Dienstag, 29. September 2015

Kurze Hosen für den Herren

Während ich gerade auf dem Balkon in der Sonne saß um einen Apfel zu essen und mich etwas aufzuwärmen - ja, an meinem Schreibtisch sitzend wird mir schon ein wenig kalt -, dachte ich: Optimales Wetter um euch dieses Projekt zu zeigen!

Verlinkt beim CreaDienstag.

Eine Hose für meine bessere Hälfte. 
Die viel zu selten was von mir genäht bekommt. Eigentlich kann ich nicht mal sagen, dass ich nur für mich nähe. Rund die Hälfte meiner Projekte, mal mehr, mal weniger, werden verschenkt. Trotzdem bekommt mein Liebster, der euch übrigens unbedingt dieses tolle Qwertee zeigen wollte, eher selten was davon. 

Als er im Sommer jedoch vergeblich nach einer kurzen Hose suchte, die nicht 15cm über seinen Knien endet, habe ich mir ein Herz und einen abgelagerten Stoff gegriffen, und losgelegt.


Der Schnitt ist von einer seiner passenden Hosen abgenommen. Ich habe sogar extra ein Probeteil genäht, trotzdem ist die Hose ein bisschen weit, wie man an der kleinen Falte über der Gesäßtasche erahnen kann.

Ansonsten bin ich aber ziemlich zufrieden mit dem Schnitt: Die Länge der Beine stimmt, die Taschen vorn und hinten haben auch gut funktioniert, bis auf das kleine Größenproblem ist also alles in Ordnung - also kann ich an dieser Stelle nur noch mal dafür plädieren, dass ihr Schnitte ab- und selbstzeichnen einfach mal ausprobiert. ;D


Hier noch mal die Taschen im Detail. 
Hinten sind sie einfach aufgesetzt, wobei ich mir da sogar mit Bügeln richtig Mühe gegeben habe. ^^ Vorn habe ich Eingriffstaschen vom vorhandenen Hosenmodell übernommen, etwas ... verkitschtes Futter inklusive.
Der cremefarbene Stoff mit den Schriftzügen findet sich auch als Futter am Bund. Der Liebste sagt, das geht in Ordnung, schließlich passen beide Stoffe farblich gut zusammen. ^^


Mein besonderer Stolz: Die verdeckte Knopfleiste vorn! 
Bisher habe ich zwei verdeckte Reißverschlüsse eingenäht, vielleicht auch drei? Aber das klappt eigentlich ganz gut. Eine Knopfleiste, sogar mit Knopflöchern von der Nähmaschine, war aber eine echte Herausforderung, zumal mir eine gute Anleitung dazu irgendwie fehlte. Nach einigen Gedanken und vielem Betrachten des Originals hat es aber doch gut geklappt! :D
Okay, ein paar Fädchen stehen da doof ab, aber die ignorieren wir jetzt, ja? ^^

Ach ja, ein Label habe ich natürlich auch aufgenäht. Natürlich habe ich vergessen, dass ich ja gern mal ein Label auf eine Gürtelschlaufe tackern wollte... Aber gut. Beim nächsten Mal vielleicht. *g*

Sonntag, 27. September 2015

7 Sachen

Das war ein Wochenende - aber bevor ich euch ein Ohr abkaue, gibts erstmal in 7 Bildern zu sehen, was ich heute gemacht habe, wobei es egal ist, ob es 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert hat, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Frühstückssmoothie, nur echt vor der Tafelwand.
 2. Alibi-Handschlag am Nähtisch: Neuen Stoff wegräumen.
Gern hätte ich heute genäht...
 3. ... aber stattdessen war Putzendspurt in der alten Wohnung angesagt.
Unter anderem habe ich 28qm Parkett versiegelt.
 4. Alternativ gab es auch Teppich zu reinigen oder Reiniger zu verstauen... 
Ich sag euch, 5 Stunden haben wir geputzt. Ätzend.
 5. Wieder zu Hause wartete dann Kaffee und Kuchen.
 6. Und natürlich Häkelzeug!
 7. Sogar ein neues kleines Projekt konnte ich starten, mit Hilfe der
niedlichen neuen Maschenmarkierer, die ich bekommen habe.

