Donnerstag, 29. Oktober 2015

Wickelkleid die 2.

Erinnert ihr euch an meinen Wickelkleid-Fail?

Obwohl ich bei Konfektionsschnitten immer skeptisch wegen der Passform bin, wollte ich dem kostenlosen Schnitt eine Chance geben. Das Ergebnis war mehr Kittelschürze als Kleid. (Im Nachhinein kann es übrigens nicht an mir liegen, meine liebe Silvi hat es nämlich auch anprobiert - mit dem gleichen, lahmen Ergebnis.)

Statt mich noch weiter durch andere Schnitte zu wurschteln, wollte ich es einfach wieder mit einem selbsterstellten Schnitt versuchen...


... und es hat funktioniert! 
Eigentlich habe ich das Kleid auch schon echt lange fertig, wie der zehn Wochen alte Instagram-Post beweist. (Mittlerweile habe ich den Schnitt sogar schon ein zweites Mal getestet... ^^)

Es lag mal wieder daran, das ich nicht zum Ablichten gekommen bin. Als ich dann bei meiner Haus- und Hoffotografin ankam, aufgestylt und in Schale geschmissen, spielte das Wetter nicht mit.
Aber ab vergangenen Wochenende habe ich spontan mit meinem Liebsten Fotos machen können. Da ist das Outfit zwar suboptimal (wer kann auch ahnen, das meine Schuhe quasi tarnfarben sind? ^^), aber es soll ja ums Kleid gehen.


Weil das Knipsen echt Spaß gemacht hat, konntet ihr euch jetzt an meinem kleinen Striptease und meinen Grimassen erfreuen. Nun aber zum eigentlichen Kleid!


Wie ihr sehen könnt, hat das Wickelkleid keinen richtigen Wickeleffekt, sondern vorn so ein überlappenden Ausschnitt. Darunter kommt dann ein schmaler Streifen für die Taille und anschließend ein Kreissegment für den Rock. 

Hier ging es ja erstmal nur um den überlappenden Teil, in meinem Kopf lässt sich das dann auch ganz leicht zu einem echten Wickelkleid ummodeln.


Der Schnitt ist also kompletter Eigenbau. Was bei Rock- und Taillenteil erstmal nicht problematisch ist - das kann jede nachbauen, auch ohne Anleitung - war beim Oberteil zumindest mit einer kleinen Denkaufgabe verbunden.

Grundlage für den Wickelteil bildet mein Kleidergrundschnitt, der normalerweise Wiener Nähte hat (oder Princess Nähte? Also Brustabnäher in einer Teilungsnaht, die aus dem Armausschnitt kommen, ich kann mir den Unterschied einfach nicht merken ^^).
Hier habe ich die Teilungsnaht wieder zu einem schlichten Abnäher gemacht. Die Mehrweite unter der Brust kommt ohne Abnäher aus, da wird der Stoff eingekräuselt. Dann fehlte quasi "nur noch" der richtige Winkel für die Ausschnittdiagonale - da habe ich einfach ein bisschen mit einem langen Cardigan herumprobiert. Ich gebs zu, das war mehr Trial and Error als systemvolles Arbeiten.

Weil ich mir mit dem Stoffvolumen unsicher war, habe ich an der Diagonale noch ein kleines bisschen Extraweite zugegeben, die am Ende unnötig war und da jetzt leider doof rumschlackert, wie ihr auf dem unteren Bild erkennen könnt.
Im zweiten Schnittversuch habe ich diese Mehrweite wieder herausgenommen!


Abgesehen von diesem kleinen Manko finde ich diesen Versuch allerdings um Welten besser als die graue Kittelschürze! Mittlerweile habe ich mich sogar ein bisschen an die Farbe gewöhnt, ich bin ja sonst immer sehr skeptisch, ob diese Farbe gut mit meinen Haaren funktioniert.

Nach dem zweiten Probeteil könnte ich jetzt sogar den Fuchsstoff anschneiden, den ich im Wickelkleid-Fail-Post erwähnt habe... Aber da ist ja noch ein anderes Großprojekt.
Apropo! Ein Update zum Herbstwindquilt gibt es dann nächste Woche wieder, inklusive einiger Aufnahmen aus der Hallenser Heide. 

Wenn ihr bis dahin noch mehr herbstliche Inspiration sucht, schaut doch mal beim KreaKränzchen vorbei. Herbstliche und unherbstliche Sachen gibts heute außerdem bei RUMS!

