Sonntag, 31. Januar 2016

7 Sachen

Erstmal: Ups - da hab ichs am Donnerstag mal wieder nicht zum Posten geschafft (obwohl ich ja schon Bilder vorbereitet habe, Schande über mein Haupt), hoffentlich hat keiner von euch enttäuscht vor dem PC auf Neuigkeiten gewartet? ;)

Warum es in letzter Zeit hier manchmal keine Posts gibt?
Nun, zum einen beginnt beim DeepGround Magazine gerade eine Blogreihe von mir, zum anderen ist das letzte Viertel meiner Promotionszeit angebrochen, da hat die Arbeit gerade Priorität. Nur, damit ihr wisst, was so im großen und ganzen hier passiert.

Im kleinen und besonderen gibt es aber auch an diesem Sonntag 7 Sachen, bei denen es egal, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern.

 1. Familienfrühstück gemampft.
 2. Katze genervt. ;)
 3. Schnipsel geschnitten (und später mit Muttis Hilfe laminiert!).
 4. Kaffee gehalten.
 5. Nachgeburtstagskuchen verspeist.
 6. Mit der Hand löcher vernäht.
 7. Chaos hin und her geschoben.

Kennt ihr das? Der Schreibtisch ist hübsch aufgeräumt und dann, ganz plötzlich, wieder voll mit Arbeit. So geht es mir gerade. Und darum werde ich jetzt hier noch ein bisschen Chaos bekämpfen. ;)

Startet gut in die neue Woche!

Dienstag, 26. Januar 2016

Flauschige Wärmflaschenhülle

Während ich mich weiterhin mit den letzten, widerspenstigen "Resten" des Herbstwind-Quiltes und allgemeinen Überlegungen zu meinem Stoff-Kauf-Verhalten beschäftige, muss der Blog Gott sei Dank nicht leer bleiben, denn noch habe ich ein paar neue Sachen, die ich euch zeigen kann.
Zum Beispiel diese flauschige Wärmflaschenhülle!

Verlinkt beim CreaDienstag.

Nachdem ich in den vergangenen Jahren eher ausgefallene Formen verschenkt habe (es gab einmal Pusheen die Katze und dann noch einen Totoro), sollte es dieses Mal eher schlicht werden. Also habe ich eine nackte Wärmflasche bei DM gekauft und für das Schnittmuster einmal großzügig - also so mit 2cm Abstand - drumherum gezeichnet. Oben, wo die Öffnung der Wärmflasche untergebracht werden muss, habe ich noch etwas mehr Platz eingeplant.
Hat gut funktioniert! :D

(Wenn ihr auf ähnliche Weise einen Schnitt zeichnen wollt, könnt ihr ja zunächst etwas mehr Nahtzugabe einplanen, dann seid ihr für alle Eventualitäten gewappnet! ^^)


Der Verschluss ist ebenfalls ganz unkompliziert: Ein Hotelverschluss!
Zugegeben, dass ist beim Reinstopfen ein bisschen frickelig, aber es hat den ganz großen Vorteil, dass man keinen Reißverschluss einnähen muss... ;)

Ist euch eigentlich die Gemeinsamkeit zwischen den drei Hüllen aufgefallen?
Jap - das ist alles der gleiche Stoff!
Ein wunderbar weicher, mittelgrauer Kurzflor-Flausch, der mal ein Schmusekleid geworden ist, das leider spontan nicht durch Bilder nachgewiesen werden kann. ^^°
Ja, die Idee mit dem Plüschkleid war vielleicht nicht meine hellste...


... aber dafür hat sich das Upcycling hier echt gelohnt, die Wärmflaschenhülle hat jetzt nämlich noch eine kleine Tasche, für besonders kalte Pfoten.

Diese Hülle habe ich verschenkt, dabei ist mir einmal mehr aufgefallen, dass ich für mich auch mal eine flauschige Wärmflaschenhülle nähen sollte. Wie gut, dass von dem Kleid noch einige Reste über sind. ;)

Sonntag, 24. Januar 2016

7 Sachen

Auch an diesem Sonntag gibt es 7 Sachen, bei denen es egal, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern.

 1. Smoothie mit Bilderrätsel garnieren.
 2. Stoffstückchen stapeln.
 3. Kaffee strategisch platzieren.
 4. Durchs Stoffangebot klicken.
 5. Muffin verspeisen.
 6. Wollknäule entwirren.
 7. Knöpfe testen.

