Donnerstag, 30. Juli 2015

Slips und Bauschgarn

Erinnert ihr euch noch an den dunkelblauen Pünktchentüll, den es schon bei diesen 7 Sachen zu sehen gab? Die angefangenen Unterwäschestücke sind jetzt fertig geworden!

Verlinkt bei RUMS.

Die drei Höschen im Hintergrund sind nach meinem Schema F entstanden: Der Schnitt stammt von einem älteren Exemplar und zusammengenäht habe ich sie wie hier in der Anleitung beschrieben.

Schwarzer Jersey + Spitzengummi
Schwarzer Jersey + hellgraues Gummi
Grüner Jersey + braunes Gummi

Diese drei sind übrigens auch aus alten Shirts recyclet. Das mache ich ja besonders gern, vor allem wenn die Shirts früher ein tollen Print hatten. Haben diese nicht, aber Unterwäsche darf auch mal schlicht sein. ;)

Im Gegensatz dazu ist Slip Nr. 4 was besonderes, nämlich aus drei Gründen:
  1. Neuer Schnitt
  2. Zarter Pünktchentüll
  3. Verwendung von Bauschgarn


Zunächst zum neuen Schnitt:
Der basiert im wesentlichen auf meinem bewärten Muster. Nachdem ich allerdings bei Hunkemöller ein tolles Spitzenmodell gekauft habe, das am Po ein bisschen weiter ausgeschnitten ist, wollte ich das auch mal testen. Also habe ich meinen Schnitt genommen und die Saumnaht etwas nach Innen versetzt. Der optische Effekt gefällt mir gut und bequem ist es auch.
Nun könnte das Bündchen aber ein bisschen höher sitzen. Eigentlich hätte ich auch mal Lust, einen richtig hohen Schnitt auszuprobieren, so wie hier beispielsweise... aber ich schweife ab. ;)

Der zarte Pünktchentüll:
Hat mir echt Angst gemacht. Sehr dünn, sehr elastisch und ein bisschen zickig. Aber auch ziemlich hübsch. Solo vernäht sich das Zeug nicht unkompliziert, aber die Saumgummis verleihen dem gesamten Ensemble ganz gute Stabilität.
Einfach nur mit Zickzackstich säumen würde hier aber vermutlich nicht funktionieren.

Das Bauschgarn:
Zum Schluss noch meine erste Erfahrung mit Bauschgarn. Die zwei gigantischen Konen liegen schon eine Weile bei mir herum, so richtig rangetraut habe ich mich aber noch nicht. Bauschgarn ist nicht verzwirnt und dadurch weich und elastisch.
Dadurch sollen nicht nur die Nähte elastischer werden, sondern auch weicher. Und wenn man damit Rollsäume macht, sollen die optisch noch homogener werden.


Dabei muss man allerdings mit den Einstellungen ein wenig herumprobieren, ich hoffe, dass ihr meine hier halbwegs erkennen könnt?
Leider hatte ich am Ende immer noch ein paar kleine Probleme mit der Fadenspannung ... und wirklich weicher finde ich die Nähte auch nicht.
Aber mei, immerhin haben 2 von 3 Experimenten gut funktioniert, das is doch schon mal was. ;)

Dienstag, 28. Juli 2015

Comic Obsession III: Superman

Am Sonntag habe ich ja kurz erwähnt, dass ich am Wochenende einiges vorhatte. Eines dieser Vorhaben stand schon lange auf meiner Liste: Der Geburtstag von Emu. Der ist nicht nur ein lieber Kollege bei DeepGround und ebenfalls Blogger (bizzaro world. das comic blog. - schaut doch mal bei ihm vorbei, er schreibt echt großartig über Comics aller Sparten!), sondern auch ein Freund von meinem Liebsten und mir.
Verlinkt beim CreaDienstag.