 Wieder ein Wochenende, nachdem ich einfach nur müde bin. Neben dem Reinigungsmarathon hatten mein Liebster und ich aber auch noch ganz großartigen Besuch, mit dem wir gestern zum 1. internationalen Batman-Tag Leipzig unsicher gemacht haben. (Instagram-Follower wissen, wovon ich rede! ^^).
Leider gab es auch einige schlechte Nachrichten an diesem Wochenende im Hause Goldkind. Auf die mag ich nicht weiter eingehen, aber vielleicht könnt ihr mir einfach ein bisschen die Daumen halten?
*seufs*

Dienstag, 22. September 2015

Richtig Nähen mit der Overlock - Das Ende der Unsicherheit?

Eigentlich wollte ich euch diesen Post letzte Woche schon präsentieren (na ja, genauer gesagt liegt das Buch schon ziemlich lange bei mir auf dem Schreibtisch). Wegen dem ganzen "Umzugs-mimimi" blieb das Nähen aber auf der Strecke, so dass ich erst gestern Abend mal wieder so langsam Richtung Nähtisch pilgern konnte. Am Ende habe ich allerdings nicht genäht, sondern nach 30min Zusatzrecherche geschmollt und mich aufs Sofa verzogen - und ja, das hat unmittelbar mit dem folgenden Post zu tun, aber lest selbst. ;D

Also, hier kommt "Praxis-Ratgeber. Richtig nähen mit Overlock- und Coverlock-Maschinen" von Christelle Beneytout und Sandra Guernier.


Eigentlich sind meine Overlock und ich ja schon richtig dicke Freunde. Bei fast jedem Nähprojekt erleichtert sie mir die Verarbeitung - oder ermöglicht mir bestimmte Projekte sogar erst (ich sage nur: Jersey! Chiffon!). Dennoch erinnere ich mich noch gut an das Gefühl, als ich das erste Mal vor dem kleinen Maschinchen mit den großen Konen saß: Überforderung.

Wer, was, wie? Ich war einfach total verunsichert, auch der Blick in die Bedienungsanleitung beruhigte mich nicht unmittelbar. Zwei Jahre später beschleicht mich immernoch gelegentlich das Gefühl, dass ich hier alles auch nur hinmurkse. Beispiele?
Hier habe ich ein Top aus Kirschjersey angeteasert, das seit der Fertigstellung im Schrank versauert. Irgendeine Fadenspannung war beim Nähen mit der Ovi zu hoch (?), so dass die Nähte nun nicht so elastisch sind, wie ich es gern hätte. Und meine ersten Versuche mit Bauschgarn waren auch nur "okay".

Die zwei französischen Autorinnen wollen uns, also allen verunsicherten Zusatzmaschinenbesitzer*Innen, nun helfen, und Amber Light erwähnte vor kurzem erst, das sie auf diesen Ratgeber schwört!
In der bereits 3. Auflage seit 2012 erklären die zwei erfahrenen Schneiderinnen  auf 171 A4-Seiten, wie man richtig mit Over- und Coverlock näht. Großformatig, in Farbe: So soll ein Nachschlagewerk aussehen!

Nachdem die erste Euphorie verflogen war, setzte ich mich motiviert an die Lektüre. Dabei bemerkte ich schnell: Die großformatigen Seiten hätte man wohl auch ein bisschen zusammenkürzen können, an einigen Stellen ist gefühlt die Hälfte der Seite weiß geblieben. Das Layout ist so zwar sehr übersichtlich, aber es entstehen auch ziemliche Lücken auf den Seiten.

Dickes Format, viel Luft im Layout.
Na ja, nicht so wild. Positiv gesehen kann man sich so individuelle Notizen an den Rand machen, zum Beispiel für eine positiv erprobte Fadenspannungskombination.