Während ich bei den Stoffen irgendwann fündig wurde, enttäuscht mich mein eigener Knopfvorrat gerade ziemlich. Leider find ich die Ankerknöpfe zwar grundsätzlich ganz toll, aber zu diesen Beinstulpen einfach nicht passend. :( 
Da muss ich mich wohl noch mal umsehen. 

Ansonsten konntet ihr bei den heutigen 7 Sachen sehen, dass ich endlich mal wieder den Herbstwind-Quilt hervorgekramt habe - dafür war übrigens auch ein Teil der Stoffbestellung. ^^ Ich sage euch, ich räume das Zeug erst wieder weg, wenn dieses Teil fertig ist. ;)

So. Und da der Tach noch nicht super weit fortgeschritten ist, werde ich jetzt noch ein bisschen in die Tasten hauen. ;)
Startet gut in die neue - und schon wieder letzte! - Januarwoche!



Donnerstag, 21. Januar 2016

Basic-Rock mit doppelter Finesse

Ihr kennt doch bestimmt auch diese ganz schlichten Jersey-Röcke, die es seit einigen Modesaisons bei H&M und co. zu kaufen gibt. Leggins und Shirt dazu, schon ist man quasi gut angezogen. 

Obwohl ich die Dinger eigentlich ganz chic finde - in meinem Flatter-Wallewalle-Tellerrock-Kleiderschrank ist etwas gerade geschnittenes eben die Ausnahme ^^ -  habe ich noch keinen gekauft. 
Da man dafür aber wirklich wenig Stoff und quasi kein Schnittmuster braucht, habe ich mich mal rangesetzt:

Verlinkt bei RUMS.

Dieser Rock ist aus dem gleichen Stoff wie das Wickelkleid vom letzten Jahr (mit Weinrot habe ich mich ja jetzt angefreundet!). Der Romanit-Jersey ist etwas fester und dicker als der normale Single-Jersey, aus dem Modeketten ihre Basics immer nähen, damit ist dieser Rock hoffentlich langlebiger und formstabiler. 


Zusätzliche Unterstützung bekommt der Rock noch durch Wäschegummi in schwarz am Saum und am Bund. Dadurch leiern diese Stellen erfahrungsgemäß nicht so schnell aus - und das habe ich wirklich ausgibig getestet! 

Testobjekt Nr. 1 war die "Dreieckshose": Der Bund dieser Haremshose mit extrem tiefem Schritt muss einiges an Stoff halten, deswegen habe ich vor fast 2 Jahren das erste Mal einen Jerseybund zusätzlich mit Wäschegummi verstärkt. 
Und ich hatte Glück, denn das Gummi hält bis heute sehr gut!

Ebenfalls von diesem Prototyp abgekupfert ist übrigens der nächste Tipp:
Im Gegensatz zu den gekauften Basic-Röcken, die zwar auch ein einzogenes Gummi haben, hat meine Version einen extra Bund. Den braucht man eigentlich nicht, zumindest nicht für die Passform (es sei denn, man muss größere Differenzen zwischen Po und Taille überbrücken). 
Aber wenn man einen hat, kann man folgendes machen:


Man doppelt den Jersey mit Miederstoff! 
Das besondere an Miederstoffen und Powernet, das man ebenfalls verwenden kann, ist ja, dass es sehr elastisch ist und trotzdem immer wieder in deine Form zurückspringt. Damit leiert der Bund garantiert nicht aus! :D 

Bei der Haremshose war das damals noch eine Zufallsidee, die setze ich aber jetzt bei fast allen Jerseysachen um. :) 
Genau wie die Taschen, auf die ich jetzt noch gar nicht gekommen bin... aber das sind auch nur normale Eingriffstaschen. *g* 

Tja, fehlt nur ein Foto mit mir drin. ^^ Aber das ist immer so ein Ding, gerade im Winter. Aber vielleicht bekomme ich es ja irgendwann noch mal hin, am Me Made Mittwoch teilzunehmen und mal wieder ein Outfit zu zeigen...
Vorher werd ich aber weiterhin Resteverwertung betreiben, ich hab da von einem Projekt schon wieder Romanit-Jersey über... ;D

Dienstag, 19. Januar 2016

Hipster mit Blümchen

Nachdem ich letztes Jahr ja so viele "Hipster-Turnbeutel" genäht habe, wollte ich dieses Sujet fürs erste aus meinem kreativen Fundus ausklammern. Tja, wie das so ist, es kommt immer anders als man denkt.
Und so hat das schon kurz vor Weihnachten nicht geklappt, da sich die Freundin meines kleinen Brüderchens nämlich genau so einen Beutel gewünscht hat. Na ja. Macht man ja gern, ne? ;D

Verlinkt beim CreaDienstag.