Dienstag, 27. Oktober 2015

Eins für alles? - "Handbuch Patchwork"

Wer nicht gerade zum aller ersten Mal auf diesem Blog gelandet ist, der weiß: Ich bin ein riesen Patchwork- und Quilting-Fan. Ja, sogar dann, wenn ich mal wieder über ein aktuelles Projekt fluche. Oder es über Jahre vergesse.

Aber die vielen, vielen Techniken, Variationen und das wirklich für jeden Nähnerd ein Projekt dabei ist, begeistert mich. Wirklich jeder kann patchworken, selbst wenn er zum ersten Mal an einer Nähmaschine sitzt! (Oder wenn er gar keine besitzt.)

Öfter werde ich da nach Anleitungen oder Büchern gefragt, die das Thema abhandeln - und ich glaube, ich habe mein Standardwerk gefunden!

"Handbuch Patchwork. Das große Nachschlagewerk zu allen Techniken" von Marie Clayton


Das Cover.

Okay. Das "Handbuch Patchwork" und ich muss direkt zum Start mal wieder über die Namensgebung meckern, denn wenn mans genau nimmt, geht es in diesem Buch nicht (nur) um Patchwork. Wenn ich bei Amazon richtig geschaut habe, ist der Originaltitel "Ultimate Quilting Bible", was auch viel besser passt. Auf Seite 7 stellt Clayton auch klar:
"Die Kunst des Patchworkens ist so sehr mit der Kunst des Quiltens verwoben, dass sie für viele Leute gleichbedeutend sind, obwohl ein Quilt auch ohne Patchwork gestaltet werden kann und eine Patchworkarbeit nicht gequiltet werden muss."
Also, in diesem Buch auf 304 Seiten geht es um Patchwork und Quilting. Abgesehen von dieser kleinen und sehr verbreiteten Ungenauigkeit im Titel steckt zwischen den zwei Buchdeckeln jede Menge Wissenswertes.
   
Viel Inhalt?

Der Inhalt

Von außen sehen die 304 Seiten ja prall gefüllt aus, allerdings lässt das Inhaltsverzeichnis mit "nur" 13 Punkten den Leser erstmal ein bisschen im Regen stehen. Folgende Punkte stehen zur Auswahl:
  1. Einleitung
  2. Der Anfang
  3. Die Grundlagen
  4. Wholecloth- und Streifenquilts
  5. Patchworkquilts
  6. Applikationsquilts
  7. Verzierte Quilts
  8. Quilts in Falttechnik
  9. Techniken für Fortgeschrittene
  10. Verzeichnis der Quiltbegriffe
  11. Herstellerverzeichnis
  12. Index
  13. Dank und Bildnachweis
Ehrlich gesagt: Das ist nicht wirklich nützlich. Mehr als eine grobe Einteilung liefern diese Punkte nämlich nicht. Aber es gibt am Ende ja ein Glossar, in dem man alle relevanten Stichworte nachschlagen kann. Fettes Plus dafür!

Ebenfalls ein fettes Plus gibt es für den Umfang der Informationen:
Es fehlt weder eine Erklärung der nötigen Utensilien, noch Nähgrundlagen (Handstiche, Nähen mit der Nähmaschine inkl. Empfehlungen zu Füßchen und Nadeln) oder eine Materialkunde. Sogar eine kleine Farblehre, Hinweise zur Verwendung von Drucken sowie spezielle Informationen über Vliese und Rückseitenstoffe hat Clayton aufgenommen.

Und auch wenn die Gliederung es nicht direkt vermuten lässt, ist alles in angenehme Portionen verpackt. Ich werde jetzt nicht alle Unterpunkte aufzählen können, aber immerhin ein Beispiel habe ich mal für euch: Unter (3.) Grundlagen findet sich (unter anderem) eine Anleitung zum Handquilten. Diese ist dann noch mal Aufgeteilt in Quiltschablonen, gerade Linien, Seidenpapier, perforierte Mustervorlagen/Kopierrädchen, Muster vergrößern, Knoten, der Quiltstich, Abstände überbrücken, Quiltstile, Kordelquilten, Trapunto, Gebrauchsquilten, Sashiko sowie Kantha. Wenn das noch Wünsche offen lässt, weiß ich auch nicht.