Schwerer wiegt da in meinen Augen die mindestens gewöhnungsbedürftige inhaltliche Sortierung.
Die Autorinnen entschieden sich für insgesamt 4 Kapitel:
  1. Kapitel Overlockmaschinen, Coverlockmaschinen und Zubehör.
  2. Kapitel Grundlagen des Nähens mit Overlock und Coverlock
  3. Kapitel Zusammennähen von Kleidungsstücken
  4. Kapitel Zierstiche und spezielle Verarbeitungen
Alle Kapitel enthalten dabei eigentlich ganz gute Tipps, auf den ersten Blick ist die Aufteilung so auch gut gelungen. Nur beim ersten Abschnitt bin ich etwas hin und her gerissen. Der Teil über "Was ist eine Ovi?", "Wie funktioniert die Coverlock?", "Welche Gemeinsamkeiten gibt es?" usw. sind für Anfänger sicherlich noch nützlich. In meinen Augen jedoch völlig überflüssig ist die Vorstellung einzelner Modelle. Ein gutes Dutzend mag dabei vielleicht noch die gängisten Firmen abdecken, einfach nur ein Foto und eine Auflistungen von Merkmalen hilft allerdings weder bei der Kaufentscheidung noch beim Vergleich verschiedener Angebote. Hier fehlen Angaben zu Preisgruppen, ein Merkmalsvergleich oder zumindest Eckpunkte, die bei der Auswahl hilfreich sein könnten.

Auch wenn dieses Vorstellungsrunde sogar extra im Klappentext angepriesen wird - vergleichen müsst ihr leider selbst, dazu reichen die paar Seiten weder vom Umfang, noch in der Tiefe (zumal ein Stand von 2012 vermutlich auch schon ziemlich veraltet ist). Schade!

Aber halten wir uns nicht bei diesem kleinen Teil des Buches auf, es warten ja noch drei weitere, interessantere Kapitel. Die sind auch alle gespickt mit tollen großen und kleinen Tipps, die man so in den Geräteanleitungen vermutlich nicht finden wird (meine schweigt sich über einige Dinge aus, beispielsweise über die Flatlock-Naht).
Dazu gibt es zu jeden Punkt Fotos zur Erläuterung. Die wirken zwar nicht alle hochprofessionell oder optimal ausgeleuchtet, aber man erkennt, worauf es ankommt.

Es stimmt also die Informationsauswahl und zumindest weitgehend die Erklärungstiefe. Aber trotzdem habe ich noch was zu meckern: Während in der Gliederung immerhin kleine Buchstaben kennzeichnen, welche Maschinen nun gemeint sein sollen, fehlt diese Kennzeichnung im Fließtext später ganz. War das nun noch für Ovis? Oder schon für Coverlocks? Irgendwie sehr verwirrend.
Ganz ehrlich? Am Stichbild kann ich auch nicht unbedingt unterscheiden, ob nun etwas konkret für eine Overlock oder eine Coverlock sein soll.
Also muss man sich mühsam durch die einzelnen Teile kämpfen. Auch fehlt mir am Ende ein Index, in dem ich noch mal nachschlagen könnte. 

Ach ja, es sei außerdem erwähnt, dass die Lektüre weder Grundlagen des Nähens ersetzt noch einen Blick in die Bedienungsanleitung erübrigt, denn ob die ob die eigene Maschine das gewünschte Feature nun hat (oder ob es besondere Einstellungen zu beachten gilt), steht oft in den Sternen.
Beispiel: Der 3-Faden-Super-Stretch klingt nach der perfekten Lösung für mein Kirschjerseyproblem, aber nicht jede Overlock kann mit nur einem Greiferfaden nähen. Meine Bedienungsanleitung schweigt sich dazu aus, nach besagter Recherche kam ich gestern zu der Erkenntnis, dass sie es wohl nicht kann. Tja, damit bin ich jetzt natürlich weniger verunsichert (die theoretische Lösung kenne ich ja), aber doch ein bisschen frustriert. Übrigens ist das so ein Fall, wo eine Erwähnung in der Modellübersicht sicher nützlich gewesen wäre.

Fazit.

Gelernt habe ich bei dieser Informationsfülle eine Menge, auch wenn die Aufbereitung in meinen Augen nicht optimal ist. Wer wirklich das letzte bisschen Können aus seinem Maschinchen kitzeln möchte, sollte hier zugreifen und das Buch einmal am Stück lesen.  Am besten dann noch die wichtigen Stellen mit Klebezettelchen markieren. ;)
Wer allerdings nur "Gelegenheitstäter" ist und mit seiner Bedienungsanleitung gut bedient ist, muss hier nicht unbedingt zugreifen.