Also habe ich mir noch mal Kordel und Stoff geschnappt. Das hübsche Exemplar ist übrigens "Gütermann"-Stoff. Die Firma kannte ich ja eigentlich nur von Garnen, bis ich durch Zufall mal auf eine winzig kleine Packung Patchwork-Stoffe gestoßen bin, die einfach nur überteuert waren.

Auf der Suche nach einem passenden Stoff im Lieblingsstoffladen habe ich dann doch wieder - ebenfalls zufällig - zu Gütermann gegriffen. Im Vergleich ist er nämlich nicht viel teurer als die Durchschnitts-Patchwork-Baumwolle, dafür gibt es ihn aber in "normaler" Stoffbreite (also 140cm).

Mir hat das Ergebnis schon sehr gut gefallen, die Beschenkte hat sich hoffentlich auch gefreut.
Und da sie kurz nach Weihnachten auch Geburtstag hatte, hab ich direkt noch ein passendes Geburtstagsgeschenk geplant:


Eine Handyhülle, für das Weihnachtshandy, dass von ihr wie ein Schatz gehütet wird - das kann ich ihr gut nachfühlen. *g*
Ich glaube ja, sie ahnt schon, was sie bekommt, auch wenn ich es ihr erst morgen überreichen kann, hoffentlich freut sie sich! :D

Sonntag, 17. Januar 2016

7 Sachen

Frisch zurück von einem Blockseminar-Wochenende gibt es auch heute 7 Sachen, bei denen es egal, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern.

 1. Ein bescheidenes Frühstück verspeisen.
Kein Smoothie! :(
 2. Zeug wieder in den Kirsch-Trolly stopfen.
 3. Noch ein kleiner Milchkaffee mit Amaretto-Sirup.
 4. Und dazu ein paar Reihen häkeln.
 5. Flyer im Museum einsammeln.
 6. Wieder zu Hause: Tee auf dem Sofa! Hach, Home sweet home!
 7. Flyer in ein Erinnerungsheftchen kleben.

Boar, ein ganzes Wochenende voller Seminardiskussionen, harten Betten und zwischen durch ein paar kleine Pausen - ich bin hinüber! 
Ganz nebenbei wollte ich meine große DSLR nicht mitnehmen und habe alle heutigen Fotos mit dem Handy geknipst. Was sagt ihr? Geht im Notfall auch mal, oder? ;D

So. Das Sofa ruft laut, eure 7 Sachen lese ich dann morgen. ;) 
Startet gut in die neue Woche!


Donnerstag, 14. Januar 2016

Hä? Wie muss das Schnittteil? - Pattern Magic!

Die kleine Schwester von IT-Voodoo ist das kunstvolle Verdrehen, Zerteilen oder Aufbauen von Haute Couture-DIY. Man testet, berechnet und macht noch einen kleinen Beschwörungstanz - und das fertige Schnittmuster funktioniert - oder auch nicht. ^^
Und da ich mit "normalen" Schnittmustern schon schon so problemlos zurecht komme nach vielen Versuchen zumeist ein tragbares Ergebnis fabriziere, muss ich mich natürlich an diese Fortgeschrittenenübung wagen. Aber ich hatte ja Hilfe! 

"Pattern Magic 1 

- Phantasievolle Schnitte" von Tomoko Nakamichi



Na, hat irgendwer das Oberteil vom Cover schon wiedererkannt? ^^
Jep, die Inge aus "Geschickt Eingefädelt", trug in einer Folge so ein Kleid.

Das habe ich sofort erkannt, denn schon relativ früh in meiner Nähkarriere - 2011 erschien die erste Auflage dieses Buches - habe ich diese abstrakten Schnittlinien bewundert.
Da ich meine kreative Energie aber lieber in andere Dinge gesteckt habe, ließ ich es doch immer wieder stehen. So im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn ich wäre ohne die Schnitt- und Passformkenntnisse, die ich im letzten Jahr gesammelt habe, wohl vollkommen verloren gewesen... Aber dazu gleich mehr.
  

