieht den Blümchenstoff noch mal toll. ^^ 

Nächste Woche gibts dann wieder ein schöneres Foto, versprochen... ;)

Sonntag, 12. April 2015

7 Sachen

Auch heute - übrigens zum 159. Mal, also seit über 3 Jahren in Folge! - gibt es wieder 7 Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe - viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr bei Grinsestern!

 1. Frühstück mit Himbeer-Kirsch-Smoothie verputzen!
 2. Langweilige Papierteile aussuchen...
 3. ...und besagte Papierteile vergolden!
 4. In einer Trockenpause schon mal weiter Daten und Fotos in ein
Dokument schmeißen (ARGH. Ich hasse Word! ^^).
 5. Als kleine Stärkung dann Wolkenkuchen verputzen.
 6. Zurück am Papiertisch: Zu den goldenen Teilen neues Papier
kombinieren. Hach. Den My Minds Eye-Block habe ich gaaanz günstig
in einem T.K. Maxx gekauft. <3 br="">
 7. Neben den Bastelleien noch ein bisschen Hausarbeit erledigen,
zum Beispiel Wäsche aufhängen. Is auch wichtig.

Vielleicht habt ihr jetzt schon geahnt: An diesem Wochenende ging es in den Endspurt in Sachen "Goldene Hochzeit". Diese findet Freitag statt und es ist noch sooo viel zu tun! Besonders die Arbeit an der Zeitung wird noch ein bisschen dauern. Außerdem muss ich echt noch ein bisschen Gitarre üben ... 
Darum geht es jetzt direkt zurück an die Arbeit. Ich hoffe, ihr startet gut in die neue Woche! :D

Mittwoch, 8. April 2015

MMM, der 12.

Langsam werde ich nachlässig, was den Me Made Mittwoch angeht. Aber heute habe ich mich - passend zur Frage nach einem Foto des getragenen Kleidchens von gestern - für euch in Pose vor die Kamera geworfen!

Und damit folge ich dem Aufruf des MMM-Team, sich in seinen selbstgenähten Kreationen zu präsentierten - dabei muss das Kleidungsstück nicht neu, aber handgemacht sein. Diesmal unter dem Motto "Frühlingserwachen", was ich erst nach dem Knipsen gesehen habe. Nun, irgendwie passt das ja auch irgendwie ... das Outfit ist recht luftig, es kommen Blümchen drin vor - das reicht mir erstmal. *g*

... ich hätte mir Schuhe dazu anziehen sollen. Ja. Das sind dicke Flauschsocken. ^^

Der eigentliche Hauptdarsteller heute ist aber meine neue Brille, die ich eigentlich schon beim letzten MMM zeigen wollte. Sie ist von außen dunkelbraun, von innen ein bisschen grün und ich hab sie schon ein bisschen ins Herz geschlossen. Vorher-Nacher-Vergleich?

Links alt, rechts neu.
Ein bisschen größer, ein bisschen auffälliger, besser entspiegelt und noch ein Markengestell... Na ja. Man gönnt sich ja sonst nichts, oder? ;)

Dienstag, 7. April 2015

Dienstagsbeschäftigung

Hallo und einen schönen Abend! :D
Ich winke euch virtuell vom Sofa mit einem Tee in der Hand zu - wobei, bedenkt man meine Tollpatschigkeit heute, sollte ich lieber nicht zu doll winken. Nebenbei läuft ein bisschen netflix und mein Schatz und ich genießen den gemeinsamen Urlaub! :3

Bisher haben wir es ruhig angehen lassen: Nach dem Familienbesuch haben wir uns erstmal ein bisschen eingeigelt. Während im Wohnzimmer Bloodborne gezockt wurde, habe ich meinen Kleiderschrank ein bisschen ausgemistet. Auch der Nähtisch musste dran glauben, jetzt ist alles wieder schön ordentlich.


Außerdem haben wir versucht, unser Kleingeld zur Bank zu bringen (erfolglos. Es gab keinen Parkplatz an der Bank! wtf? ^^), ich habe endlich die Rezension zu Westeros geschrieben (Verlinkung erfolgt, sobald die Endabnahme durch ist ^^ Der Link zur Rezi ist jetzt hier! :D) und ein bisschen gequiltet wurde auch schon.

Ach, eine Sache kann ich euch doch noch vorzeigen! 


Schon vor einiger Zeit hat mir meine liebe Silvi ein Kleidchen überlassen, das ihr nicht so recht passte. Mir auch nicht - aber das habe ich jetzt geändert, yeah! :D 
Der Ausschnitt ist immer noch ein bisschen tief... aber dazu gibt es ja Unterhemden. Damit hab ich zwar nicht die DIY-Welt revolutioniert, aber meinen to do-Stapel wieder ein wenig erleichtert. Darum schmeiße ich das gute Stück jetzt zum CreaDienstag. ;)

Während ich die paar Zeilen geschrieben habe, war "Better Call Saul" dann auch schon vorbei und wir haben uns wieder dem Zocken gewidmet. Passend dazu übernehme ich jetzt wieder meine Unterstützeraufgabe für meine bessere Hälfte, der mit mir einfach besser durch Bloodborne kommt. Teamwork deluxe!

Sonntag, 5. April 2015

7 Oster-Sachen

Zum Ostersonntag gibt es auch heute wieder 7 Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe - viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr bei Grinsestern!

 1. Eier suchen. ;)
2. und dann mit der Familie frühstücken! 
So sind Sonntage einfach am schönsten. :3
3. Ganz viel Kuchen anschneiden.
Vorn seht ihr einen Erdbeer-Frischkäsekuchen, der schon ziemlich gut
geschmeckt hat, aber nicht perfekt fest wurde. Da muss ich noch mal
ausprobieren. ^^
 4. Fell kraulen.
 5. Wieder zu Hause: Postein- und -ausgang checken.
 6. Zur Einstimmung auf die anstehende Entrümplungsaktion bei der 
Pinwand anfangen.
 7. In unterschiedlich wertigen Schriftstücken stöbern!

Hui, jetzt ist es schon wieder ein bisschen später geworden! Wie ihr vielleicht schon erkannt habt, war ich bei meiner Familie zu Besuch! :D 
Wir waren über die Osterfeiertage alle sehr sehr fleißig, genug Vorbereitungen für die bald anstehende goldene Hochzeit gibt es ja. Trotzdem haben wir es uns alle gut gehen lassen, und ich hoffe, das habt ihr über die Feiertage auch gemacht!

In diesem Sinn: Frohe Ostern! :)