Ich bedanke mich noch beim Stiebner-Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung des Rezensionsexemplars und schmolle eine Runde über den 3-Faden-Super-Stretch. ;)

Sonntag, 20. September 2015

7 Sachen

Ich wünschte, ich könnte einen 7 Sachen-Post mal anders beginnen, aber... boar, was bin ich fertig! Nach einer schon gut gefüllten Woche wartete Freitag Abend ein (leicht von der deutschen Bahn sabotierter) Besuch in Leipzig (mit guten Nachrichten! :D Meine Schnittfee hat meine Ärmel "abgenickt", damit könnte ich jetzt theoretisch mit der Dachkragen-Jacke fortfahren!) und 10 Stunden Renovierungsmarathon am Samstag mit einer Fortsetzung am Sonntag.

Aber kommen wir erstmal zu den heutigen 7 Sachen, bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Smoothie in Szene setzen, hihi. 
Was sagt ihr zu meiner Tafelwand? :D
 2. Gnadenfrist: Noch ein paar Schnitte ausschneiden.
 3. Im schönsten Outfit weiter Farbe an die Wand bringen.
 4. Für weiteres Umzugschaos sorgen. 
Quizfrage: Welches Zimmer ist zu sehen? ^^
 5. Kaffeepause mit Filterkaffee und Keksen!
 6. Kapitulieren. Statt noch mal den Putzlappen zu schwingen, 
habe ich lieber noch die Häkelnadel geschwungen.
Bisschen Sonntag muss sein.
 7. Irgendwo habe ich sogar noch ein paar Reserven her geholt und
ein paar Jerseyreste zerlegt. Jetzt liegen wieder einige angefangene 
Projekte mehr auf meinem Nähtisch. ^^

 Neben diesen Dingen habe ich heute sogar noch Nudelsuppe gekocht - und jetzt hänge ich wirklich wie der letzte Schluck auf dem Sofa. Morgen ruft der nette und körperlich nicht so fordernde Bürojob nach mir, darauf freue ich mich schon! :D 
In diesem Sinne: Startet gut in die neue Woche!

Donnerstag, 17. September 2015

Ich nähe ein Raffrollo?

Ich schwöre - am Dienstag wollte ich einen Post mit euch teilen. Montags habe ich noch ganz fleißig (aber nicht zu Ende...) geschrieben, dann kamen aber der Montags überforderte Service in unserem Stamm-Mexikaner und nächtliche Ausräumendspurts dazwischen ... Und Dienstag dann 8 Stunden Küchenumbau und ach, ihr wisst schon. Umzugswahnsinn! 

Aber ich kann nun stolz verkünden: Alle Kisten sind ausgepackt! :D
Also, alle bis auf eine. Da sind noch meine Bilderrahmen drin, die noch keinen neuen Platz gefunden haben. Die können allerdings auch noch etwas warten. Fehlen eigentlich nur noch ein paar Wohntextilien und Lampen für den letzten Schliff. Bei ersterem kann ich heute verkünden:

Ich habe ein Raffrollo genäht!


Verlinkt bei RUMS und Sew + Show.

Tadaaa!
Ja. Ein bisschen unspektakulär. Akerdings sollte ich vielleicht erwähnen, das ich zwar grundsätzlich alles Textile mag, aber gegen Gardinen hab ich irgendwie was. Vor allem kann ich mir nie vorstellen, wie eine größere Stoffmenge später hängend aussieht! Gardinen kaufen ist mir also ein Graus.
Daher war ich sehr froh, dass dieser Stoff hier von den Maßen her passte, ich habe nämlich von meiner lieben Sophie mal einige Gardinenproben bekommen, von denen ich ziemlich lang zehren konnte. ^^


Da nun für dieses Fenster das Stoffproblem gelöst war, stand nur noch die Frage nach dem "wie" im Raum. Ein bisschen googlen, etwas Suchen bei youtube und schon stand auch die Idee "Raffrollo".
Ein Rollo erschien mir fürs Bad ganz nützlich: Blickdicht, aber wenn man Ausblick will, schnell weggepackt. Da links neben dem Fenster die Badewanne ist und auf der anderen Seite die Toilette, sollte auch auf keiner Seite irgendwie nutzloser Stoff hängen.