Nach kurzer Debatte mit Franzi (edle Stoffspenderin vom Sonntag und Freundin von Emu) besorgten wir einen Comic. Einen Superman-Comic, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe.
Und irgendwie wollte ich noch etwas nähen. Ein Kissen vielleicht? Ein Superman-Kissen? Ha! Die Gelegenheit, mal wieder etwas zu paper piecen!


Das Motiv stammt mal wieder von Fandom in Stitches, genauer gesagt dieses hier. Ausgedruckt habe ich es im Posterdruck 4x4 - und trotzdem waren einige Teile noch verdammt winzig! ^^ Solltet ihr euch also daran versuchen wollen, seid ihr jetzt gewarnt. ;)

Vor ein größeres Problem als Schnittteile in Ant-Man-Größe stellte mich allerdings die Stoffwahl. Etwas zu finden, das nicht zu stark gemustert war, die richtigen Farben hat und dann auch noch in ausreichender Menge vorhanden war... Oh man. ^^
In meinem Patchworkfundus wurde ich trotzdem fündig. Auch wenn das Kissen später nicht nach Mustermix aussehen sollte, waren mir gemusterte Stoffe übrigens wichtig. Ich finde, dass gibt dem Projekt mehr Tiefe als einfache uni-Stoffe.

Einen ähnlichen Effekt erziehlt man auch mit verschiedenen Texturen, beispielsweise Baumwolle kombiniert mit groben Leinen, Jeans, Satin oder Seide kann tolle Mischungen ergeben. Allerdings muss man dabei zum Teil echt auf die Eigenheiten der Stoffe achtgeben, dickere Stoffe sollten beispielsweise gut gepresst werden, dünne oder empfindliche Stoffe müsste man vermutlich mit Vlies verstärken.


In diesem Projekt findet sich ein wenig von beidem: Die leicht gemusterten Stoffe stehen in einem schönen Kontrast zu dem etwas gröberen graublauen Stoff. Diesen hatte ich glücklicherweise in einer spontanen Aktion bei einer Geschäftsauflösung gekauft. Daraus habe ich zwar schon eine Hose für meinen Schatz genäht (die ich hier noch zeigen müsste...), aber es war noch genug für Kissenumrandung und Hotelverschluss übrig.


Nach der Motiv- und Stoffwahl, der Nähaktion (mit gaaaanz viel Bügellei!) war also nur noch die Quilting-Frage offen. Bei aufwendigen Paper Piecing-Motiven halte ich das Motiv selbst gern schlicht. Hier hat mir allerdings der gestückelte Hintergrund nicht so recht gefallen, also habe ich versucht durch enge gerade Quiltlinien den Blick auf das Motiv zu lenken. Ich glaube, das ist mir auch ganz gut gelungen, auch wenn ich beim Nähen schon manchmal geflucht habe. Details des Quiltens habt ihr übrigens schon bei diesen 7 Sachen gesehen!

Nach diesem Kissen und im letzten Jahr Green Lantern und Iron Man habe ich immer noch nicht genug von Paper Piecing-Comic-Kissen. ;)

Zur Abwechslung würde ich jetzt aber gern mal was von Game of Thrones zusammenstückeln, da gefallen mir die bisherigen Muster von Fandom in Stitches aber nicht so recht, abgesehen vom Stark-Wappen vielleicht?
Ich weiß nicht. Habt ihr vielleicht noch ein GoT-Muster parat? ^^

Ein kleiner Nachtrag: Diesen Beitrag verlinke ich natürlich bei der großartigen Nerd'n'Geek-Linkparty bei Lotta, schaut auch bei den anderen Beiträgen vorbei! :D 

Sonntag, 26. Juli 2015

7 Sachen

Auch heute gibt es wieder 7 Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Frühstückssmoothies arrangieren, Geschmacksrichtung:
Kirsche-Grapefruit. Nur geeignet, wenn man auf sauer steht. Brr. ^^
 2. Schnittmusterteile auf ein gestern geschenktes Stoffstück stecken.
Danke an dieser Stelle an die liebe Franzi! :D
 3. Die Schnittteile mussten dann auch gleich noch zusammengebracht werden. 
Der Daumen sieht doch schon vielversprechend aus, oder?
 4. Weil Handschuhe schon recht kompliziert sind, habe ich mich dann
noch an etwas einfacheres gewagt.
 5. Zur versteckten Agressionsbewältigung noch ein Kissen zerrupfen!
 6. Dann Kaffee, Kuchen und Himbeeren. Nom!
7. Schließlich: In der Sonne Seiten umblättern. 