Die Anleitungen

Die Themenabdeckung ist also - ganz im Sinne eines Nachschlagewerkes - wirklich umfassend, zumindest von meinem Kenntnisstand her. Doch wie sind nun die Anleitungen?
Jedes Unterthema (zum Beispiel "Sashiko") wird mit Zeichnungen und kurzen Textpassagen erläutert. Diese Anleitungen umfassen zwei bis vier Schritte. Ja, das klingt wenig. Die Anleitungen sind extrem komprimiert. Aber ich schätze, das man mit jeder ein Ergebnis erzielen kann, das der Technik entspricht. Bis zur Perfektion kommt man damit aber sicher nicht. Das kann allerdings auch gar nicht das Ziel sein, wenn man überlegt, dass beispielsweise das "The Ultimate Sashiko Sourcebook" bereits 128 Seiten umfasst. 
 
Zusammenfassend lässt sich sagen, das Clayton hier inhaltlich eher in die Breite als in die Tiefe geht. Dessen solltet ihr euch bewusst sein.

Wer dann aber online nach weiteren Ideen und Anleitungen suchen möchte, findet großartiger Weise viele Techniken sowohl auf deutsch als auch auf englisch benannt. Flying Geese oder Log Cabin sind nicht nur mir geläufiger als Fliegende Gänse und Blockhaus, auch das Internet wird dazu sicher mehr Suchergebnisse ausspucken.

Die Praxis

Nun hat man also nach der Lektüre wahnsinnig viele tolle Techniken kennengelernt, was fängt man nun damit an?

Da hilft das "Handbuch Patchwork" nicht weiter, denn konkrete Projekte wie einen Kissenbezug, eine Stiftemappe oder einen Sofaüberwurf finden sich nicht. Allerdings gibt es eine Hand voll Vorlagen zum Abpausen: Quiltschablonen, Schablonen für English Paper Piecing und einige andere Patchworkmuster, Applikationsschablonen (unter anderem für Hawaiianische Quilts) und Stickvorlagen.
    
Links: Sashiko in zwei Schritten. Rechts: Quilt verstürzen.

Mich stört das Fehlen von Projekten ja nicht so, die sind meistens eh nicht so wirklich mein Geschmack. Aber ein bisschen mehr Anschauungsmaterial wäre toll gewesen. Außerdem fehlt mir ein ganz entscheidendes Detail, nämlich der Verweis unter dem Bild, welche Technik für diesen Quilt nun verwendet wurde. Dafür muss man ein bisschen umständlich zum Bildnachweis blättern.
    
Links: Einer der Einführungstexte, Rechts: Ein Beispielquilt.

Fazit: Ich weiß nicht, ob ihrs schon gemerkt habt, aber ich bin sehr angetan!
Ja, die einzelnen Anleitungen sind knapp. Aber dafür ist die schiere Menge der Ideen einfach beeindruckend! Ich meine, als Dekorationsmöglichkeit wird sogar "Stoff schmelzen" angesprochen!
Man kann natürlich zu jedem dort beschriebenen Thema mindestens ein weiteres Anleitungsbuch besitzen - genau so ist es ja zumindest teilweise auch bei mir - aber die vielen nötigen Regalmeter müsste man erstmal vom Stoff befreien, ne. ^^
Nein, im Ernst. Ich möchte dieses Buch nicht mehr hergeben!  Wer einen wirklich großen und guten Überblick über Quilting- und Patchworktechniken bekommen möchte, sollte die 29,95€ wirklich investieren! 

Ich bedanke mich beim Christophorus Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Sonntag, 25. Oktober 2015

7 Sachen

Es ist Sonntag, es gibt 7 Sachen, bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Frühstückssmoothie in Szene setzen. 
In dem kleinen Äpfelchen wohnt jetzt übrigens die Tafelkreide. :D
 2. Mitbringsel aus Berlin auspacken.
 3. Eher ungeliebte Fleißaufgaben abarbeiten.
 4. Mildes Schreibtischchaos ignorieren und lieber 
diverse Mails schreiben... 
(ja ja. Ich sollte nicht so viel aufschieben. Ich hab heute nicht mal alle geschafft...)
 5. Aber ich wollte auch noch ein paar Wimpelchen absteppen.
 6. Und Blätter bügeln.
 7. Und natürlich Sonntagssüß verputzen.
Endlich wieder Apfelkrempel!