Zunächst ein kleiner Überblick. "Pattern Magic 1" widmet sich Schnittmodifikationen für unelastische Materialien. Die insgesamt 13 Modifikationen basieren alle im wesentlichen auf einem "Oberteilgrundschnitt für japanische Frauen im Stil des Bunka Fashion College".
Hä?
Also kurz gesagt: Ein Standardoberteilschnitt wird abgewandelt. Dieser Standardschnitt wird auf zwei Seiten sogar kurz erklärt, es gibt auch eine Skizze, nach der man den Schnitt nachzeichnen könnte. Allerdings hat man hier natürlich direkt wieder das Problem, dass die durchschnittliche europäische Frau wohl keinen Brustumfang zwischen 77 und 89cm besitzt. Zumindest für mich kam also dieser Grundschnitt nicht in Frage.

Aber, nach meiner bescheidenen Einschätzung, ist das wesentlich undramatischer, als es vielleicht klingen mag. Zentral geht es ja darum, wie dieser Schnitt zu modellieren ist - und das funktioniert mit jedem gut angepassten Oberteilgrundschnitt (das dieser gut sitzt, sollte allerdings vorher getestet werden, sonst macht man sicherlich ganz wuschig).

"Otoshiana" - "Krater" - "Musubu"
Die 13 Modifikationen sind auf zwei Kapitel verteilt: "Durch Inspiration zur Form" und "Schnittmuster für die Haute Couture". Es finden sich Aus- und Einstülpungen, Raffungen, geometrische Perfektion, Stoffverflechtungen und organische Formen an den verschiedensten Stellen eines Oberteils und in einer abwechslungsreichen Vielfalt, die nur beeindrucken kann.

Die Veränderungen betreffen entweder Details oder die ganze Struktur eines Kleidungsstückes. Alltagstauglich ist hier allerdings relativ. Während ein "Kraterärmel" an einer Jacke, ich denke beispielsweise an einen eleganten Blazer, sicherlich wirklich toll aussieht, ist so eine "Bechertasche" ("Otoshiana") an einem Neoprenrock vielleicht doch eher unpraktisch. 
Die schönsten Projekte nützen allerdings wenig, wenn die Anleitungen nichts sind. Und hier liegt ein echter Knackpunkt des Buches: Die Anleitungen sind schwer.

Zeichnungen, kurze Erläuterungen und gelegentlich auch Fotos bilden den Anleitungsteil.

Verdammt schwer. Gut, gefühlt bestehen die meisten Veränderungen "nur" aus drei Schritten, die haben es dafür aber wirklich in sich.
Der eingangs erwähnte Grundschnitt wird mit Linien, Einschnitten und neuen Elementen zum neuen Schnitt umgebaut, dabei helfen jede Menge Zeichnungen. Hierbei liefert die Autorin immer auch Maße mit, die das Arbeiten erleichtern sollen. Diese muss man aber mit Vorsicht genießen - denn 5cm bei einem Brustumfang von 80cm wirken sicherlich ganz anders als bei 110cm.  Man sollte also eine recht gute Vorstellung seiner eigenen Figur mitbringen.

Dazu werden die Schnittanpassungen auch immer in kleinen Texten erläutert. Diese wirken beim ersten Lesen zwar manchmal wie eine Textaufgabe im Matheunterricht ... nach einigem Lesen (und teilweise auch einfach "ausprobieren") bekommt man aber durchaus ein Verständnis für die Arbeitsaufträge.

Tja. Und wenn man Glück hat, hat man danach einen schönen Papierschnitt angefertigt, der an eine flache Variante von Origami erinnert. Was dann?
Dieses Buch liefert über die Schnittentwicklung hinaus (fast)* keine weitere Hilfestellungen. Keine Näherläuterungen. Keine Tipps für Stoffe, Vliese oder andere Materialien. Keine Techniken, nichts.
Gut, manchmal kann man an den Projektbeschreibungen noch ein Material ablesen oder es wird zumindest ersichtlich, dass hier nur ein Nesselmodell angefertigt werden muss.
Alles darüber hinaus sind aber Kenntnisse, die man definitiv mitbringen muss.