Ein überraschend verplantes Wochenende fand so doch noch ein entspanntes Ende. Da ich jetzt aber noch eine Kleinigkeit vor habe, sage ich einfach: Startet gut in die neue Woche! ;)

Dienstag, 21. Juli 2015

Jelly Roll-Quilt als Hochzeitsgeschenk

Nach einem durchschnittlichen Arbeitstag mit gut 60 Seiten Redaktionsarbeit zum Kirchensteuerrecht, einiger Arbeit für die Diss, einem Termin mit einem Umzugsunternehmen, dem Wocheneinkauf und einer kleinen Leserunde auf dem Balkon fühle ich mich eigentlich nur nach hinlegen und weiterlesen. Aber ich habe noch was zu zeigen!

Nämlich: Mein Hochzeitsgeschenk


Wenn man etwas verschenkt, sollte es etwas sein, dass man selbst gern behalten würde. Dieses Herzensmotto verwende ich ja für alle Dinge, mit denen ich anderen eine Freude machen möchte. Dazu verschenke ich natürlich auch gern, was ich gut kann ...
Was läge da also näher, dem frisch verheirateten Ehepaar einen Quilt zu schenken?

Verlinkt beim CreaDienstag!

Diese Idee hatte ich ziemlich schnell nachdem die Hochzeitspläne konkreter wurden. Verlobt waren die zwei ja schon etwas länger, da hätte ich eigentlich ganz viel Zeit für etwas richtig aufwendiges einplanen können. Ein Double Wedding Ring-Quilt beispielsweise.

Da ich aber nicht so weit im Voraus geplant habe, musste es dann doch ein bescheideneres Projekt werden. Zumal ich das Gefühl habe, dass dieses Design gut zu den beiden, dem bereits vorhandenen Quilt auf ihrer Couch und der pink-rosa-magenta Hochzeit passt.


Direkt am Sonntag nach den Feierlichkeiten - draußen hing noch der traditionelle Grünschmuck, den die zwei von Verwandten bekommen haben - habe ich die beiden noch zum Fotoshooting überredet. Also überredet ist das falsche Wort, die zwei haben sich sehr bereitwillig vor die Kamera gestellt. ^^ (Eindeutig gut erzogen vom Bloggerkind)

Kaum standen sie draußen auf dem Rasen, kam übrigens die kleine Nala dazu. Ob ich sie auch schon so gut auf Kameras trainiert habe? ^^


Aber noch mal kurz zum Quilt.

Nicht nur, das ich hier zum ersten Mal ein richtig großes Label (natürlich mit kleinem Label drauf ^^) verwendet habe, hier ist schon die Unterseite etwas ganz besonderes. Statt Vlies und Baumwolle habe ich eine hellgraue Mikrofaserdecke verwendet. Die hat mich einige Nerven gekostet! Im Gegensatz zu mir können die Deckenhersteller nämlich nicht gerade nähen... Ergo musste ich mir ganz spontan noch etwas zum Binding überlegen, was gar nicht geplant war, aber dazu später noch kurz.

Das Topteil - dessen Farben mich schon beim Bildergucken total begeistern - ist aus einer Jelly Roll entstanden. Abgerundet wurde das ganze dann durch totorograues Schrägband als Binding!


Das Speed-Quilt-Konzept?


Die fabelhaft kombinierten Stoffe habe ich leider nicht selbst zusammengestellt. Die Jelly Roll namens "Whitewashed Cottage" von Moda habe ich bei machemer-online bestellt. Übrigens zusammen mit einem "Scrap Bag" von Moda - quasi eine Überraschungstüte! Da konnte ich nicht wiederstehen ... leider sagen mir die Farben da nicht so richtig zu. Aber egal!