 Die to do-Listen sind lang! Und wurden an diesem Wochenende auch nur wenig abgearbeitet, ich war nämlich Freitag Abend zu einem Konzert in Berlin (wenns euch interessiert: The Ocean, Mono und Sólstafir im Heimathafen!). Am Samstag habe ich dann noch die Gelegenheit genutzt, mich auf dem berühmten Türkischen Stoffmarkt umzusehen (und natürlich auch was mitzunehmen...). ^^ 

Jetzt werde ich hier das Licht einschalten und noch ein paar Blätter nähen. ;D 
Startet gut in die neue Woche!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Weiter gehts mit "Blattgeflüster"

Normalerweise wird bei mir in der Mittagspause ja gewerkelt (auf instagram gibts dazu ab und an Impressionen) - aber das funktioniert natürlich nur, wenn ich entweder zu Hause arbeite oder irgendwas in der Uni dabei habe.
Heute geht leider keins von beidem, aber dafür habe ich ein paar Impressionen aus meinem Arbeitszimmer mitgebracht, dort herrscht nämlich gerade leichtes Chaos. ^^


Direkt auffällig: Vor dem Schlagzeug steht das Bügelbrett. 
Im Rahmen der Vereinfachung des Patchworkens wollte ich eigentlich aufs Bügeln verzichten... Aber schon nach den ersten Blättchen war mir klar, dass ich damit nicht weit komme. Nicht nur, dass die Einzelteile einfach immer ungenauer werden, durch die knorkelige Lagerung haben die Teile selbst auch einige Falten bekommen. 
Na ja. Immerhin wird es durch das Bügeln schön warm. ^^

Auf den ersten Blick scheint der Status quo sich allerdings nicht verändert zu haben... Oder?

Verlinkt beim KreaKränzchen und RUMS.
Tadaaa - durch die Lagerung sieht es so aus, als wären keine Blätter hinzugekommen, aber ich war vor allem gestern Abend doch ein bisschen fleißig!

Kleine Zwischenrechnung?
Ausgangspunkt waren 6x 4er Blattblöcke, also 24 Blätter. Dazu gesellen sich nun 7 weitere 4er Blattblöcke (also 28 Blätter) und 12 einzelne Blätter.
Macht also ... 64 Blätter! Damit wäre, wenn ich mich nicht verrechnet habe, doch schon 1/3 vom Top zusammengenäht. Yeah! :D

Fühlt sich aber ehrlich gesagt gar nicht so an. ^^ Ich schwanke gefühlstechnisch immer zwischen "Das sind noch so viele Teile!" und "Warum sieht das eigentlich schon so groß aus?" ^^ (Oh und ganz am Rand frage ich mich, wie ich auf diese, für mich sehr untypische, Farbkombination gekommen bin... ^^)
Na ja. Schauen wir mal wie es weiter geht. Noch bin ich motiviert! Und ich habe schon beschlossen: Passend zum Laubhaufen (das wäre auch ein toller Quiltname, oder?) brauche ich unbedingt ein Pilzkissen... Und so wächst die imaginäre Nähliste (sowas brauche ich dringend für den neuen Filo!) immer weiter. ^^

Dienstag, 20. Oktober 2015

Finsteres "Blattgeflüster"

In Untiefen liegen sie begraben und werfen düstere Schatten auf alles Schöne, was noch kommen mag. Rastlose Seelen im Land der Vergessenen mahnen den bewussten Verfall der Kontinuität. 
Auf das die Gewissen niemals rein seien... 
Doch...
Was untot scheint, muss nicht untot bleiben...

Verlinkt beim KreaKränzchen "Blattgeflüster" und CreaDienstag.

Hört ihr sie rascheln? 
Blätter, die sanft zu Boden schweben, in die Umarmung von Gevatter Tod.
...

Okay. Hier ist der alte Grufti in mir wohl ein bisschen hervorgebrochen. Allerdings kann ich erstens eben doch nicht weg von diesen Wurzeln und zweitens überkommen mich schon einige Gewissensbisse, wenn ich an das beinah abgestorbene Projekt "Herbstwind-Quilt" denke. 

Begonnen habe ich das Projekt im August 2013 (Gott, das ist wirklich lang her!), seit April 2014 ist der Stand aber eher eingefroren:


Das ist wirklich schade, denn meine persönlichen Quilts haben immer eine besondere Bedeutung für mich: Der Cathedral Window-Quilt, der ja hier auch als Bloghintergrund dient, ist nach dem staatlichen Teil des ersten Staatsexamens fertig geworden, und der Cosmosdust-Wandbehang war für den Schwerpunktteil. 
Als nächstes sollte es also den Herbstwind-Quilt für den Masterabschluss geben. Vielleicht war ich wegen dem zähen Ende des Masters auch so unwillig, den Quilt fertig zu machen? Immerhin arbeite ich jetzt schon über ein Jahr an der Doktorarbeit ... 

