Dienstag, 2. Februar 2016

Jelly-Roll-Reste in Kissenform

Die Reste einer Mittagspause sollte man mindestens genauso gut nutzen, wie die Reste eines Großprojektes. Bevor ich mich also gleich wieder in Grundrechtstheorie stürze und nebenbei darüber fluche, dass man keinen Kaffee mit in die Bibliothek nehmen kann, zeige ich euch ein weiteres Patchwork-Projekt:

Verlinkt beim CreaDienstag.

Na, hat es schon irgendwer erkannt?
Letztes Jahr habe ich meiner Mutti und ihrem nun Angetrauten eine Decke zur Hochzeit genäht. Diese Jelly-Roll-Methode, bei der man zunächst einen mehrere Kilometer langen Streifen näht, der dann immer wieder halbiert wird, hat zwar super schnell ein Ergebnis geliefert, so richtig zufrieden war ich aber mit dem fertigen Format der Decke nicht.
Also habe ich das Design mit einem breiten Streifen etwas abgewandelt, dabei blieben aber ca. 20cm Decke über.
Diese Reste, zusammen mit zusätzlichem rosa Stoff und etwas grauem Schrägband wurden dann zu Kissen.


Auf der Rückseite gab es auch wieder zwei kleine Label.
Das war ja ein totaler Glücksgriff: Beim Lieblingsstoffladen habe ich dieses Stückchen entdeckt, das ganz viele solcher Stofflabel aufgedruckt hatte.
Die haben auf jeden Fall genug Platz um all die wichtigen Infos, die so ein Quilt tragen sollte, zu hinterlassen. ^^


Ein bisschen stolz bin ich außerdem auf den Reißverschluss. Gut, ein Bild darüber ist etwas zu erahnen, dass er nicht ganz optimal geworden ist, aber für meine Verhältnisse ist das schon ziemlich "nahtverdeckt". ^^
Dazu habe ich die Naht erstmal zugesteppt, dann den Reißverschluss gegengenäht und schließlich die Hilfsnaht wieder aufgetrennt.
Beim Kissen ist so eine kleine Ritze ja noch okay, aber an einem Kleidungsstück? Ne ne. Da muss ich weiter üben. Habt ihr vielleicht gute Tutorials auf Lager? :D


Wer ganz genau hinguckt, wird erkennen können, dass das Quilting ein bisschen anders aussieht, genauer gesagt: Ich habe nur in eine Richtung gequiltet. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass sich keine Falten bilden können... ;D

Wer bei Instagram ganz genau hinguckt, wird übrigens erkennen können, das mal wieder eine Quilting-Großaktion ansteht - ob ich da aber auch so entspannt rauskomme wie bei diesen zwei Kissen, ist fraglich. ;)

Aber man muss sich ja selbst immer auch ein bisschen quälen, nicht wahr? ;)

Kommentare:

  1. Die sind sehr hübsch geworden. :)

    Liebe Grüße!

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  2. Aww, die Kissen sind super schön geworden :D
    Dürfen die bei euch auf der Couch wohnen bleiben oder werden sie mit dem Stoff-Mutter-Tier wieder vergesellschaftet? *hihi

    Und: Wuhu, der Reißverschluss schaut doch Klasse aus :D

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    1. Ähm ja, wenn man mit halbem Hirn schreibt, passiert sowas... ich wollte eigentlich noch erwähnen, dass die zwei Kissen schon bei den frisch Vermählten auf der Couch wohnen. ^^°

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  3. Das, was du gemacht hast, ist ein beidseitig verdeckter Reißverschluss und sieht dafür ziemlich gut und gleichmäßig aus. Das hat man übrigens als "unauffälligste" Variante gemacht, bevor es nahtfeine/nahtverdeckte Reißverschlüsse gab und man verwendet dafür einen "normalen" Reißverschluss.
    Beim nahtfeinen ist außen keine Naht zu sehen. Er lässt sich sehr einfach einnähen, indem man ihn geöffnet auf die rechte Stoffseite legt (evtl am Rand festheften oder stecken, damit er nicht verrutscht), das Band liegt an der Schnittkante und die Zähnchen in Richtung der gößeren Stofffläche (Kleid, Kissenhülle etc). Dann klappst du die Zähnchen hoch, sodass der "Knick" sichtbar wird. Genau da muss die Naht hin. Das geht am einfachsten mit einem speziellen Nahtreißverschluss-Füßchen, geht aber auch mit einem normalen Reißverschluss-Füßchen oder sogar mit dem ganz normalen Nähfüßchen (obwohl man mir bereits erzählen wollte, das ginge nicht - nachdem ich das bestimmt ein Jahr lang gemacht habe...). Man muss eben einfach nur möglichst genau diesen Knick treffen.
    Der knifflige Teil ist dann, bei einem Kleid beispielsweise die Naht am Ende des Reißverschlusses ordentlich zuzunähen - am einfachsten mit dem Reißverschlussfüßchen oder das letzte Stückchen von Hand.

    Ich hoffe, das hat dir ein bisschen geholfen, ansonsten kann ich am Wochenende mal in meinen Unterlagen aus der Ausbildung gucken, ob ich da was besseres finde.

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    1. Ui, das war schon mal extrem hilfreich, vielen Dank!
      Tatsächlich habe ich weder ein RV- noch ein Naht-RV-Füßchen... Ich werde also mal testen müssen.
      Ich glaube, ich probiere es demnächst einfach mal so aus, wie du es beschrieben hast und würde sonst noch einmal auf dich zurückkommen?

      Vielen Dank auf jeden Fall! :D

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  4. Die Kissen sind total schön geworden! Mir hatte schon die Decke so gut gefallen. Für mich sieht der Reißverschluss ziemlich nahtverdeckt aus. Aber ich traue mich auch noch nicht an Röcke mit Reißverschluss. Da übe ich das doch noch etwas an Taschen ....
    GLG Kerstin

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    1. Hihi, ich bin auch immer froh, wenn ich Reißverschlüsse umgehen kann - wobei ich ja lieber Reißverschlüsse einnähe, statt mich mit Knopflöchern rumzuärgern. XD
      Wir üben also beide noch etwas, würde ich sagen. ^^

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  5. Ich finde auch, die sind total schön und ordentlich geworden. Liegt wahrscheinlich nur an der Rundung des Kissens.
    Bei meinem ersten richtig nahtverdeckten Reißverschluss hat mir dieses Tutorial mit Video sehr geholfen: http://whatthecraft.com/how-to-sew-an-invisible-zipper-video-diy-fashion-tutorial/ Viel Erfolg damit! :)

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    1. Ui, noch ein hilfreiches Tutorial, vielen dank! <3

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