Wenn ihr nicht wisst, was eine Jelly Roll ist: Eine dicke Stoffrolle aus vorgeschnittenen Stoffstreifen.


Schleifchen löst ... und diese sagenhaft sanfte Farbexplosion genießen. Hach! Ich war sofort verknallt in diese Stoffe!

Und wäre fast der Scherenangst erlegen! Was, wenn ich die Stoffe verhunze? Und welches Muster bringt die Stoffe am besten zur Geltung?

Nachdem ich kurz (oder etwas länger) Pinterest gewälzt habe, ist es dann das Muster geworden, dass ihr oben seht. Warum es so besonders ist?
Durch die Zusammennähtechnik soll man das Quilt-Top in 45min nähen können. Ein Quilt in 45min! Der Wahnsinn, oder?


Okay. Ich habe die Zeit nicht gemessen, aber es ging schon erstaunlich schnell. War allerdings auch ein ziemliches Gewurschtel. Und fusselig. ^^
Am Ende hatte ich dann noch einen kurzen Panikmoment, schließlich reichte der Streifenanteil für die graue Unterdecke überhaupt nicht! Aber hier hat mir Patch&Work mal wieder ausgeholfen. Gott sei Dank!


Also ein Happy End - wie zwischen den zwei Turteltauben hier.

Und ich hab schon wieder einige Ideen für Jelly Roll-Quilts gesammelt...
 Na, träumt ihr schon von Jelly Rolls? ;)
Nach den ganzen tollen Ideen muss ich ja doch noch eine Kleinigkeit anmerken... Die guten Stücke sind mächtig teuer. Aber - es lohnt sich! :D

So. Und mit diesen Gedanken verabschiede ich mich für heute. ;) Gute Nacht!

Im abendlichen Tran habe ich natürlich total vergessen, dass dieser Quilt - da es ja ein Hochzeitsgeschenk ist! - perfekt zum KreaKränzchen "Honigmond" (also Honeymoon) passt, also verlinke ich mich noch schnell dorthin. Schaut doch mal vorbei und macht am besten selbst mit!

Sonntag, 19. Juli 2015

7 Sachen

Nach einem überraschend aufregenden Wochenende gibt's heute wieder 7 Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr bei Grinsestern!

 1. Frühstück mit Erdbeer-Bananen-Smoothie! 
Scheinbar bin ich so aus der Übung, dass ich erstmal gekleckert hab. ^^
 2. Eistee gemacht nach dem Rezept von Frau Jule.
Fazit: Lecker! Es fehlt nur ein geeigneter Schwarztee.
 3. Seiten umblättern. Ist das Cover nicht hübsch?
 4. Nähen und Stoff befühlen.
Ich teste einen Höschenschnitt und ganz zarten Pünktchentüll.
 5. Als Kontrastprogramm was einfacheres. 
Aus neuem Stoff (vielleicht habt ihrs bei Facebook gesehen?) eine
Pyjamahose nähen. Läuft. :D
 6. Kaffeepause mit Resten von Sahne, Apfelstrudel und Batman. ;)
 7. Papiermöbelchen rücken.

Tja, was ist alles passiert? 
Zunächst haben mein Schatz und ich eben noch spontan eine Miniausmistrunde gestartet - ja, eben, also gegen halb 9. Warum? Nun, der Auslöser war ein Miniwasserschaden ... Spontan hat sich nämlich unser Siphon in der Küche verabschiedet. Gott sei Dank ist nicht mehr passiert, aber das war echt unnötig. ;) 

Ansonsten habe ich entspannt, ein bisschen gewerkelt und die Seele baumeln lassen. Gern hätte ich heute ein bisschen auf dem Balkon gesessen, aber da hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schauen wir mal, was nächste Woche noch so kommt. ^^