Egal, woran es nun im Detail liegt: Genau 24 Blätter hatte ich damals fertiggestellt, also zwei Reihen an der kurzen Quiltseite. Thats it.

Er ewige Ist-Zustand.

Ich vermute, das ich zwischenzeitig sogar noch mal kurz Hand an das Projekt gelegt habe - beim Ausmisten, kurz vor dem Umzug, habe ich nämlich sogar kurz überlegt, das Projekt einfach wegzuwerfen. Manchmal muss man eben auch einsehen, dass das Projekt nicht das richtige ist.

Was ist aber eigentlich mein Problem?
  1. Die Menge. 192 Blätter in 12x16 Reihen.
  2. Die Stoffe. Alle unterschiedlich vor allem im Qualität und Struktur, da wird das zusammennähen nicht leichter..
  3. Der Schnitt. Zu viele Kleinteile. Jedes Blatt besteht aus 11 Ministückchen, das heißt 11x192=2112 Quadrate und Dreiecke (und zugleich vermutlich das Jahr, in dem ich fertig werden würde...)
  4. Die Planung. Durch das vorgeplante Muster (Ich kann Farbarrangements einfach nicht dem Zufall überlassen) müssen die Stoffstücke extrem gut sortiert werden.
Die Lösung?
Nun ja. An Planung, Menge und Stoffe mag ich jetzt nichts mehr ändern. Aber beim Schnitt ist noch ein bisschen Verbesserungspotential: Statt 7 Quadraten und 4 Dreiecken begrenze ich das ganze auf 2 Rechtecke, 1 Quadrat und 4 Dreiecke (wie gut, dass ich faul zugeschnitten habe!). Also insgesamt nur 7 Teile - ergo werde ich nur 1344 Teile nähen müssen. ^^ (Ja. Das fühlt sich etwas nach cheaten an!) ^^

Verteilte Teilchen.

Und weil ich gern rechne, das ganze dann noch mal in Zahlen:

2x12 Reihen sind fertig, das sind immerhin schon 12,5%!
Und die nächsten 24 (also noch mal 12,5%) sind in der Mache.

Es bleibt also immer noch ein großer Laubhaufen - aber ich will versuchen, das ganze in diesem Monat KreaKränzchen fertigzustellen. Denn schließlich war Jens und Silvis Themenidee der Grund, warum ich diesem Projekt noch mal eine Chance gegeben habe! :D

Sonntag, 18. Oktober 2015

7 Sachen

Heute gibt es besondere 7 Sachen in einer halben Zwillingsedition. ;) Trotzdem ist es egal, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Frühstück ohne Smoothie aber dafür als Quartet genießen.
(Passen Teller und Tasse nicht toll zusammen? ^^)
 2. Notoperieren! 
Die Hauskatze konnte doch nicht ohne Schwänzchen bleiben. :(
 3. Musik auswählen für die Heimfahrt.
 4. Twoface-Muffins verspeisen. 
(Okay. Es waren mal zwei. Einer davon in der Geschmacksrichtung "Nutella".)
 5. Archäologische Grabungen veranstalten.
(Okay. Es ist nur ein UFO.)
 6. Stoff unter der Nähmaschine durchschieben.
 7. Päckchen packen.

Das Wochenende, das ich heute wie sonst auch mit Kuchen, Kaffee und Kreativem ausklingen ließ, war im Übrigen ziemlich aufregend: Wenn ihr bei Silvi schon vorbeigeschaut habt, wisst ihr, das ich sie mal wieder besucht habe! 
Eigentlich wollten wir am Samtag durch die Weinberge spazieren (und Fotos für den Blog machen), aber leider ließ uns das Wetter im Stich. Stattdessen den Tag eher gemütlich und lecker zu verbringen, war aber auch sehr gut, denn Freitag hatte ich mal wieder ein Doktorandenkolloqium. 

Nächste Woche ist dann wieder ähnlich vollgepackt, aber nun ja. Wird schon werden - vielleicht regnet es aber wieder etwas weniger? Bitte? ^^
Startet auf jeden Fall gut in die neue Woche!

Freitag, 16. Oktober 2015

Ich hab FFF = Filofax-Fieber*

*FFF/Filofax-Fieber: Sucht mit langer Inkubationszeit. Symptomatisch sind Planungssucht, Papieraffinität und fehlende Impulskontrolle, vor allem bei Washi. Zu erst wissenschaftlich beschrieben von Jen.