*Wenn ich an dieser Stelle von keinen weiteren Hilfestellungen spreche, unterschlage ich natürlich die vereinzelten Stellen, wo man doch einen kleinen Hinweis bekommt. Allerdings bin ich dennoch der Meinung, dass man trotz dieser kleinen Handreichungen ein großes Maß an Kenntnissen, Erfahrungen oder zumindest Motivation mitbringen muss, um diese Projekte erfolgreich zu beenden.

"Drapierung"
Natürlich musste ich mich auch an einem Projekt versuchen. Zugegeben, die Auswahl ist mir wirklich nicht leicht gefallen... und auch wenn ich wirklich gern ein Kleid mit Würfeln auf dem Busen hätte, habe ich mich lieber für etwas alltagstauglicheres entscheiden wollen.

In meinem Fall war das das Anwendungsmodell zur "Drapierung": ein Kleid mit einer "einfachen Drapierung", also ohne zusätzliches Verdrehen des Stoffes.
Links auf den Foto seht ihr die Vorlage, rechts mein etwas schlaff daliegendes Probeteil.

Ich sage euch, beim Zeichnen habe ich mir nicht nur einmal das Hirn verknotet. Zumal meine Figur gut 25cm von den Brustmaßen dort abweicht, ich also auch die Maße und Abstände für die Veränderung mehr geschätzt als gewusst habe... Aber als ich das Probeteil dann angehalten habe, war ich doch ziemlich angetan!
Jetzt muss ich mich nur noch für eine passende Stofffarbe entscheiden - zur Auswahl stehen Eisgrau und Altrosa - und dann wird das gute Stück genäht!


Ach ja, und wenn sich jemand wundert, dass die Schnitte im Buch und auf den Fotos so winzig aussehen: Die Beispiele sind in einem verkleinerten Maßstab für Puppen gefertigt. Irgendwie niedlich oder? ^^

Fazit

Ein großartiges, spannendes Thema, dass viele neue Freiheiten ermöglicht. Ich bin in mindestens die Hälfte dieser Abwandlungen ziemlich verliebt!
Aber - und das ist ein großes "aber" - auch bzw. gerade nach meinem ersten Versuch muss ich noch mal einsehen, wie schwierig und komplex dieses Thema ist. Und dass die Anleitungen in "Pattern Magic 1" so kurz und knapp sind, dass man vorher entweder fortgeschrittene Kenntnisse für Passform, Schnittmuster, Materialien haben oder auf sein Schnitt-Voodoo vertrauen muss. ;)

Das ist ganz definitiv nichts für Anfänger und nichts, was man im Schrank stehen haben muss - das ist der großen Liebe für Ausgefallenes und Aufwendiges vorbehalten.

Abschließend bedanke ich mich noch beim Stiebner-Verlag für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 12. Januar 2016

Kulturbeutel mit Hexagonen

Bevor ich mich jetzt gleich wieder in die spannende Arbeit stürze, zeige ich euch endlich die ersten Projekte für 2016, die ich eigentlich schon letzte Woche vorstellen wollte. ;)

Schaut man sich meine kreativen Jahresrückblicke so an, gibt es eine große Konstante: Zum Jahresanfang zeige ich immer kleine Taschen.

Verlinkt beim CreaDienstag.

Auch 2016 soll so anfangen, diesmal mit vier ziemlich bunten Exemplaren. Alle habe ich zu Weihnachten an tolle Frauen verschenkt. :D


Die Stoffe dafür hatte ich in meinem Stofffundus. Rosa-Orange oben rechts ist beispielsweise ein Überbleibsel von meinem Kimono-Kleid. Das habe ich genäht und tatsächlich nie wirklich getragen. Aber im Gegensatz zu dem Stoff rechts unten, der mal ein Stück Rock war, habe ich mich bei diesem Kleid noch nicht ans recyclen getraut, ist ja auch so noch genug von diesem Stoff übrig. ^^
Als besonderes Deko-Element habe ich ein paar kleine Hexagone mit Stoff bezogen (English Paper Piecing) und auf den Taschenrohlingen festgenäht.


Fairerweise muss ich zugeben, dass ich zuerst die Hexagone bezogen habe, ohne konkrete Pläne. Als ich dann meinen Stoffvorrat durchsuchte, hat sich dann alles fast wie von selbst ergeben.
Statt die Hexis aneinander zu nähen, wollte ich sie doch lieber applizieren.