Donnerstag, 16. Juli 2015

Wickelkleid-Fail

Habt ihr auch Streichelstoffe zu Hause? Solche, die ihr am liebsten nie anschneiden (und damit möglichweise verhunzen) wollt?
Normalerweise kenne ich sowas nicht, aber ein paar wenige verstecken sich dann doch in meinem Stoffschrank. Einer davon ist der niedliche Fuchsstoff in dunkelblau (er war hier zu sehen), der mal ein Wickelkleid werden soll.
Wickelkleider (oder Fake-Wickelkleider) habe ich ja noch nie genäht, nur schon oft am Me Made Mittwoch oder zur RUMS-Runde bewundert. Und bevor ich mich an eine eigene Abwandlung meines Standardschnittes setze, wollte ich was fertiges testen - manchmal überrascht das ja doch. Nach einigem Suchen auf Pinterest stolpere ich über diesen Pin: So Sew Easy versprach der Schnitt, der sich über Craftsy kostenlos herunterladen lässt. Zwar kein echtes Wickelkleid, aber in der Optik durchaus so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Also - Drucker anschmeißen, Schnitt zusammenbasteln, Größe L ausschneiden und losnähen. Alles versprach ganz positiv zu enden (sogar die Overlock spielte diesmal halbwegs mit) ... und dann zog ich es an...

Verlinkt bei RUMS.

Also das beste, das man über dieses graue Kleid sagen kann, ist wohl das es langweilig aussieht. Das Grau habe ich mir irgendwie schöner vorgestellt. Schaut man genauer hin, muss man aber feststellen, dass es auch einfach gar nicht passt ...


Auch von hinten wird das ganze nicht viel besser - obwohl man hier wenigstens nicht diese unvorteilhafte Raffung hat. Die ja eigentlich der Sinn des ganzen ist, aber da das Kleid insgesamt viel zu groß ist, schlabbert da einfach zu viel! 


Hier könnt ihr vielleicht erahnen, wieviel Stoff da eigentlich überflüssig ist. Dabei dehnt sich der Jersey hier noch nicht mal, dass ist nur die Stoffmenge, die man wegnehmen könnte, damit es locker am Körper sitzt. Gerade bei dem oberen Bild wird dabei deutlich, das die Raffung unter der Brust noch einigen Spielraum hat. So wirkt das ganze eher wie ein luftiger Kittel

Vielleicht könnte man diesen Fehler auf meine Größenauswahl zurückführen?
Anhand der Größentabelle entschied ich mich für die L, die meiner Oberweite gerade genug Platz bieten sollte. Der Jersey hätte zwar auch mehr Platz geboten, aber ich wollte verhindern, das der Zug den Wickelausschnitt noch weiter aufspringen lässt - und immerhin: Der Ausschnitt gefällt mir im Grunde gut. Vielleicht könnte er noch ein Müh tiefer sein, aber nicht viel. ^^


Was aber sicher nicht auf die Größenwahl zurückzuführen ist: Das Armloch, die Schulter und der Ärmel. Alles viel zu groß
Die Ärmelnaht liegt sicher 2cm zu weit außen, das Armloch ist viel zu tief und der Ärmel zu zu weit. 

Ganz davon ab liegt die Taillennaht meiner Ansicht nach äußerst ungünstig (bei dem Modell, das bei dem Pin zu sehen ist, liegt sie auch höher, würde ich schätzen?) und die Rocklänge ist auch eher öde (und das, obwohl ich die Länge aus der Stoffnot heraus schon um gut 8cm gekürzt habe). 

Alles in allem: Enttäuschend. Nach der ersten Anprobe ist das Ding in der Ecke gelandet und wurde nur für diese Fotos noch mal hervorgeholt. Ich hatte nicht einmal mehr Lust, die verbliebenen Nähte abzusteppen - denn sollte ich mich zu einer Rettungsaktion entschließen, müsste ich die eh noch mal ändern. 

Die Zukunft dieses Kittels Kleides ist also mehr als ungewiss. Und ob ich noch mal einen Fertigschnitt für ein Wickelkleid testen will? Habt ihr denn mit einem Schnitt besonders gute Erfahrung gemacht? 