Äh ja, Kalender?
Ein regelmäßiges Thema in diesem Blog, denn Kalender sind eine der wenigen Sachen, die ich noch mit Papier herstelle. Dabei war ich dieses Jahr ziemlich spät dran und habe noch großspurig verkündet: Bei mir gibts kein Filofax.

Statt wie in den Jahren zuvor auf vollkommen selbstgebastelte Kalender zu setzen, sollte es dieses Mal aber einen richtigen Einband geben, weil das feste Ringsystem einfacher zu händeln ist, wenn man doch mal was umheften möchte - und anscheinend tue ich das mehr, als ich gedacht hätte.

Leider erwies sich der günstige Ordner von Müller nicht als besonders langlebig. Okay, dass Buchfolie und Klebestreifen nicht ewig halten, war mir schon klar, aber auch der Einband selbst hat schon ziemlich gelitten...

Und dann zeigen Jen und Silvi immer so tolle Dinge, die sie mit ihren Systemplanern anfangen... Nun ja. Hier seht ihr das Ergebnis:


Ich habe einen Filofax gekauft. Einen goldenen. Doch bis dahin war es ein zugegeben weiter Weg, denn ich bin ein Geizhals. Solltet ihr die Preise von Systemplanern nicht im Kopf haben: Die können gut und gerne 100-170€ kosten (sind dann aber auch aus echtem Leder).

Die suche hier vor Ort war außerdem ziemlich ernüchternd: Es gab in vier Geschäften insgesamt fünf Systemplaner, fast alle schwarz, alle langweilig und zum mittelprächtigen Preis von durchschnittlich 35€.
Kurzzeitig liebäugelte ich mit dem Midori-System, als Schneiderlein kann ich mir sowas ja auch gut selbst machen... Aber wie immer bei solchen Sachen, schiebt man das dann auch gern vor sich her. ^^

Tja. Und als ich kurz vorm aufgeben war, zeigte mir Jen den goldenen Saffiano von Filofax.

Wenn das kein Grund zur Freude ist... ^^

Er ist so glänzend! *___*
Gedanklich bin ich schon am Einrichten, Sortieren und natürlich Planen - kurzzeitig hatte ich sogar die Idee, für den Planer einen Plan zu erstellen. Äh ja. Sagte ich schon, dass ich wirklich gern plane?
Fest auf meiner Liste stehen schon extra Seiten mit vorgezeichneten Figurinen, denn unterwegs habe ich doch öfter mal eine Nähidee, die ich dann fix festhalten muss!


Aber auch so finde ich die mitgelieferte Einrichtung schon ziemlich chic!
Es gibt ein Kalendarium (das sogar das von mir bevorzugte Format hat!). Notizseiten mit Kästchen, Linien, weiße Seiten, bunte Seiten, To-Do-Listen, einen Adressteil (den ich ganz dringend mal pflegen sollte!), einen extra Notizblock, ein durchsichtiges Mäppchen und vermutlich einige andere Teile, die ich vergessen oder übersehen habe.
Das Papier ist nicht reinweiß, aber schön glatt.
UND er hat durch die riesige Ringbindung noch einiges an Platz!

Der wird zumindest zum Teil auch etwas personalisiert werden, ganz auf Papiergefuchtel kann ich ja doch nicht verzichten. 
Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen erstmal Trennblätter (auch Divider genannt). Damit kann ich mich dann auch ans richtige Einrichten machen, noch hängt alles einfach so in dem Ding. Für das erste Farbkonzept habe ich schon mal meine Tafel-Papiere bereitgelegt, schwarz und gold ist doch einfach eine großartige Kombination!
Washitapes liegen auch schon bereit, natürlich. Aber ob ich regelmäßig so schöne Wochendekos hinbekomme, bezweifele ich eher. ;D


Da das Jahr 2015 aber noch einige Zeit dauert und mein aktueller Kalender es ja auch noch etwas tut, werde ich dieses Thema noch etwas verschieben. Am Wochenende steht nämlich mal wieder ein Besuch bei der lieben Silvi an, und da will ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Nähwerke ablichten zu lassen.
Dafür müssen ein, zwei Dinge - insbesondere gehäkelter Natur! - aber erst noch fertig werden. ^^

Denkt ihr auch schon an den nächsten Kalender? :)

Dienstag, 13. Oktober 2015

The Hipster-Beutel

Wenn man ein cooler Blogger ist, trägt man seine 7 Sachen derzeit nicht im schnöden Stoffbeutel über der Schulter. Nein, es muss das sein, was schon in den 90ern als Turnbeutelverschnitt niemand hätte tragen sollen. 
Also wenn ihr mich fragt, sind diese Stoffbeutel-Rucksack-Hybriden eher nutzlos. Gut, die Träger können nicht mehr von der Schulter rutschen und die Club Mate hängt nicht an der Hüfte, sondern am Rücken, aber richtig viel Platz ist nicht, man muss ewig wühlen und es geht doch eh nichts über eine schöne Handtasche. 

