Donnerstag, 4. Juni 2015

Dachkragen-Jacke von Burda: Probeteil 3

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! - Genau das sollte ich in die Jacke später einsticken, denn es geht hier bei weitem nicht so voran, wie ich es mir wünschen würde. Nun ist die Übergangszeit eigentlich schon vorbei ... Aber es gibt ja noch den Herbst. Vielleicht schaffe ich es ja bis dahin. ;)

Als kleine Erinnerungsstütze für euch (und für mich) noch mal eine kleine Zusammenfassung, was bisher schon passiert ist:
Die gröbsten Passformprobleme des Burda-Schnitts habe ich (mit Hilfe) bereits am ersten Probeteil beseitigen können. Ausgangspunkt nach dem zweiten Probeteil war dann, dass Mehrweite zu korrigieren war, die Taillennaht weg sollte und schließlich noch das Zusammenspiel von Torso und Kragen sowie Ärmeln zu testen war. 


Entschuldigt bitte erstmal die matschigen Bilder. Irgendwie lief es an diesem Tag nicht ganz so rund, aber ich hoffe, ihr könnt trotzdem gut erkennen, das die Längenänderung der Jacke ziemlich gut getan hat. Das war allerdings auch eine ziemlich einfache Änderung: Ich habe nur die zusätzlichen Schnittteile angeklebt und anschließend den Saum etwas angleichen müssen.
Die Mehrweite, die in der Taille zugegeben wurde, habe ich dabei zum Hüftumfang auslaufen lassen - da brauche ich nicht wirklich mehr Stoff. (Im Gegenteil - eigentlich muss ich da noch ein, zwei Centimeter wegnehmen, schätze ich). 
Ansonsten gefällt mir das Probeteil von vorn schon ziemlich gut, vor allem wenn der Kragen heruntergeklappt ist. Wenn es nach oben geschlossen ist (was bei der fertigen Jacke nie vorkommen wird), zieht der Stoff an der Brust allerdings wieder merkwürdige Falten. Es könnte daran liegen, dass ich am Treffpunkt von vorderer Mitte und horizontaler Bezugslinie (HBL) einen Kam Snap eingenietet habe - damit ich beim Anprobieren nicht immer alles wieder hinwurschteln muss - da muss ich noch mal ein bisschen testen.


Vom Rücken bin ich aber schon mal restlos begeistert. Zwar sieht das Armloch an der Stelle, wo die seitlichen Teilungsnähte aufeinander treffen, noch ein bisschen weit aus - bevor ich mich da aber dransetze, müssen zuerst die Ärmel ins Jäckchen. 
(Das ist übrigens ein echt wichtiger Tipp beim Schnittändern! Zunächst beseitigt man bei einem Oberteil alle Passformprobleme, die ohne die Ärmel oder den Kragen auftreten. Anschließend kommen dann diese Teile an das nun passende Torso-Probestück - und dann muss man noch mal an allen Ecken nach der Passform schauen!)


Nun die Seitenansicht. Was von vorn und hinten nicht wirklich ersichtlich ist: Es gibt wirklich jede Menge Mehrweite. Hier hätte ich jetzt wirklich gern mehr Erfahrung mit Wollstoffen und/oder beim Nähen von Jacken - ich kann wirklich überhaupt nicht einschätzen, ob das nun zuviel des Guten ist oder genau richtig. 
Ich werde aber noch versuchen, vorn unter der Brust ein wenig Weite rauszunehmen, einfach, damit die Taille dort noch etwas besser zur Geltung kommt. Den Rest wird dann der Gürtel richten müssen. ^^


Sarah Veblen, deren Buch ich für die Anpassung verwende, empfiehlt übrigens auch den Ärmel seperat anzupassen, bevor er eingenäht wird. Das war mir beim Lesen des - zugegeben sehr knappen - Abschnitts nicht ganz klar...
Und ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung was ich hier groß testen soll. XD Also gut. Die Länge - passt. Der Umfang - passt eigentlich auch. Ich kann den Arm beugen und strecken. Joar. 
Ich vermute, das die Kurve der Armkugel ein bisschen abgeflacht werden muss - aber das ist wirklich nur eine Schätzung. Ansonsten wird der Ärmel so eingenäht, wie er jetzt ist. ;)

Die Agenda sieht jetzt also vor, das ich erstmal versuchen werde, den mysteriöse Falten vorn auf den Grund zu gehen und noch ein bisschen Mehrweite zu eleminieren. Dann werde ich endlich Ärmel und Kragen einnähen, wobei ich das Armloch hinten im Auge behalten muss. 

Ich hoffe ja, das ich das alles noch an diesem Probeteil bewältigt bekomme. Wenn dann alles so klappt, wie ich es mir vorstelle, muss nur noch mal am Schnitt herumgedoktort werden ... und dann kann es mit dem richtigen Stoff losgehen! Ahh, da wird mir jetzt schon ganz mulmig. XD

Wenn ihr noch mal schauen wollt, wie die vorherigen Schritte im Detail so verlaufen sind:

Ansonsten bin ich schon ganz hibbelig, bald den Stoff anzuschneiden. Vorher stehen aber noch ein paar andere Dinge auf meiner Nähliste, die idealerweise vor dem nächsten Herbst fertig werden sollten... Daher ist der kommende Samstag ganz fest als Näh-Tag eingeplant. Darauf freue ich mich schon! :D

Kommentare:

  1. Ich denke mal, beim Ärmel sollte man echt einfach nur gucken, ob er ungefähr passt, bevor man ihn einnäht - wäre ja doof, wenn man eine tolle Jacke mit viel zu weiten oder viel zu kurzen Ärmeln hat. :-)

    Übrigens fühle ich mich gerade sehr gebauchpinselt, weil du Zentimeter mit C schreibst - gefällt mir! :D

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    1. Ahahaha. Mein Hirn manchmal. Jap. Das war dir zu Ehren. ^^°

      Und gut, das dir auch nichts weiter einfällt, das man bei Jackenärmeln solo testen könnte. ^^

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  2. Ich finde die Evolution dieser Jacke wirklich spannend mitzuverfolgen. Worauf da alles geachtet werden muss und was wie welche Auswirkungen hat - immer noch und immer wieder ziehe ich den Hut vor dir, dass du da den Überblick behälst! Richtig klasse!

    Für den Nähsamstag schicke ich dir jetzt schon ganz ganz GANZ viel Motivation und freue mich auf die Ergebnisse ^^

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    1. *g* Motivation fürs Nähen ist im Übermaß vorhanden - ich könnte eher noch ein paar Hände gebrauchen, damit ich mehrere Sachen gleichzeitig machen kann. *g*

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