Ansonsten bleibt wohl doch nur: Selbsterstellen
Geht auch. Kostet aber Zeit. 
Und bis dahin freue ich mich zumindest sehr darüber, das ich den niedlichen Fuchsstoff noch eine Weile streicheln kann... ;) Man muss auch mal das Positive sehen, nicht wahr?

Dienstag, 14. Juli 2015

Upcycling-Rock: "Midsommar"-Edition

Braucht ihr für die nächste Sommerparty noch was chices zum Anziehen? 
Oder habt ihr eine Hose, ein Shirt und ein bisschen Flatterstoff über? 
Dann braucht ihr eindeutig so einen Sommerrock!

Neues oder altes Projekt? ^^

Leider ist das Wetter gerade mal wieder überhaupt nicht sommerlich. Eigentlich ganz gut, um an der Dackkragen-Jacke weiterzuarbeiten, die hing auch ganz vorwurfsvoll über der Püppi, die ich zum Fotografieren mal wieder hervorgekramt habe. Wie ihr sehen könnt: Sie hat mittlerweile Ärmel! :D Und zumindest einen testweise angesteckten Kragen - nur müsste ich dann mal weitermachen, nech.

Erstmal musste die aber warten, denn ich wollte unbedingt noch mein Projekt fürs KreaKränzchen zum Thema "Midsommar" vorzeigen!

Dieses Mal wusste ich ja schon vorher, was ich gern nähen würde: einen Upcycling Rock. Die Idee stammt mal wieder von Pinterest. Hosen in Rockform ein neues Leben einzuhauchen finde ich ja erstmal grenzwärtig, in diesem Fall gefällt es mir aber sehr gut.


Man braucht also im Wesentlichen eine alte Hose - hier eignen sich auch solche gut, die an den Oberschenkelinnenseiten durchgescheuert sind! - und etwas flatteriges für den Rock. 
Baumwolle (zum Beispiel ein luftiger Schal oder zarte Bettwäsche) geht dabei ebenso gut wie Chiffon. Auch Jersey könnte ich mir gut vorstellen! 

Ich habe meinen Batikchiffon vor einiger Zeit bei Buttinette gekauft. Damit das ganze nicht so kurz ist, kam noch ein ausgewaschenes Shirt von meinem Liebsten zum Einsatz! 

Wenn man die Materialien zusammengestellt hat (ob aus dem eigenen Kleiderschrank, von FreundInnen oder aus dem Second Hand-Laden), ist der Rest vergleichsweise einfach:
Hose abschneiden, Rock (und ggf. Futter) anrüschen, bei Bedarf säumen und über das zweite Leben der Sachen freuen!  

Ein wenig mehr Aufwand erfordert der Rock, wenn ihr nicht einfach ein Rechteck nehmt, sondern den Teil als Kreissegment zuschneidet. So habe ich es dieses Mal gemacht: Zwei Viertelkreise zuschneiden, die im inneren Umfang weiter als der Bund sind, und diese dann an den Bund anrüschen. 
Das klappt bei Chiffon übrigens meiner Erfahrung nach am besten mit der Hand - dann löst sich der Stoff nicht so schnell auf. ;)


Nachdem mir mein Rock so nackig vorkam und ich durch puren Zufall diese zarte Häkelspitze fand, habe ich damit noch den Übergang zwischen Bund und Rockteil kaschiert. (Das ist auch eine praktische Lösung, falls ihr Nähanfänger seid und diese Naht nicht ganz so optimal geworden ist.) 

Hätte das Suchen nach der passenden Spitze nicht so lange gedauert, wäre der Rock schon längst in der KreaKränzchen-Linkparty verlinkt. Da sind übrigens (mal wieder) richtig tolle Sachen dabei! Schwedische Torten, Blumendeko, Zitronen, Eis - alles was man zu einem gelungenen Midsommarfest so bräuchte. Schade, das niemand eine Ikeatüte recycelt hat, das wäre doch auch irgendwie "midsommar"-lich.