Irgendwie konnte ich mir ja fast nicht vorstellen, wie man so ein Teil optimal näht, dieses Video hat aber schnell Abhilfe geschaffen!


Tja, und so hängt es nun vor unserem Badfenster. :)

Ein paar Details.

Noch ein paar andere Gedanken.

Goldkind in Worten und Werken ist ein Nähblog. Ja, ich teile hier auch mal private Dinge mit, aber im Großen und Ganzen bekommt ihr natürlich nur die schönen, netten Dinge aus meiner heilen DIY-Welt mit (von Nähfails o.ä. mal abgesehen). 
Wenn ich heute aber Facebook, Nachrichten oder sogar RUMS anklicke, geht das Thema Flüchtlinge auch an mir nicht vorbei. Auch ich möchte helfen. Muss ich das nun hier in "meiner Öffentlichkeit" tun? Vermutlich nicht, aber vielleicht kennt die ein oder andere die Aktionen ja noch nicht, ist eingeschüchtert oder schlicht überfordert von den vielen verschiedenen Hilfsangeboten (so geht es mir teilweise).
 
Was soll im Hause Goldkind passieren? Mein Liebster und ich wollen hier in Halle ein Fahrrad spenden, vielleicht auch den alten Teppich, der im Keller steht, und ein paar Textilen. Ich möchte außerdem meine Zeit dazu nutzen, helfenden Menschen zu helfen. 
Und schließlich hat mich die tolle Aufzählung bei RUMS dazu motiviert, auch kreativ etwas beizutragen. Im Sinne von "simplify your fabric" möchte ich Mützen nähen (vor kurzem habe ich mich ja noch über meine Jersey-Reste beschwert...). Außerdem bin ich ganz zuversichtlich, dass ich für die Gruppe "sew a smile" auch passenden Stoff für den ein oder anderen Beutel parat habe. Jeder kann das beitragen, was er schafft. :)

In diesem Sinne: Refugees welcome!


Sonntag, 13. September 2015

7 Sachen

Nachdem der Donnerstagsposts wegen Sofa ausgefallen ist, melde ich mich heute wieder mit den 7 Sachen, bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Frühstück im Mini-Chaos und ohne Smoothie. :(
 2. Danach etwas Entspannungshäkeln. 
Die Wolle sieht ein bisschen wie Kaffee aus, oder? :D
 3. Kistenpacken, die 2. +.+
 4. Kuchenpause mit den letzten Gartenerdbeeren. 
Tiefkühlfach leer essen ftw!

 5. Für Chaos in der neuen Wohnung sorgen...


 6. Papierpläne planen.
 7. Balkonkästen aufhängen.


Dank mangelnder Pflege konnte ich zwei der drei Kästen übrigens direkt winterfest machen, die Blümchen darin waren nämlich nur noch knusprig. ^^ 
Tja, ansonsten habe ich gestern und heute eigentlich nur Kisten gepackt und geschleppt, echt erstaunlich, was für ein Stauraum sich selbst in der kleinsten Küche versteckt! Nun steht die neue Wohnung voll und der Küchenumbau in den Startlöchern. Die kommende Woche wird also diesbezüglich noch mal ein bisschen aufregend (zumal dann noch die Renovierung ansteht), aber ich nähere mich der Ziellinie! 
In diesem Sinne: Startet gut in die neue Woche!

Dienstag, 8. September 2015

Hexagon-Drachenschuppen

Feierabend ist, wenn du nicht mehr in der Bibliothek vorm Netbook oder anschließend zu Hause vorm PC sitzt, sondern gemütlich auf dem Sofa. Allerdings wieder mit Netbook, denn das Bloggen ist heute bisher auf der Strecke geblieben. Wie erst am Wochenende wieder festgestellt: Blogbeiträge vorbereiten wäre ein Segen! Aber derzeit auch eine organisatorische Meisterleistung, denn am Wochenende bin ich auch in der nächsten Zeit noch mit Umzugsgedöhns beschäftigt. 