Bei bisherigen Taschen hatte ich allerdings immer ein paar Probleme, was die Reißverschlussenden anging. Da habe ich jetzt allerdings eine gute Lösung gefunden:
Das Jedi Craft Girl erklärt hier (allerdings auf Englisch mit vielen Bildern), wie sie verknorkelte Ecken durch Reißverschlüsse vermeidet, indem sie den Reißverschluss vorher an beiden Enden mit Stoffstückchen verstürzt. Ich sage euch: Das klappt super!
Auch wie sie dann das Futter mit verarbeitet ist total genial. :D


Hier sind sie noch mal, die schönen Ecken. Hach. Sowas verschenkt man doch gern!
Die nächste Tasche für mich ist dann auch schon in Planung. ;)

Sonntag, 10. Januar 2016

7 Sachen

Auch wenn heute die 7 Sachen etwas langweilig sind, ist es trotzdem egal, ob sie 5 Minuten oder 5 Stunden gedauert haben, solange ich sie mit meinen Händen gemacht habe. Viele andere 7 Sachen-Sonntage findet ihr wie immer bei Grinsestern.

 1. Mit schlimmer Handschrift an Wände schreiben. ;)
 2. Teetasse halten.
 3. Geschirr stapeln.
 4. Gasthände: Kuchen aus dem Ofen holen.
 5. Gehirnwindungen Stoffe verknotet.
 6. Theaterkarte einkleben.
 7. Nachträglichen Geburtstagskuchen mampfen.

 Ist euch aufgefallen, das hier heute echt wenig passiert ist? 
Eigentlich hätte ich viel kreativer sein sollen, aber nach einer stressigen Arbeitswoche (ich war sogar Samstag kurz noch mal Arbeiten) und einer leichten Verkühlung waren die kleinen DIY-Versuche so ermüdend, das ich lieber wieder aufs Sofa unter die Decke gekrochen bin. 

Und da bleibe ich auch - nächstes Wochenende bin ich nämlich wieder unterwegs zum Blockseminar. Aber ich will nicht jammern, lieber verwende ich die restliche Energie darauf, dass ihr nächste Woche den Blogbeitrag bekommt, den ich eigentlich schon letzte Woche veröffentlichen wollte. ;)
In diesem Sinne: Startet wie immer gut in die neue Woche!

Dienstag, 5. Januar 2016

Kreativer Rückblick 2015

Auch wenn ich mich beim allgemeinen Rückblick ein bisschen beklagt habe, dass ich noch so viele angefangene Projekte hätte, kann ich kreativ gesehen über das Jahr 2015 echt nicht meckern. Noch nie habe ich so viele Dinge genäht!

Gab es von den Nähwerken 2012 nur eine kleine Liste, wurde daraus 2013 schon eine Bildersammlung. Seit 2014 sind die Bilder sogar anklickbar!

Gleich geblieben ist, dass es bei dieser Sammlung zwar nicht auf Größe oder Komplexität des Projektes ankommt, aber Reparaturen, Ready Mades oder ähnliches nicht mitgezählt werden. Außerdem beschränke ich mich auf Nähen und Häkeln sowie Projekte, die ich hier im Blog vorgestellt habe (tatsächlich verstecken sich noch ein paar andere Projekte ohne Fotos auf meiner inoffiziellen Nähliste).

Erstmal zu den nackten Zahlen:
Sagenhafte 53 Dinge habe ich genäht, hinzu kommen noch krassere 72 Dinge für Sew a Smile, damit ist die Endsumme 125 in 2015 genähte Sachen. Dazu kommen außerdem 21 gehäkelte Dinge.
Das muss ich selbst erstmal ein bisschen verdauen. ^^

Und auch wenn ich jetzt einwerfe, dass viele der Projekte eher klein waren und nebenbei von der Hand gingen, ist das Wahnsinn. So wird 2016 ganz bestimmt nicht laufen - zumal ich ehrlich gesagt auch noch keine Lust auf weitere Beutel habe. *g*

Die 72 + 8 Sew A Smile-Dinge habe ich natürlich gespendet, von den übrigen Werken habe ich weitere 22 genähte und 6 gehäkelte verschenkt. Ergo sind immerhin 38 Dinge für mich entstanden.
Kissen und Taschen sind dabei weiterhin meine Favoriten, nun aber dicht gefolgt von Unterhöschen.