Und auch wenn meinem Rock dieser skandinavische Bezug irgendwie fehlt ... die letzten vier Wochen repräsentiert er ziemlich gut, denn bei dem Rockteil muss ich irgendwie immer an die Gewitterwolken der letzten Wochen denken. ;) 

Am morgen geht es dann beim KreaKränzchen um das Thema "Honigmond". Dazu habe ich ja noch gar keine Assoziationen... aber es wird ja wieder ein tolles Moodboard geben (wie dieses Mal!). Ansonsten finde ich ja vielleicht beim heutigen CreaDienstag noch Anregungen. ;)

Nachtrag vom 15.07.: Da war ja noch was ... ^^

Da hab ich beim Schreiben wohl nicht richtig aufgepasst, dabei wollte ich euch doch noch sagen, das das Shirt vom Liebsten das Futter geworden ist (ihr habt also richtig vermutet!). 
Weil Bund und Shirt so gut zusammenpassten, musste ich nicht mal etwas rüschen. Nur sollte man ein bisschen aufpassen, dass man das Futter so abschneidet, das man am Saum nichts mehr kürzen muss - dann kann man nämlich auch den T-Shirt-Saum recyclen. ^^

Sonntag, 12. Juli 2015

7 Sachen mit Hochzeit

Leute - das war ein Wochenende! Eine Achterbahnfahrt der Gefühle! 
Die Hochzeit meiner Mutti, über die ich hier schon öfter gesprochen habe, ist perfekt über die Bühne gegangen. Während es Freitag eher windig und wolkig war und es heute sogar geregnet hat, war das Wetter am Hochzeitssamstag perfekt! Außerdem war der Sänger toll (oooh, er hat so eine tolle Version von "Dir gehört mein Herz" gesungen!), das Essen lecker, die Gäste gut drauf, das Brautpaar glücklich - und sogar meine liebe Silvi hatte ich das gesamte Wochenende zu Besuch, die habe ich nämlich wegen ihrer Erfahrung (hier ein tolles Beispiel!) als Fotografin gebucht. ;) 

Jetzt, wo dieses Großevent so gut über die Bühne gegangen ist, brauche ich erstmal einen Moment, um mich zu sammeln, aber dann gehts direkt an die nächste Aufgabe: Umzug! ^^ Vorher zeige ich euch aber erstmal 7 Sachen bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr bei Grinsestern

 1. Noch grinse ich ... aber direkt nach dem letzten Haarfoto habe ich
gefühlt 5kg Haarnadeln aus dem Gesamtkunstwerk gezogen.
Nicht zu vergessen: Die 3 Dosen Haarspray, die ich noch ausbürsten musste. 
Da war es übrigens 3.30Uhr. Ich war später im Bett als die liebe Silvi,
denn ich musste auch die Brautfrisur entwirren. ^^
 2. Wenige Stunden später: Mieze kraulen.
 3. In großer Runde (aber dafür ohne Smoothie) frühstücken.
Mit toller selbstgemachter Erdbeermarmelade!
 4. Nach zügiger Heimfahrt noch Gartenmitbringsel der Großeltern verarbeiten.
Neben den Erdbeeren gab es noch Himbeere, Johannisbeeren, Gurken und
Zucchini. Und natürlich einige Reste vom Hochzeitsfest...
 5. ... wie Kuchen zum Beispiel. Das mit dem Röschen ist sogar noch
Hochzeitstorte! NomNom!
 6. Während im TV schließlich das Staffelfinale von Penny Dreadful 
lief, habe ich noch einen Schnitt abgezeichnet. Das geht immer. ^^
7. Außerdem brauchte der Schnitt auch noch integrierte Nahtzugaben!