Aber ich will euch kein Ohr abkauen mit meinem "arrrrgh, ich muss die Küche ausräumen" und "Verflucht! Wie bekomme ich den Rostfleck von der Marmor-Fensterbank?", sondern euch noch ein Nähwerk von vor einiger Zeit zeigen.

Verlinkt beim CreaDienstag und natürlich bei der großartige Nerd'n'Geek Linkparty von Lotta!
Dieses kleine Täschchen hat eine liebe Freundin von mir zum Geburtstag bekommen. Die Franzi ist nicht nur selbst begeisterte Nähtante sondern (unter anderem) dem Spiel "The Elder Scrolls" verfallen. Daher wollte ich ihr irgendwas passendes machen, am besten gepatchworkt.

Nachdem mich die Schwert- und Drachenvorlagen bei Fandom in Stitches nicht so umgehauen haben, sollte es Drachenhautoptik bekommen. Leider kann ich nicht so gut Stricken wie AgnesBarton, die mich mit ihren Drachenhandschuhen echt umgehauen hat! 
Dann kam ich von Stoffmanipulationen über Faltungen bis hin zu Lederflicken habe ich alle möglichen Varianten durchdacht, bis ich doch wieder bei den guten alten Hexis gelandet bin.


Passender Innenstoff war auch gefunden, mal wieder ein Stückchen vom Ikea-Holzstoff. 

Neben den Fotos der fertigen Tasche habe ich noch ein paar Work in Progress-Bilder mitgebracht, das wundervolle an Hexis als eine Variante des english paper piecings ist ja, dass es eine meditative und langwierige Aufgabe ist... ^^


Englisch Paper Piecing?

Wenn man nach Hexagonen und Hexi-Patchwork sucht, wird man früher oder später wohl über die alternative Bezeichnung "English Paper Piecing" stolpern. Doch halt, Paper Piecing - war das nicht das, was ich mit den Superhelden gemacht habe, die man auf Papier näht? Ja, gewissermaßen schon!
Damit hier nicht zu viel Verwirrung aufkommt:
  • English Papier Piecing = Das Beziehen von Schablonen mit Stoff, die so entstandenen Formen werden anschließend mit der Hand zusammengenäht. (Eine kleine Einführung findet ihr hier!)
  • Paper Piecing/Foundation Piecing = Direktes Zusammennähen von Stoffstücken auf Papier mit der Nähmaschine (das Grundlagenvideo von Dawanda habe ich ja schon mal verlinkt)
So, jetzt habt ihr sogar noch ein bisschen was gelernt, hoffe ich. ;D

Sonntag, 6. September 2015

7 Sachen

Ich hoffe, Blogger sabotiert mich hier jetzt nicht noch mal ... Postversuch Nr. 1 musste ich nämlich gerade "löschen", weil sich einfach nichts mehr tun wollte. Nach einem vollgepackten Wochenende genau das richte. ;) Aber immerhin hatte ich heute ganz lieben Besuch, aber dazu gleich mehr.

Erstmal möchte ich euch die 7 Sachen zeigen, bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Frühstücken (in der alten Wohnung), inklusive Erdbeer-Bananen-Smoothie.
(Merkt man, das wir eine Lieblingskombi haben?)
 2. Erdbeerkuchen vorbereiten. Mit Gartenerdbeeren!
 3. Arbeiten (am neuen Arbeitsplatz),
genauer gesagt: Einen Blogpost für DeepGround vorbereiten.
(Ja, für meinen eigenen Blog schaffe ich das nicht ^^)
 4. Besuch begrüßen/Erdbeerkuchen essen/Geschenke auspacken!
(Soviel in einem Bild. *g*)
 5. Besuch viel zu früh verabschieden. :(
(Wer jetzt glaubt, das wäre meine Schwester: Das ist die liebe Silvi, hihi.
Und ja, wir tragen die gleiche Jacke an! ^^)
 6. Trostmaterial bereitlegen.
 7. Soulfood (indisch) wegnommen!