Insgesamt gab es 2015 hier zu sehen:

40 Sew a Smile-Turnbeutel
17 Sew a Smile-Halssocken
15 Sew a Smile-Beanies

11 Taschen
11 Slips
8 Kissen
5 Kameragurte
4 Kleid
4 Hosen
2 Rock
2 BHs
2 Decken
1 Top
1 Portemonaie
1 Stricknadelrolle
1 Raffrollo

1. Genähtes

Insgesamt habe ich 2015 ziemlich ausgeglichen genäht. Wenn ich allerdings etwas gefunden habe, dass gut funktioniert, gab es das dann oft in mehrfacher Ausführung, ich sage nur kleine Täschchen oder Kameragurte.
Allerdings hatte ich auch zweimal den Fall, dass mir etwas genähtes am Ende gar nicht gefallen hat, beispielhaft sei das Wickelkleid Nr. 1 und das Vintage-Punkte-Kleid erwähnt. Hier spielt aber sicherlich auch mit rein, dass ich mich mehr denn je für eine gute Passform interessiere.

Wickelkleid Pyjama Hose Männer Shorts Raffrollo Kameragurt Gold Leseknochen Wickelkleid-Fail Gewitterrock Shorts Kissenbezug Kleid mit Spitzenkragen Vintage-Kleid Ringkissen mit Ribbonwork Haremshose Kosmetiktasche Kameragurt Kameragurt Kameragurt Stoffbeutel Federmäppchen Federmäppchen Federmäppchen Top mit Häkelkragen Sternchen Portemonnaie Unterrock Leseknochen Coffee-Kartoffel-Tasche Tasche 1 Tasche 2 Tasche 3

2. Unterwäsche

 Eine besondere Rolle hat 2015 ganz eindeutig das Thema "Unterwäsche" gespielt. Nachdem ich Ende 2014 langsam die Fühler ausstreckte, bin ich infiziert - meine stetig wachsende Pinwand zu dem Thema zeugt davon.
Gleichzeitig stellt sich hier noch mal besonders das Passformproblem, ich feile noch immer an einem guten BH-Schnitt. Aber vielleicht sollte ich dieses Jahr noch mal was anderes für untenrum versuchen? Ein Hüftgürtel wäre beispielsweise toll!

DIY Slip DIY Slip DIY Slip DIY Slip DIY Slip DIY Slip Recycling Slip Recycling Slip Recycling Slip Recycling Slip Recycling Slip Watson Soft-BH 2 Watson Softbra

3. Patchwork

Natürlich gab es auch wieder Patchwork. Hier habe ich mich aber so ziemlich auf bekannten Wegen bewegt, nur das "Chaoskissen" war ein richtiges Experiment.
Im Moment glaube ich, dass es zwar auch dieses Jahr Patchwork geben wird, aber insgesamt das Thema Kleidung weiter im Fokus bleibt.

Zimtstern Hexagon-Tasche Green Arrow-Kissen Superman Kissen Hochzeitsquilt Quilten mit Pep-Kissen Stricknadelrolle Patchwork mit Dreiecken Hermines Handtasche

4. Gehäkeltes

Gehäkelt habe ich 2015 nur in einer recht kurzen Phase von wenigen Wochen, dabei war ich aber sehr Produktiv. Zu den hier gezeigten Projekten gesellen sich außerdem 8 gehäkelte Kopfbedeckungen für Sew a Smile.
Eigentlich würde ich gern noch häkeln, solange es kalt ist, aber derzeit fehlt mir ein bisschen die wollige Inspiration.
 
Granny Squares Mütze slouchy Häkelmütze 1 slouchy Häkelmütze Baby Schuhe Baby Mütze Stulpen-Hanschuhe Häkel Stulpen Baby Schuhe Baby Mütze Stirnband Boot Cuffs Schal Doppel-Bommelmütze

5. Sew a Smile

Das Monsterprojekt schlechthin, aber eins, dass mir wirklich sehr am Herzen lag. Da es gerade bei der großen Aktion eine strenge Deadline gab, habe ich total rangeklotzt und viele gespendete Stoffe verarbeitet.

Sew a Smile Turnbeutel Kindermützen


Tja, dass war 2015 in kreativer Hinsicht. Schauen wir mal, wie es 2016 weitergeht. Die Übersicht im Nähkästchen ist nun erstmal wieder leer und wartet darauf, befüllt zu werden. Also: Rann an die Nähmaschinen! :D