Nachdem ich mich jetzt also über die neuste Fashion-Verwirrung beklagt habe - hier seht ihr meine Version des Trends.

Verlinkt beim CreaDienstag.

Äh ja. Eigentlich bin ich Verfechter des "Du hast keinen Bock auf den Trend? Dann lass.", aber hier musste ich doch mal eine Ausnahme machen. Diese Taschen (ja, es konnte nicht mal bei einer bleiben...) sind nämlich für Sew A Smile.


Sew A Smile ist eine Nähblogger-Aktion. Aus einem kleinen Stück Stoff - pro Beutel braucht man mindestens 30x80cm feste Webware - und etwas Kordel zusammengesetzt, sollen sie die Plastiktüten ersetzen, die viele der Geflüchteten notgedrungen zum Transport ihrer Habseligkeiten nutzen müssen.
Und ja, da muss sogar ich zugeben, dass diese Form da ziemlich praktisch ist. Und schnell genäht ist so ein Beutel auch!


Vielleicht erkennen die ein oder anderen den Stoff sogar wieder?
Die rosa Röschen habe ich für meine neuste Pyjama-Hose verwendet. Da das Stöffchen so aber etwas dünn und vor allem leicht elastisch war, habe ich die Beutel mit einem beigen Reststück gefüttert. Die Baumwollkordel habe ich im Baumarkt gekauft.
Zugegeben, da hätte es online günstigere Quellen gegeben, aber ich wollte so schnell wie möglich anfangen. ^^

Das Schnittmuster - bzw. genauer gesagt, die Nähanleitung - gibt es kostenlos auf der Sew A Smile-Seite. Beim Lesen hatte ich was das Einnähen der Bandenden angeht einen kleinen Knoten im Gehirn, da alle Kanten als französische Nähte gearbeitet werden (hier wird von Burda ganz gut erklärt, wies funktioniert!).


Diese vier haben sich bereits auf den Weg nach Leipzig gemacht. Warum Leipzig?
Zur besseren Koordinierung der bundesweiten Aktion gibt es auf Facebook nicht nur die überregionale Sew A Smile-Gruppe, sondern auch Ortsgruppen. Die Gruppenleiter sondieren die Lage vor Ort und ermitteln den ungefähren Bedarf an Sew A Smile-Bags. Da Halle (noch?) keine eigene Gruppe hat und Leipzig plant, bis zum 19.10. insgesamt 300 gut bestückte Beutel zu verteilen, gingen diese also dorthin.

Übrigens, wenn ihr euch an der Aktion beteiligen wollt: Viele Gruppen sammeln ohne Zeitdruck, außerdem gibt es sogar Spendenkontingente für Stoff und Kordel sowie feste Nähgruppen, die am laufenden Band zusammen nähen.
Eine beeindruckende Organisation, wenn ihr mich fragt! Und der Erfolg gibt ihnen recht: Am 28.9. wurden deutschlandweit bereits 1921 Beutel genäht! :D

Sonntag, 11. Oktober 2015

7 Sachen

Und auch heute gibt es wieder 7 Sachen, bei denen es egal ist, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern!

 1. Smoothie - heute sogar mit "Smoothie-Spot". ^^


 2. Runden häkeln und Kaffee trinken.
 3. Zuschneiden auf dem Küchentisch. 
Hach, das ist so viel bequemer als auf dem Boden. Warum kam ich nicht
früher auf diese Idee?
 4. Zugeschnittenes am besten frisch vernähen. ;)
 5. Noch mehr Kaffee, Baumkuchen und Kekse.
(Eigentlich wollte ich ja Krempel backen. Na ja. Nächstes Mal. ^^)
 6. Den inneren Rockstar rauskehren. 
Oder so.

 7. Der Nachbarschaft zuliebe etwas ruhigeres gemacht:
Geschenke einpacken.

Abgesehen von der großen Putzorgie am Samstag - 86qm sind halt doch mehr Aufwand zum Säubern - war das ein ziemlich entspanntes und kreatives Wochenende. Dann kann die nächste (stressige) Woche ja kommen. ;)
In diesem Sinne: Startet gut in die neue Woche!