Jetzt wollte ich schon sagen: Mensch, da habe ich an diesem Wochenende auf den letzten Drücker sogar noch irgendetwas stoffig-kreatives gemacht... Dabei stimmt das gar nicht, Samstag vor der Trauung habe ich auch noch den ein oder anderen Handstich getan, zum Beispiel um undezente Ausschnitte zu sichern oder Krawatten zu reparieren. 

Nun bin ich aber wirklich hinüber. Eure 7 Sachen lese ich dann morgen! :D
Bis dahin: Startet gut in die neue Woche!

Donnerstag, 9. Juli 2015

Sag niemals nie.

Habt ihr auch gewisse Dinge im Kopf, von denen ihr euch nie im Leben vorstellen könntet, sie selbst herzustellen? 

Egal, ob sie eurer Budget übersteigen, unbekannte Techniken erfordern oder einfach nur nervig sind - manche Sachen will man doch einfach nicht machen. Ich zumindest habe - bzw. hatte - einige solcher Dinge. Unterwäsche beispielsweise gehörte lange dazu. 

Bis vor wenigen Wochen hätte ich außerdem gedacht, das ich nie im Leben Bettwäsche selbst nähen würde. Aber wie es so schön heißt: Manchmal kommt es anders, als man denkt. ;)


Warum ich nie Bettwäsche nähen wollte?
Nun, zunächst frisst so ein Projekt wahnsinnig viel Stoff. Wenn ich allein daran denke, was eine Bettdecke benötigen würde (und was dieser Stoff unter Umständen kosten würde), wird mir ganz schwindelig.

Hinzu kommt die fehlende Herausforderung: Wenige (und dafür lange) gerade Nähte ... Nein danke! 

Nun habe ich aber ein Seitenschläferkissen. Dafür passende Bezüge zu finden ist echt schwierig - falls unter euch BesitzerInnen eines Stillkissens sind, werdet ihr mir bestimmt zustimmen! Als ich auf dem Stoffmarkt günstige und trotzdem weiche Baumwolle kaufte und irgendwann im Stoffstapel wiederfand, habe ich mich dann doch mal an dieses Projekt gewagt.


Wenige Zeit später - die Kissenhülle musste ja nur an den kurzen Seiten zusammengenäht und schließlich an der offenen Längsseite gesäumt werden - war sie dann auch fertig. Nur das Anbringen der Kam Snaps dauerte mal wieder ewig. Seid ihr bei solchen kleinen Schritten auch manchmal so faul? ^^

In Kombination zu diesem Schlafutensil kann ich euch ja noch was kleines zeigen: 
Shorts aus Baumwolle!

Verlinkt bei RUMS!

Das Schnittmuster habe ich auf Pinterest entdeckt - klick - und wollte es quasi sofort nachnähen! Es ist wirklich einfach und man kann ganz gut das Annähen von Schrägband üben. ;) 

Allerdings sitzen die Shorts für meinen Geschmack etwas zu taillennah. Das sieht am Bein zwar durch den seitlichen Überlapp ganz hübsch aus, ist mir zum Rumlümmeln oder zum Schlafen aber doch zu unbequem. 
Da für mich auch die Schrittnaht etwas zu eng geschnitten ist, werde ich Nummer zwei vermutlich ein bisschen abändern. 


Meine Notlösung am Bund gefällt mir hingegen richtig gut. Ich hatte kein breites Gummiband zur Hand und habe stattdessen 3 schmale Tunnel genäht, durch die dann 3mm breites Gummi gezogen wurde. Das ist herrlich bequem! 

Bei diesem Schnitt kann ich euch nur eine ganz warme Empfehlung aussprechen, ihm mal eine Chance zu geben. ;)

Ein netter Nebeneffekt dieser zwei einfachen und schnellen Projekte: Der Stoffstapel im Schrank ist etwas geschrumpft. ;) Als nächstes sollte ich mich mal meinen ganzen Jersey-Stücken widmen. Die sind zum Teil recht klein, aber weitere Slips will ich daraus eigentlich nicht machen.
Habt ihr spontane Eingebungen, was ich mit meinen Resten (durchschnittlich 50 x 140cm groß) anfangen könnte?