Obwohl wir sehr leckeren Kuchen gegessen haben - also das er lecker war, sage ich jetzt einfach mal so ^^ - war ich zum Abend suuuuper hungrig! Und dann kommt der Lieferdude ewig nicht, boar, das war Folter. ;) 
Ansonsten habe ich mich so über den Kurzbesuch von Silvi gefreut und natürlich über ihr Geschenk, ich habe nämlich ein Exemplar des Buches bekommen, das sie mit illustriert hat

Ach, Wochenenden sind immer viel zu fix vorbei, oder? 
Ich klicke mich jetzt noch durch ein paar Blogs, dann gehts ab ins Bett. Startet gut in die neue Woche! :D

Donnerstag, 3. September 2015

Kameragurt Nr. 5 und ein Tipp

Huch, ja ist denn schon wieder Donnerstag?
Tatsächlich. Nach dem Urlaub hat mich das Umzugschaos noch immer fest im Griff, auch wenn es seine Klauen langsam von mir löst - erfolgreich kann ich nämlich verkünden, dass wir nur noch 2 Kisten mit Zeug haben, die noch keinen Platz gefunden haben.
Bevor ihr allerdings in Jubel ausbrecht, muss ich gestehen, das wir ja eigentlich nur zur Hälfte umgezogen sind: Der gut gefüllte Kleiderschrank sowie Küche und Waschmaschine stehen noch acht Hausnummern weiter. Das heißt, Umzug Teil 2 wartet noch, aber bis dahin freue ich mich erstmal darüber, das es hier schon halbwegs wohnlich aussieht. ^^

Verlinkt bei RUMS.

Nähentzug habe ich übrigens auch schon. Nicht so schlimm wie auf Internet verzichten zu müssen (und vor allem meldet sich solangsam mit jedem sinkenden Grad Außentemperatur die Häkellust wieder!), aber doch merklich.
Bevor ich neue Dinge nähe, habe ich aber noch ein paar Sachen zum zeigen, beispielsweise diesen Kameragut! 

Den Stoff habe ich bei Patch&Work im Sale gekauft, bei Golddruck kann ich einfach nicht wiederstehen! (Da war es dann auch nur halb so schlimm, dass ich nicht den gewünschen Fat Quarter sondern ganze 50cm nehmen musste ^^) Und während ich ja erst dachte, dass ich meinen Kameragurt besticken möchte (vielleicht erinnert ihr euch noch an mein KreaKränzchen-Beitrag zum Thema "Himmelwärts"?), hat mich nicht nur dieser Stoff eines besseren belehrt, in meinem Kopf war so eine aufwendige Stickerei auch einfach nicht haltbar genug für einen Gurt, den ich ständig irgendwohin zuppele.


Kommen wir noch zu dem Tipp, den ich ja angekündigt habe:
Grundlage für meine mittlerweile fünf selbstgenähten Kameragurte waren ja Materialkits, die ich bei Dawanda, genauer gesagt bei Snaply, erworben habe. Neben den nutzlosen Steckschnallen war nach meinem Geschmack noch ein überflüssiges Produkt enthalten: Das Echtleder. Mal ganz davon abgesehen, was man von Echtleder halten will oder nicht, ist es nach meinem Empfinden einfach viel zu dick für eine Haushaltsnähmaschine - ich hätte zumindest auch mit besten Willen davon keine zwei Lagen + Gurtband unters Nähfüßchen bekommen.
Also habe ich auf dünneres Kunstleder aus meinem Bestand zurückgegriffen, dass ich auch etwas größer als eigentlich benötigt ausgeschnitten habe. Wenn dann beim Nähen doch ein bisschen was verrutscht (was bei mir irgendwie bei jedem Gurt passiert ist), kann man nachträglich noch ein bisschen zurechtschneiden. Voila - so gelingen zumindest halbwegs gerade Kanten. ;)
Wie gut, das ich das beim vorerst letzten Gurt dann auch mal geschnallt habe... ^^

Übrigens bin ich so verliebt in diesen gold-schwarzen Stoff, das ich vielleicht noch ein passendes Portemonaie nach dem bereits erprobten Schnitt nähen möchte - Ja ja, die Näh-Liste wird schon wieder länger. ;)