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Häkeln im Herbst: Vernetzt und Zugesponnen


Auf Instagram kann man es bereits sehen: Ich hänge wieder an der Nadel! *___*

Schal, Loop oder Halssocke?

Kaum sinken die Temperaturen auf ein Niveau um 15°C, zücke ich die Häkelnadel. Abends gemütlich Netflixen und dabei Masche um Masche knüpfen, hach!

Umso besser, wenn man aus der letzten Saison noch so viel Wolle überhat, das man gar nicht Einkaufen müsste. ^^ Genauso ging es mir mit dieser Farbsverlaufswolle der Galeria Hausmarke. (Über die ich mich ganz nebenbei schon wieder furchtbar geärgert habe. Wolle ist mir einfach nicht gewogen, ich hatte in jedem Knäuel mindestens einen Knoten - und einmal sogar einen fetten Fadenriss. Das nervt!)

Zugegeben, der Schal (ich habe jetzt gelernt, das diese Art Loop auch "Halssocke" genannt wird!) ist nicht als erstes fertig geworden, gefällt mir aber am besten aus dieser Serie!


Nicht ganz so glücklich bin ich mit diesem Stück: Ein Stirnband.
Super praktisch fürs Radfahren, denn so ein Stirnband passt auf jeden Fall unter den Fahrradhelm und hält die Ohren schön warm.

Einfach war es auch: Ich habe einen sehr langen Streifen gehäkelt (Länge: ca. 3x der Kopfumfang + 10cm) und diesen dann verflochten.


Das Flechtmuster kommt durch die gemusterte Wolle leider nur so halb zum Vorschein - wenn ihr sowas machen wollt, nehmt also lieber einfarbige Wolle. Oh - und macht den Flechtstreifen mindestens 15cm länger als ich es gemacht habe (also 3x Kopfumfang + 25cm!), sonst wird das Stirnband wie bei mir zu eng. Das ist nämlich das Hauptmanko!
Also, es passt schon irgendwie - aber hübsch ist anders. Und das Muster kommt so auch nicht so richtig zur Geltung.

Dann doch lieber der Schal, dessen Chevronmuster trotz Farbverlauf ganz gut durchkommt. (Wenn ihr euch auch mal an Zick-Zack- oder Chevronvarianten versuchen wollt, finde ich diesen Pin relativ selbsterklärend, wobei ich die Mustervariante Nr. 2 gewählt habe.)

Das die Farbverläufe dieser Wolle in Kombination mit Mustern eher schwierig sein könnten, hätte mir theoretisch auch schon nach dem ersten Projekt klar sein können... 


Zum warm werden nach der Sommerpause (haha ^^) wollte ich erstmal was kleines versuchen. Ich habe also ein bisschen bei Ravelry gestöbert und diese Anleitung entdeckt: Die Mini-Stulpen - oder neudeutsch "Boot-Cuffs" - landeten also auf meiner Häkelnadel.
Besonders fasziniert hat mich das Rippenmuster, dass sich ergibt, wenn man jeweils immer nur in den vorderen Maschenbogen häkelt, das wird ziemlich elastisch. Trotzdem passen die guten Stücke nicht bis zur stärksten Stelle der Waden, obwohl ich meine gemessene Größe extra noch nach oben korrigiert habe. Und von der schönen Spitzenborte erkennt man auch nicht viel.
Kaum hatte ich also angefangen - Schwuppdiwupp - waren auch schon die ersten drei Projekte fertig. :D Gerade pünktlich zum KreaKränzchen "Vernetzt und Zugesponnen" (das Thema schreit doch nach Häkel- und Strickwerk, oder?).

Die nächsten Projekte sind auch schon in Planung und zur Inspiration kam gestern auch noch ein tolles Häkelbuch bei mir an. Bestimmt finde ich aber auch bei der Häkel Liebe Oktober weitere Anregungen - und vielleicht sogar beim heutigen RUMS!

Oh, und noch was muss ich euch zeigen:


Mein neuer Lace-Schal, der ziemlich großartig zu den eben gezeigten Projekten passt. ^^ Gemacht hat ihn Ryanne, es ist der Tauschschal zu der Stricknadelrolle, die ich ihr im März gemacht habe. Ich bin so verliebt in dieses zarte Muster! *___* 
So. Und jetzt wieder zurück an die Nadel... ;D